Selbsttests basieren auf Vertrauen

Schnelltest bei Aldi: Fatales Schlupfloch? Zertifikate auch ohne Corona-Test

Die Corona-Selbsttests bei Aldi waren rasch ausverkauft. Verbraucher können sich nun selbst ein Zertifikat ausstellen - auch ohne vorherigen Test.

  • Die Supermarktketten Aldi Süd und Aldi Nord verkaufen seit Samstag (06.03.2021) Corona-Tests - Lidl im Online-Shop.
  • Bei Aldi waren die Corona-Tests am ersten Verkaufstag binnen weniger Minuten ausverkauft.
  • Ein Zertifikat für einen negativen Corona-Schnelltest soll es jetzt online geben - auch ohne vorher durchgeführten Test.

Update vom Samstag, 13.03.2021, 17.41 Uhr: Nachdem die Corona-Schnelltests beim Discounter Aldi innerhalb kürzestes Zeit vergriffen waren, können Verbraucher jetzt beim Hersteller ein Test-Zertifikat erhalten, ohne den Selbsttest überhaupt durchgeführt zu haben. Das berichtet die Deutsche Apotheker Zeitung (DAZ).

Auf der Verpackung der Antigen-Selbsttests des Herstellers Aesku, welche kürzlich bei Aldi verkauft wurden, ist ein QR-Code abgebildet. Wird dieser gescannt, gelangen Verbraucher auf eine Unterseite von „ichtestemichselbst.de“ und können sich dort selbst ein Zertifikat ausstellen – „allerdings auch ohne je im Besitz einer Packung gewesen zu sein oder einen Test durchgeführt zu haben“, schreibt die DAZ. Das macht es Schummlern einfach, denn zum Scannen des QR-Codes reicht es aus lediglich ein Foto von einer Packung der Corona-Schnelltests zu haben. Schon kann man sich selbst beliebig viele negative Testergebnisse bescheinigen.

Corona-Schnelltests von Aldi: Lediglich private Nutzung sinnvoll

Laut Hersteller basieren private Corona-Selbsttests auf Vertrauen, so wie auch die Aussagen über die Ergebnisse eines Tests. Das macht wiederum deutlich, dass die Nutzung der Corona-Schnelltests lediglich im privaten Bereich Sinn macht. Daher fordern die meisten Bundesländer bei einem Schnelltest nach der Corona-Schutzverordnung die Durchführung in einem Corona-Testzentrum.

Die Corona-Selbsttests bei Aldi waren rasch ausverkauft. Verbraucher können sich nun mithilfe eines QR-Codes auf der Testpackung selbst ein Zertifikat ausstellen - auch ohne vorherigen Test.

Corona-Selbsttests bei Aldi und Lidl ausverkauft: Wo es Nachschub gibt

Update vom Dienstag, 09.03.2021, 12.06 Uhr: Der erste Schwung von Corona-Selbsttests bei Aldi und Lidl war innerhalb weniger Minuten vergriffen. Viele versuchten sogar ihre ergatterten Corona-Tests bei Ebay weiterzuverkaufen - und das zu horrenden Preisen. Dementsprechend groß war der Frust zahlreicher Kunden. Derzeit sind die Tests nur in Apotheken erhältlich. Hier sind sie allerdings deutlich teurer als beim Discounter. Doch es gibt noch Hoffnung.

Jetzt gehen auch die Drogeriemärkte dm, Rossmann und Müller an den Verkaufsstart. Rossmann und Müller planen den Verkauf ab Mittwoch (10.03.2021), dm ab Freitag (12.03.2021). Nach Spiegel-Informationen wollen die Supermarkt-Ketten Rewe und Kaufland jeweils ab Montag (15.03.2021) die Corona-Selbsttests in ihrem Sortiment anbieten.

Budni, Netto, Edeka und Penny werden ebenfalls in Kürze nachziehen. Hier ist allerdings noch kein genaues Verkaufsdatum bekannt.

Nach Ansturm bei Lidl und Aldi: Wo man Corona-Tests kaufen kann

Update vom Montag, 08.03.2021, 13.30 Uhr: Schon nach kurzer Zeit waren die Corona-Selbsttests in den Aldi-Filialen ausverkauft. Lidl bot die Tests online an. Doch auch hier waren sie aufgrund der hohen Nachfragen zeitig vergriffen, sogar die Server brachen wegen des Ansturms der Kunden zeitweise zusammen. Das sorgte bei vielen Kunden für Empörung.

