Aus Haft entlassen

Chodorkowski-Partner Lebedew ist frei

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Jetzt sind beide frei: Die ehemaligen Geschäftspartner Michail Chodorkowski (l) und Platon Lebedew 2010 im Amtsgericht in Moskau.

Moskau - Kurz vor Weihnachten wurde bereits sein Geschäftspartner Michail Chodorkowski aus der Haft entlassen. Nun durfte auch Unternehmer Platon Lebedew nach zehn Jahren wieder in die Freiheit.

Nach dem Kreml-Kritiker Michail Chodorkowski ist russischen Medienberichten zufolge am Freitag auch sein früherer Geschäftspartner Platon Lebedew aus der Haft entlassen worden. "Platon Lebedew wurde freigelassen", zitierten russische Agenturen einen Sprecher der Strafvollzugsbehörden. Er kam demnach nach mehr als zehn Jahren Haft im Straflager am Freitagabend auf freien Fuß.

Das Oberste Gericht Russlands hatte am Donnerstag seine sofortige Freilassung des 57-Jährigen angeordnet. Der seit 2003 inhaftierte Lebedew war beim Ölkonzern Yukos Stellvertreter Chodorkowskis. Er verbüßte seine Strafe in einem Lager in der nordrussischen Region Archangelsk, seine Haftstrafe wäre im Mai ausgelaufen.

Chodorkowski und Lebedew waren wegen Betrugs und Steuerhinterziehung zu langjährigen Haftstrafen verurteilt worden. Die Opposition kritisierte die Urteile als politisch motiviert. Chodorkowski war kurz vor Weihnachten überraschend von Präsident Wladimir Putin begnadigt und aus der Haft entlassen worden. Beobachter sahen die Freilassung als Versuch Putins, das internationale Ansehen Russlands vor den Olympischen Winterspielen in Sotschi im Februar zu verbessern.

AFP

Chodorkowskis erster öffentlicher Auftritt

Michail Chodorkowski kommt am Sonntag ins "Mauermuseum am Checkpoint Charlie" in Berlin. © dpa
Nach zehn Jahren Haft stellt sich der Kreml-Kritiker erstmals der internationalen Presse. © dpa
Nach zehn Jahren Haft stellt sich der Kreml-Kritiker erstmals der internationalen Presse. © dpa
Michail Chodorkowski im "Mauermuseum am Checkpoint Charlie". © dpa
Vor dem Gebäude wird Michail Chodorkowski von Museumsleiterin Alexandra Hildebrandt begrüßt. © dpa
Im Museum betrachten die beiden eine Vitrine, in der die Jacke liegt, in der Chodorkowski vor zehn Jahren verhaftet wurde. © dpa
Nach einem Rundgang durch das Museum gab Chodorkowski eine Pressekonferenz. © dpa
Bei der Pressekonferenz. © dpa
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Boris Chodorkowski, der Vater des freigelassenen Kreml-Kritikers Michail Chodorkowski, redet am mit Alexandra Hildebrandt, der Leiterin des Museums. © dpa
 © dpa
Michail Chodorkowski mit seiner Mutter Marina und seinem Vater Boris Chodorkowski. © dpa
Die Eltern von Michail Chodorkowski, seine Mutter Marina Chodorkowskaja und sein Vater Boris Chodorkowski. © dpa
Michail Chodorkowski mit seinem Vater Boris Chodorkowski (M.) und seinem Sohn Pawel. © dpa
Großer Andrang bei der Pressekonferenz. © dpa
Der russische Kreml-Kritiker Michail Chodorkowski (r) sitzt am Sonntag im "Mauermuseum am Checkpoint Charlie" in Berlin bei einer Pressekonferenz. © dpa
Der russische Kreml-Kritiker Michail Chodorkowski (r) sitzt am Sonntag im "Mauermuseum am Checkpoint Charlie" in Berlin bei einer Pressekonferenz. © dpa
Der russische Kreml-Kritiker Michail Chodorkowski (r) sitzt am Sonntag im "Mauermuseum am Checkpoint Charlie" in Berlin bei einer Pressekonferenz. © dpa

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