China lädt Kim Jong Un ein

Pjöngjang - China kondoliert zum Tod Kim Jong Il und will den neuen Machthaber Nordkoreas zu einem Besuch willkommen heißen. Derweil hofft die internationale Atomenergiebehörde auf Abrüstung.

Der chinesische Staatspräsident Hu Jintao hat am Dienstag die nordkoreanische Botschaft in Peking besucht und dem Nachbarland nach dem Tod des Machthabers Kim Jong Il sein Beileid bekundet. Die amtliche Nachrichtenagentur Xinhua berichtete über den Besuch, nannte jedoch keine Einzelheiten. Ein Sprecher des chinesischen Außenministeriums legte unterdessen nahe, dass Kims Sohn und mutmaßlicher Nachfolger Kim Jong Un schon bald zu einem Besuch nach China reisen könnte. „Wir würden Nordkoreas Führer in China willkommen heißen, wenn es ihnen beliebt“, sagte Liu Weimin.

Nordkoreaner trauern um Kim Jon Il

Nordkoreaner trauern um Kim Jong Il

Die Internationale Atomenergiebehörde (IAEA) hofft derweil, dass die atomare Bedrohung in der Region sinkt. Es sei zu früh, die Auswirkungen des Todes von Kim Jong Il zu kommentieren, sagte IAEA-Chef Yukiya Amano in Japan, wie die Behörde am Dienstag in Wien mitteilte. „Ich hoffe, dass die atomare Abrüstung auf der koreanischen Halbinsel vorankommt und dass die Internationale Atomenergiebehörde dabei eine entscheidende Rolle spielen kann.“

Er fügte hinzu: „Die IAEA steht weiterhin bereit, Inspektoren nach Nordkorea zu schicken, wenn wir einen entsprechenden Auftrag erhalten.“

Kim Jong Il: Der rätselhafte Despot

Kim Jong Il: Der rätselhafte Despot

Kim Jong Il, der sein Land 17 Jahre lang brutal regierte, baute das Atomwaffen- und Raketenprogramm des Landes trotz internationaler Sanktionen und einer herunterkommenden Wirtschaft aus. Die Programme werden in der Weltregion als große Sicherheitsrisiko gesehen. Im April 2009 verwies Nordkorea alle IAEA-Inspektoren des Landes und brach den Kontakt ab. Im gleichen Jahr wurden auch die Sechs-Parteien-Gespräche mit den Nachbarn Südkorea, China und Russland sowie Japan und den USA unterbrochen.

dpa

Rubriklistenbild: © AP

Das könnte Sie auch interessieren

Liebe Leserinnen und Leser,

wir bitten um Verständnis, dass es im Unterschied zu vielen anderen Artikeln auf unserem Portal unter diesem Artikel keine Kommentarfunktion gibt. Bei einzelnen Themen behält sich die Redaktion vor, die Kommentarmöglichkeiten einzuschränken.

Die Redaktion

Kommentare

Unsere Kommentarfunktion wird über den Anbieter DISQUS gesteuert. Nutzer, die diesen Dienst nicht verwenden, können sich hier über das alte HNA-Login anmelden.

Hinweise zum Kommentieren:
In der Zeit zwischen 17 und 9 Uhr werden keine neuen Beiträge freigeschaltet.

Auf HNA.de können Sie Ihre Meinung zu einem Artikel äußern. Im Interesse aller Nutzer behält sich die Redaktion vor, Beiträge zu prüfen und gegebenenfalls abzulehnen. Halten Sie sich beim Kommentieren bitte an unsere Richtlinien: Bleiben Sie fair und sachlich - keine Beleidigungen, keine rassistischen, rufschädigenden und gegen die guten Sitten verstoßenden Beiträge. Kommentare, die gegen diese Regeln verstoßen, werden von der Redaktion kommentarlos gelöscht. Bitte halten Sie sich bei Ihren Beiträgen an das Thema des Artikels. Lesen Sie hier unsere kompletten Nutzungsbedingungen.

Die Kommentarfunktion unter einem Artikel wird automatisch nach drei Tagen geschlossen.