Nach Bundestagswahl

Nachfolger von Laschet? Merz würde wohl wieder für CDU-Parteivorsitz kandidieren

Berichten zufolge kokettiert Friedrich Merz weiterhin mit dem Amt des CDU-Vorsitzenden. Der Politiker wittert gute Chancen auf das Amt.

Kassel/Berlin – Scheinbar erwägt CDU-Politiker Friedrich Merz nach bereits zwei gescheiterten Versuchen ein drittes Mal für den CDU-Vorsitz zu kandidieren. Die Voraussetzung dafür sei wohl, dass alle Mitglieder der Partei bei der nächsten Wahl befragt werden. Das berichtet die Bild-Zeitung.

Die Zeitung bezieht sich dabei auf Aussagen aus dem Umfeld von Merz. Auch hatte sich unter anderem der Vizevorsitzende der Unionsfraktion, Carsten Linnemann, für eine Urwahl in Personalfragen ausgesprochen. Norbert Röttgen fordert unterdessen nach dem Bundestagswahl-Debakel personelle Konsequenzen in der CDU*.

Nach zwei Niederlagen: Wird Merz erneut für den CDU-Parteivorsitz kandidieren?

Friedrich Merz selbst äußerte sich noch nicht zu dem Thema einer erneuten Kandidatur. Jedoch sei laut Redaktionsnetzwerk Deutschland (RND) bereits bekannt, dass er sich der besten Chancen durch eine Mitgliederbefragung erhoffen würde. Der Politiker hatte im Jahr 2018 und 2021 jeweils für den Parteivorsitz kandidiert und beide Male verloren - einmal gegen Annegret Kramp-Karrenbauer, das zweite Mal gegen Armin Laschet. Diese Niederlagen schmerzen ihn laut eigenen Aussagen noch bis heute.

2021 habe Merz in einer internen Befragung der Jungen Union sehr gut abgeschnitten und sei in dieser auf Platz eins gelandet, vor Norbert Röttgen und Armin Laschet. Er sei davon überzeugt, dass er eine Urwahl in der CDU klar gewonnen hätte, da er an der Basis beliebt sei. In einem Interview mit der Funke-Mediengruppe sagte Merz: „Ich habe mich zweimal um den Parteivorsitz beworben, jeweils mit Unterstützung einer überwältigenden Mehrheit der CDU-Mitglieder, die auch weiterhin ungebrochen ist. Trotzdem hat der Parteitag zweimal anders entschieden.“ Gerade jetzt, nach der Wahlpleite der Union, wurde das Thema der Neuwahl für einen Laschet-Nachfolger neu entfacht.

Nach CDU-Wahldebakel: Friedrich Merz rechnet sich gute Chancen aus, der Nachfolger von Parteichef Armin Laschet zu werden. (Archivbild)

Merz möchte ein „normaler und guter“ CDU-Abgeordneter sein

Merz, der zum Zukunftsteam von CDU-Kanzlerkandidat Armin Laschet gehört, hält sich allerdings weiterhin bedeckt. Er beteuert, dass er nun „ein normaler und hoffentlich guter Abgeordneter“ sein wolle. Am Freitagabend (01.10.2021) twitterte er, dass er den gewählten Vorsitz sowie eine Koalition mit FDP und Grünen unterstütze. Alle weiteren Fragen würden sich derzeit nicht stellen und seien „rein spekulativ“. (Alina Schröder) *hna.de ist ein Angebot von IPPEN.MEDIA.

Rubriklistenbild: © Bernd Weißbrod/dpa

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