Künftig soll es die Schnelltests häufiger beim Discounter geben, das berichtet chip.de. Laut Bundesregierung sollen sie bald zum Standardsortiment gehören. „Demnächst“ sollen die Schnelltests auch bei Lidl wieder im Handel sein.

Schlange stehen für einen Corona-Test: Zahlreiche Aldi-Kunden standen bereits um 6 Uhr vor den Filialen, um einen der Corona-Selbsttests zu ergattern. Doch die waren innerhalb weniger Minuten ausverkauft.

Sind die Tests bei Aldi ausverkauft, gibt es nach Chip-Informationen einen entscheidenden Tipp. Kunden können dann beim Discounter einen Test über einen Online-Service reservieren. Dafür muss ein Corona-Selbsttest vorab an der Kasse bezahlt werden. Auf dem Kassenbon befindet sich dann ein Code, der online eingelöst werden kann.

Bei dm, Rossmann und Müller gibt es bald Corona-Selbsttests

Der Drogeriemarkt dm plant der Verkauf der Corona-Tests ab Dienstag (09.03.2021), Rossmann ab Donnerstag (11.03.2021). Müller wird ebenfalls dabei sein, voraussichtlich ab Freitag (12.03.2021). Bei dm und Rossmann soll es die Produkte allerdings nur online geben.

Auch die Discounter Netto sowie Norma wollen künftig die Selbsttests in ihrem Sortiment anbieten. Ein genauer Verkaufstermin steht allerdings noch nicht fest. Apotheken bieten ihn schon jetzt an. Jedoch gibt es vielerorts nur einen Corona-Test pro Kunde, so chip.de. Wer sich direkt beim Hausarzt auf das Coronavirus testen lässt, spart am meisten. Denn hier kann einmal wöchentlich ein kostenloser Test gemacht werden.

Corona-Selbsttest bei Aldi und Lidl: Karl Lauterbach kritisiert das Angebot scharf

Update vom Sonntag, 07.03.2021, 17.26 Uhr: Karl Lauterbach hält nichts von den im freien Verkauf angebotenen Corona-Selbsttests. Sie würden an wichtigeren Stellen fehlen. Die Durchführung der Antigentests in Schulen, Betrieben und Testzentren sei ein wissenschaftlich belegter Weg aus der Corona-Pandemie. „Aldi-Selbsttests können das nicht ersetzen“, schreibt Karl Lauterbach auf Twitter.

Die unsystematischen Testungen mit Selbsttests könnten dazu führen, dass Gesundheitsämter uninformiert bleiben. So könne man keine Cluster identifizieren. Schulen und Betriebe blieben unsicher. Selbsttests seien kein Instrument für weitere Lockdown-Lockerungen.

Die ersten Corona-Selbsttests bei Aldi und Lidl sind bereits ausverkauft

Update vom Sonntag, 07.03.2021, 11.14 Uhr: Nach nur wenigen Minuten waren die Corona-Selbsttests in vielen Filialen von Aldi am Samstag ausverkauft, auch Konkurrent Lidl erlebte einen großen Ansturm auf die Tests. Am Samstag kündigte Lidl an: „Auch wenn unsere Webseite aufgrund der hohen Nachfrage an unseren Corona-Selbsttests zeitweise nicht erreichbar ist, haben wir weiterhin Ware in ausreichenden Mengen verfügbar.“

Mittlerweile sind die Tests auch bei Lidl ausverkauft. „Wir erwarten weitere Lieferungen und werden dich dann umgehend informieren“, erklärt der Discounter. Ab Montag wollen weitere Geschäfte und Drogeriemärkte nachziehen.

Für alle die bereits einen Selbsttest ergattert haben stellt sich die Frage: Wie wendet man den Test richtig an? Und wie akkurat ist das Ergebnis im Vergleich mit Schnelltests, die von medizinisch geschultem Personal in Apotheken, Arztpraxen und Textzentren gemacht wird?

Corona-Selbsttest: So wendet man die Tests richtig an

Antigen-Tests suchen in Abstrich-Proben nicht nach Erbgut wie ein PCR-Test, sondern nach Molekülen, die charakteristisch für das Virus sind, schreibt die dpa. Die Selbsttests aus Apotheken, Einzelhandel und Discountern sind dabei mit den Schnelltests identisch. Schnelltests soll es ab Montag (08.03.2021) eigentlich für jeden Bürger kostenlos geben. Doch der Start verzögert sich. Für Gesundheitsminister Jens Spahn (CDU) hagelt es deswegen Kritik.

