Castor wird rollen: Minister Sander rechnet nicht mit Transportabsage

Hannover. Kommt der Castor, oder kommt er nicht? Niedersachsens Umweltminister Hans-Heinrich Sander (FDP) geht davon aus, dass der vermutlich Ende November anstehende Transport von Atommüll nach Gorleben nicht abgesagt werden kann.

„Keiner ist begeistert, wenn wieder Castoren ins Wendland gebracht werden“, sagte Sander am Freitag im Landtag in Hannover.

Wenn der in der Genehmigung des Bundesamtes für Strahlenschutz vorgeschriebene Grenzwert von 0,3 Millisievert auch dieses Jahr unterschritten wird, kann der Transport stattfinden. „Darüber hinaus haben die Franzosen ein Recht darauf, dass der deutsche Atommüll zurückgeführt wird.“

Die Opposition im Landtag sieht dies völlig anders. Linke, SPD und Grüne fordern genau wie Umweltverbände nach Schlagzeilen zu erhöhten Strahlenmesswerten rund um Gorleben, wegen Terrorgefahr umgestellten Transportbehältern und veränderten Geburtenraten eine sofortige Absage des Transports.

Unterdessen hat die Bürgerinitiative Umweltschutz Lüchow-Dannenberg Strafanzeige gegen den Betreiber erstattet. Es bestehe der Verdacht, dass bereits seit 2003 Strahlung oberhalb der Grenzwerte freigesetzt worden sei. (lni)

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