Eskalation in der Ostukraine

Pro & Contra: Soll die Fußball-WM 2018 in Russland abgesagt werden?

Angesichts der Eskalation der Lage in der Ostukraine nach dem mutmaßlichen Abschuss eines Passagierflugzeugs hält Hessens Innenminister Peter Beuth (46) einen Boykott der Fußball-WM in Russland für denkbar. Ein Pro & Contra zum Thema von den HNA-Redakteuren Constanze Wüstefeld und Daniel Schneider.

Pro: Zu viele Vorwürfe

Spielen Fußballmannschaften um den WM-Titel, will man als Fan mitfiebern. Die Luft in brenzligen Situationen anhalten. Sich freuen, wenn das erlösende Tor fällt.

Constanze Wüstefeld, Nachrichtenredaktion, ist für einen Boykott

Nicht denken möchte man während der Partien daran, woran Russland Schuld sein könnte: Vielleicht an dem Abschuss der malaysischen Boeing, auf jeden Fall an den Auseinandersetzungen in der Ost-ukraine. Zudem werden immer wieder Vorwürfe laut, dass die Menschenrechte verletzt werden – zuletzt bei den olympischen Winterspielen in Sotschi.

Zusammengenommen wiegt dieses Paket aus Vorwürfen, Verdachtsmomenten und schuldhaftem Verhalten zu schwer, als dass in dem Land eine WM gespielt werden kann.

E-Mail: cow@hna.de

Kontra: Politiker im Abseits

Wenn gar nichts mehr geht, kommt der Ruf nach einem Boykott. Zum Mitschreiben: Die WM gehört nicht den Politikern und wird ihnen auch niemals gehören. Und das ist gut so. Denn die WM gehört den Fans, aber natürlich auch der Fifa.

Sportredakteur Daniel Schneider ist gegen den Boykott der Fußball-WM

Warum soll der Fußball, warum soll eine Fußball-WM, warum soll die Fifa die diplomatische Krise von Staaten lösen? Sollten Politiker nicht eigene Mittel und Wege haben, um den Frieden zu sichern? Die Forderung nach einem Boykott ist immer auch eine politische wie diplomatische Bankrotterklärung.

Aus politischen Gründen die WM zu boykottieren oder neu zu vergeben, ist dämlich und perfide. Liebe Volksvertreter, damit steht Ihr im Abseits.

E-Mail: dts@hna.de

Artikel zum Thema: Zwanziger gegen Boykott der Fußball-WM

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