Der Vorteil der Selbsttests: Das Wattestäbchen muss nicht ganz so tief in die Nase geschoben werden wie bei den herkömmlichen Verfahren. Das Robert Koch-Institut (RKI) verweist auf Studien, wonach bei richtiger Anleitung die Probenentnahme durch Privatpersonen und daraus resultierende Ergebnisse vergleichbar war mit der Entnahme durch medizinisches Personal. Unsachgemäße Abstriche können die Aussagekraft des Tests jedoch stark einschränken.

Für die Anwendung gibt es verschiedene Schritte, die beachtet werden sollten. Hier die Erklärung, wie der Schnelltest von Boson angewendet wird, der unter anderem bei Lidl verkauft wird:

  • 1. Testflüssigkeit in Reagenzglas füllen.
  • 2. Nase schnäuzen/schniefen, damit Sekret im vorderen Bereich der Nase verfügbar ist.
  • 3. Wattestäbchen etwa 2,5 Zentimeter in die Nase einführen und mehrfach drehen.
  • 4. Stäbchen in Testflüssigkeit geben und fünfmal drehen, im Anschluss eine Minute warten.
  • 5. Adapter auf Reagenzglas geben. Drei Tropfen auf Testkassette tropfen und 15 Minuten warten.

Corona-Schnelltest allerdings weniger zuverlässig als PCR-Tests

Studien zeigen, dass Antigen-Schnelltests prinzipiell weniger zuverlässig sind als die für die offizielle Corona-Statistik berücksichtigten PCR-Tests. Dabei sind zwei Werte bedeutend: die Sensitivität und die Spezifität. Das Paul-Ehrlich-Institut hat Mindestanforderungen für Antigen-Tests festgelegt: Die Spezifität muss über 97 Prozent liegen, das heißt mindestens 97 von 100 Gesunden müssen als solche erkannt werden. Die Sensitivität soll größer als 80 sein, das heißt mindestens 80 von 100 Infizierten muss der Test erkennen.

Die Selbstests und Schnelltests schlagen am besten bei einer hohen Viruslast an. Infizierte mit geringer Viruslast - etwa zu Beginn oder beim Abklingen der Erkrankung - werden möglicherweise nicht entdeckt. „Ein negatives Ergebnis im Antigen-Test schließt eine Infektion nicht aus, insbesondere, wenn eine niedrige Viruslast vorliegt“, so das RKI. Doch wird betont, dass Menschen mit einer niedrigen Viruslast auch weniger ansteckend seien. Ein positives Ergebnis eines Selbst- oder Schnelltests muss immer durch einen PCR-Test abgeklärt werden.

Corona-Selbsttest bei Aldi: Kunden sind wütend - Nun reagiert der Discounter

Update vom Samstag, 06.03.2021, 16.26 Uhr: Die neuen Corona-Selbsttests waren am Samstagvormittag in den meisten Aldi-Filialen nach nur wenigen Minuten ausverkauft. Das hatte viele Kunden verärgert. Mittlerweile hat der Discounter mit einer Stellungnahme reagiert.

Man sei vom Ansturm auf die ersten Corona-Selbsttests sehr überrascht gewesen. „Die Artikel, die wir stationär in den Filialen vorrätig hatten, waren am Vormittag in den meisten unserer Filialen erwartungsgemäß ausverkauft“, teilten Aldi Süd und Aldi Nord mit. Das Interesse an den Tests habe den Discounter „in dieser Intensität doch überrascht“.

Aldi bittet seine Kunden um Verständnis. Bereits in der nächsten Woche rechne man mit neuen Lieferungen von Corona-Selbsttests.

Corona-Selbsttests schnell ausverkauft: Aldi-Kunden sind wütend

Update am Samstag, 06.03.2021, 13.12 Uhr: Die Kunden von Aldi sind sauer: Der Discounter hatte am Samstag (06.03.2021) als erster in Deutschland den Verkauf von Corona-Selbsttests in den Filialen gestartet - doch offenbar waren pro Filiale nur zehn Testpakete mit jeweils fünf Tests vorrätig. So lauten zumindest zahlreiche Beschwerden von Kunden auf Twitter.

