Autozulieferer fuhr 2013 Umsatz und Gewinn hoch

Continental startet durch: Auch Region profitiert

Hannover / Frankfurt. Umsatz und Gewinn rauf, Schulden runter: Für den Autozulieferer Continental war 2013 ein Spitzenjahr. Von dem Erfolg des Konzerns aus Hannover profitieren auch die Standorte in Nordhessen und Südniedersachsen mit ihren zusammen 7100 Beschäftigten.

So will Continental die Reifenproduktion in Korbach (Kreis Waldeck-Frankenberg) bis 2018 mit einer Investition von 40 Millionen Euro zum Zentrum für Hoch-Technologie-Produktion und Prozessentwicklung erweitern. Der Bau soll schon im Herbst begonnen werden. Das Reifengeschäft ist mit weltweit 9,6 Milliarden Euro Umsatz ein wichtiges Standbein des Konzerns und aktuell die Sparte mit der höchsten Gewinnmarge. Drei Viertel des Reifenumsatzes macht Continental mit Endkunden.

Vom geplanten Kauf des US-Unternehmens Veyance Technologies, einem Spezialisten für Kautschuk- und Kunststofftechnologie, dürfte auch der ContiTech-Standort Northeim profitieren: Im Geschäftsbereich Transportbandsysteme sollen künftig von dort aus nicht nur 4000, sondern mehr als 8000 Mitarbeiter gesteuert werden. Wie viele zusätzliche Arbeitsplätze dies für die Zentrale in Northeim bringe, sei noch offen, sagte ein Untrnehmenssprecher.

Im vergangenen Jahr steigerte der Continental-Konzern nach in Frankfurt vorgelegten vorläufigen Zahlen den Umsatz um 1,8 Prozent auf 33,3 Milliarden Euro. Das Ergebnis vor Zinsen und Steuern (Ebit) stieg stärker um 2,4 Prozent auf 3,2 Milliarden Euro. Unterm Strich blieben 1,9 Milliarden Euro als Gewinn übrig – knapp ein Prozent mehr als 2012. Mit dem Überschuss trug Continental die Finanzschulden um eine Milliarde Euro auf netto 4,3 Milliarden Euro ab.

Auch ins laufende Jahr ist der Konzern gut gestartet: „Wir rechnen mit einem Umsatzplus von drei bis vier Prozent im ersten Quartal“, sagte Conti-Chef Elmar Degenhart am Donnerstag in Frankfurt. Auch für den Konzern wichtigen Heimatkontinent ist Degenhart zuversichtlich: „Europa kommt langsam aus dem Tal.“ Auch Nordamerika dürfte weiter zulegen und in Asien solle China das Zugpferd bleiben.

In diesem Jahr rechnet Continental mit einem Konzernumsatz von 35 Milliarden Euro, von denen mehr als 3,5 Milliarden als Ebit übrig bleiben sollen – 2013 betrug diese Gewinnspanne im Konzern 11,3 Prozent.

Trotz des geplanten Veyance-Zukaufs bleibt für die Aktionäre mehr Geld übrig als im Vorjahr. Der Vorstand schlägt vor, die Dividende um 25 Cent auf 2,50 Euro je Aktie zu erhöhen. Das im Dax notierte Wertpapier, dessen Kurs 2013 um 82 Prozent stieg, stand auch heute hoch in der Gunst der Anleger: Bis zum frühen Nachmittag kletterte der Kurs um 5,34 Prozent auf 182,30 Euro. (wll/aha/goe/dpa)

Rubriklistenbild: © dpa

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