Nach Rücktritt von Callsen

CDU in Schleswig-Holstein stellt sich neu auf

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Der zurückgetretene Fraktionschef Johannes Callsen.

Rohlstorf - In der Nord-CDU wird es in nächster Zeit personelle Veränderungen geben. Nach einer Tagung im Kreis Segeberg ist nun eine Entscheidung gefallen.

Die CDU in Schleswig-Holstein stellt sich an der Spitze von Partei und Landtagsfraktion neu auf. Mit dem Rücktritt von Fraktionschef Johannes Callsen nur wenige Tage nach dem Amtsverzicht von Landesparteichef Reimer Böge wurde ein weiterer Posten frei. Der 48-Jährige gab seine Entscheidung am Samstag bei einer Tagung von CDU-Spitzengremien in Rohlstorf im Kreis Segeberg bekannt.

Dort zeichnete sich ab, dass der Bundestagsabgeordnete und bisherige Landesparteivize Ingbert Liebing (51) mit großer Wahrscheinlichkeit neuer Chef der Nord-CDU werden dürfte. Er bekundete seine Bereitschaft zur Kandidatur. Im geschäftsführenden Landesvorstand und in einer Runde der Kreisvorsitzenden wurde er dazu aufgefordert.

Der scheidende Landesparteichef Böge (62), der aus gesundheitlichen Gründen nicht wieder antritt, aber EU-Abgeordneter bleibt, lobte Liebings Erfahrungen auf verschiedensten Ebenen. Dieser sitzt seit 2005 im Bundestag und ist seit einem Jahr kommunalpolitischer Sprecher der Unionsfraktion.

Am kommenden Freitag wird vom erweiterten Landesvorstand ein formaler Wahlvorschlag erwartet. Am 15. November wählt dann ein Parteitag in Neumünster den neuen Vorsitzenden.

Callsen sagte, er wolle mit seinem Rücktritt dazu beitragen, dass sich die Nord-CDU rechtzeitig vor der nächsten Landtagswahl neu aufstellen kann. Er stand innerparteilich und medial in der Kritik. Die Fraktion kommt am Sonntag zu einer Sondersitzung zusammen. Ob dann schon ein neuer Vorsitzender gewählt wird, blieb zunächst offen.

dpa

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