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3G am Arbeitsplatz? Unternehmen fordern Regelung von der Politik

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Von: Luisa Weckesser

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Erste Firmen haben bereits ohne eindeutige Gesetzesgrundlage 3G- oder gar 2G-Regeln für ihre Firmengebäude verhängt, um den betrieblichen Alltag zu normalisieren. (Symbolbild)
Erste Firmen haben bereits ohne eindeutige Gesetzesgrundlage 3G- oder gar 2G-Regeln für ihre Firmengebäude verhängt, um den betrieblichen Alltag zu normalisieren. (Symbolbild) © Peter Kneffel/dpa

Einige Unternehmen in Deutschland fordern eine gesetzliche 3G-Regel. Vor allem die Politik soll erste Schritte in die Wege leiten, um das möglich zu machen.

Kassel – Angesichts der steigenden Corona-Infektionszahlen fordern nach einem Bericht des Handelsblatts erste Unternehmen in Deutschland die Politik auf, auch für Büros und Produktionshallen eine gesetzliche 3G-Regel einzuführen. Damit hätten nur noch Geimpfte, Genesene oder negativ Getestete Zugang zu Betrieben.

In einer Umfrage der Zeitung unter ausgewählten Dax-Konzernen und großen Familienunternehmen habe unter anderem der Versicherer Allianz betont: „Klare rechtliche Vorgaben des Gesetzgebers wären sehr hilfreich.“ Auch für Vonovia wäre 3G die „vorzugswürdige Lösung“, doch die rechtlichen Rahmenbedingungen erschwerten die Einführung, zitiert das Blatt den Immobilienkonzern.

Auch manche Arztpraxen würden in der Corona-Pandemie gerne die 3G- oder 2G-Regeln einführen. Das Gesundheitsministerium hat sich vor Kurzem dazu geäußert.

3G am Arbeitsplatz? Erste Firmen haben bereits 3G- oder gar 2G-Regeln für ihre Firmengebäude verhängt

Der Autozulieferer Continental plädiert demnach für 3G im Büro als „konsequente Fortführung der öffentlichen Corona-Regelungen“. Der Energiekonzern RWE würde „die Einführung eines rechtlichen Rahmens für eine 3G-Regel begrüßen“. Der Triebwerkshersteller MTU und der Haushaltsgeräteproduzent Miele fordern den Angaben zufolge bundesweit einheitliche Corona-Regelungen.

Erste Firmen haben bereits ohne eindeutige Gesetzesgrundlage 3G- oder gar 2G-Regeln für ihre Firmengebäude verhängt, um den betrieblichen Alltag zu normalisieren. Besonders weit gehe Bayer: Beschäftigte etwa in Laboren oder Teilbereichen der Produktion könnten unter freiwilliger Anwendung der 2G-Regel wieder ohne Abstand und Maske zusammenarbeiten oder Meetings in Präsenz durchführen.

3G am Arbeitsplatz? Bayer Mitarbeiter können ihren Impfstatus dem Arbeitgeber freiwillig nennen

Das sei rechtlich erlaubt: Mitarbeiter könnten ihren Corona-Impfstatus dem Arbeitgeber freiwillig nennen. Andere Firmen hätten 3G-Beschränkungen eingeführt: Bei SAP etwa habe seit Anfang Oktober nur noch Zutritt, wer geimpft, getestet oder genesen sei.

Viele Bundesländer setzen inzwischen auf eine 2G-Regel und wollen diese auf mehrere Bereiche ausweiten. (Luisa Weckesser mit dpa)

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