Viele Opfer nun auch im afrikanischen Nigeria

Christenverfolgung geht weiter - Hilfswerk prangert Ausbreitung an

Weltweit leiden fast 100 Millionen Christen unter schlimmen Repressalien. Besonders brutal sind das Regime in Nordkorea und Islamisten in Afrika. Zu diesem Ergebnis kommt das christliche Hilfswerk Open Doors, das die Verfolgung von Glaubensbrüdern in über 50 Staaten der Erde anprangert.

„Leider sehen wir derzeit kein Ende der länderübergreifenden Ausbreitung eines extremistischen Islam, der zu massiver Verfolgung und der Vertreibung christlicher Minderheiten in mehreren Ländern führt“, heiß es in einer Erklärung der Organisation zum Weltverfolgungsindex 2014.

Bislang war auf dem schwarzen Kontinent vor allem die Zentralafrikanische Republik im Fokus, wo sich Angehörige von Christen und Muslimen gegenseitig niedermetzeln. Nun gerät das riesige Nigeria in den Brennpunkt. Nach Angaben des Afrikareferenten der Gesellschaft für bedrohte Völker (GfbV), Ulrich Delius, sind seit der Ausrufung des Ausnahmezustandes Mitte Mai 2013 in drei Bundesstaaten 1580 Christen und Muslime bei Überfällen der islamistischen Kämpfer in Nord-Nigeria getötet worden. Zuletzt waren bei nächtlichen Überfällen von Kämpfern der islamistischen Boko-Haram-Sekte auf Dörfer in Nord-Nigeria mindestens 65 Menschen getötet worden. Die meisten Opfer waren Christen. Gestern griffen Bewaffnete eine Schule im Nordosten Nigerias an und töteten 43 Menschen. Bei den Angreifern handelt es sich vermutlich auch um Boko-Haram-Mitglieder.

Mit Ausrufung des Ausnahmezustandes wollten die nigerianischen Sicherheitskräfte die Boko-Haram-Sekte militärisch zerschlagen und die Sicherheit der Bevölkerung in Nord-Nigeria gewährleisten. Das massive Vorgehen von Armee und Polizei habe aber zu weiterer Gewalt geführt, meint die GfbV. (rie)

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