„Dringend notwendig“

CDU und CSU beschließen jüdisches Forum gegen Antisemitismus

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Annegret Kramp-Karrenbauer, Generalsekretärin der CDU.

Die CDU will das jüdische Leben in Deutschland und den Kampf gegen Antisemitismus stärker in den Fokus nehmen.

Berlin - Hierfür habe die Parteispitze die Einrichtung eines jüdischen Forums innerhalb der Union beschlossen, sagte Generalsekretärin Annegret Kramp-Karrenbauer am Montag in Berlin. Bereits am Samstag hatte die CSU in Bayern einen entsprechenden Entschluss gefasst.

Unter dem Motto „Von Schabbat zu Schabbat - Gemeinsam gegen Antisemitismus“ plant die CDU zudem eine bundesweite Aktionswoche (25.5.-2.6.). Mit der Initiative wolle man „auf die Vielfalt des jüdischen Lebens in unserer Gesellschaft“ aufmerksam machen, betonte Kramp-Karrenbauer.

Der Zentralrat der Juden in Deutschland begrüßte die Beschlüsse der beiden Parteien. Damit hätten sie deutliche Zeichen der Solidarität gesetzt, erklärte Zentralratspräsident Josef Schuster. „Es ist dringend notwendig, dem immer stärker in der Gesellschaft verbreiteten Antisemitismus etwas entgegenzusetzen.“

CDU-Generalsekretärin Kramp-Karrenbauer kritisierte zudem antisemitische Tendenzen innerhalb der AfD: „Es ist vollkommen unbestreitbar, dass es die Elemente auch in der AfD gibt“, sagte Kramp-Karrenbauer. Am Wochenende hatte die CSU die AfD scharf angriffen. In einem Strategiepapier der Unionspartei heißt es: „Brauner Schmutz hat in Bayern nichts verloren.“ Die AfD kritisierte die Attacke scharf. Seine Partei sei klar konservativ, bürgerlich-freiheitlich und patriotisch, erklärte AfD-Chef Jörg Meuthen.

dpa

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