Nach Korea-Gipfel

Chinas Außenminister reist nach Nordkorea

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Chinas Außenminister Wang Yi plant eine Reise in zu Gesprächen nach Nordkorea. Foto: Madoka Ikegami/Kyodo News

Nach der jüngsten Annäherung zwischen Nord- und Südkorea, reist der chinesische Außenminister Wang Yi am Mittwoch nach Pjöngjang. Nordkoreas Machthaber Kim Jong Un hat sich zum vollständigen Abbau seiner Atomwaffen bereit erklärt.

Peking (dpa) - Nach den Fortschritten beim innerkoreanischen Gipfel reist Chinas Außenminister Wang Yi am Mittwoch zu Gesprächen nach Nordkorea. Es ist der seit Jahren ranghöchste chinesische Besuch in Pjöngjang.

Das Außenministerium in Peking kündigte die zweitägige Visite von Wang Yi, der auch Staatsrat ist, am Montag kurzfristig an.

Die Konsultationen folgen auf den Gipfel von Südkoreas Präsident Moon Jae In mit Nordkoreas Machthaber, bei dem Kim Jong Un am Freitag seine Bereitschaft zum vollständigen Abbau seiner Atomwaffen erklärt hatte. Nach den Vereinbarungen soll das heute noch gültige Waffenstillstandsabkommen zum Ende des Korea-Krieges 1953 möglichst in diesem Jahr durch einen Friedensvertrag ersetzt werden.

Beide Koreas hatten vorgeschlagen, dafür Gespräche zu dritt mit den USA oder zu viert zusätzlich mit China zu führen. China hatte im Korea-Krieg mit "Freiwilligenverbänden" an der Seite des Nordens gegen Südkorea und eine aus Amerikanern und 15 weiteren UN-Staaten bestehende Streitmacht gekämpft. Nach offiziellen Angaben kamen damals 180 000 chinesische Soldaten ums Leben.

Im Zuge seiner Charmeoffensive seit Jahresanfang hatte Kim Ende März überraschend China besucht. Nach Jahren der frostigen Beziehungen wegen der nordkoreanischen Atom- und Raketentests und der meist von China als größter Handelspartner umgesetzten internationalen Sanktionen hatten sich beide Seiten dabei auch wieder angenähert und eine enge Abstimmung verabredet.

In den Spekulationen über den Ort des geplanten Gipfels zwischen Kim und US-Präsident Donald Trump Ende Mai oder Anfang Juni war gelegentlich auch mal Peking genannt worden. Doch hielten Beobachter eher neutrale Stätten wie Singapur, Ulan Bator oder vielleicht auch europäische Städte wie Genf oder Stockholm für möglich.

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