Schlange stehen für einen Corona-Test: Zahlreiche Aldi-Kunden standen bereits um 6 Uhr vor den Filialen, um einen der Corona-Selbsttests zu ergattern. Doch die waren innerhalb weniger Minuten ausverkauft.

„Meine Frau war um 7:02 im Aldi. Da waren alle 10(!) Tests schon ausverkauft. In einem anderen Aldi sagte man ihr, dass es in jedem Markt 10 Test gäbe“, schreibt beispielsweise Twitter-Nutzer Grumpy. Andere Nutzer machen sich hingegen darüber lustig, dass man überhaupt bei Aldi Tests kauft: „Wie krank ist Deutschland wirklich, wenn man sich um 6 Uhr früh bei Aldi anstellt, um einen Test zu kaufen.“

Selbsttest bei Aldi: Corona-Tests binnen Minuten ausverkauft

Update vom Samstag, 06.03.2021, 10.40 Uhr: Die Discounter Aldi und Lidl haben heute (06.03.2021) den Verkauf von Corona-Selbsttests gestartet. Bei Aldi sind diese vielerorts offenbar bereits ausverkauft, berichten verschiedene Nachrichtenportale sowie Aldi-Kunden auf Twitter. „Um 7:00h öffnet hier der Aldi. Um 7:05h waren die #COVID19-Selbsttests ausverkauft“, schreibt ein Nutzer auf Twitter. Bei Lidl ist der Schnelltest auch Online verfügbar. Die Internetseite des Discounters ist gegen 10 Uhr jedoch offenbar überlastet.

Bei dem Produkt, das bei Aldi Nord und Aldi Süd verkauft wird, handelt es sich um den Test „AESKU.RAPID SARS CoV-2 Selbsttest“. Für diesen ist lediglich ein „minimalinvasiver Nasenabstrich“ nötig, informiert Aldi Süd in einer Pressemitteilung. Der Wattetupfer muss dafür etwa 2,5 Zentimeter tief in die Nase eingeführt werden. Der Test hat zudem eine Genauigkeit von 96 Prozent. Der Selbsttest, der bei Lidl verkauft wird, handelt es sich um folgendes Produkt: „5er Set Corona SARS-CoV-2 Antigenschnelltest Boson“. Auch bei diesem Test wird der Abstrich im vorderer Nasenbereich (2,5 cm) gemacht.

Corona-Selbsttest bei Aldi: Stäbchen muss nicht so tief in die Nase

Der Nasenabstrich bei den Produkten von Aldi und Lidl unterscheidet sich von anderen Corona-Schnelltests, bei denen der Wattetupfer durch die Nase bis an die hintere Rachenwand geführt wird. „Das ist recht unangenehm, deswegen wird das kaum jemand bei sich selbst korrekt machen“, hatte Prof. Ulf Dittmer, Direktor des Institutes für Virologie an der Uniklinik Essen, gegenüber der Apotheken-Umschau in einer Einschätzung zu Corona-Selbsttests für zuhause kritisiert (wie im vorherigen Update berichtet). Diese Einschätzung ist für den Corona-Schnelltest von Aldi nicht relevant - zumindest nicht bezüglich der Anwendung.

Corona-Schnelltests bei Aldi und Co.: Experte zweifelt „Wird kaum richtig gemacht“

Update vom Donnerstag, 04.03.2021, 10.45 Uhr: Der Discounter Aldi hat ein Startdatum für den Verkauf von Corona-Schnelltests in seinen Supermarkt-Filialen bekannt gegeben.

Bereits ab Samstag (06.03.02021) sollen an den Kassen von Aldi die Selbsttests erhältlich sein. Bei dem Verkauf muss folgendes beachtet werden:

  • Es darf immer nur eine Packung pro Person erworben werden.
  • Der Preis für eine Packung Corona-Schnelltests liegt bei knapp 25 Euro.
  • In einer Packung befinden sich fünf Schnelltests.
  • Nach 15 Minuten soll ein Test-Ergebnis vorliegen.
  • Für den Test ist ein Nasenabstrich notwendig.
  • Der Test hat eine angegebene Genauigkeit von 96 Prozent.

Schnelltest bei Aldi: Wie wird ein Nasenabstrich richtig gemacht?

Die Konkurrenz von Rossmann und Lidl hat angekündigt, ab Dienstag (09.03.2021) Corona-Schnelltests anzubieten. Bei dm werden diese ebenfalls nicht vor dem 09.03.2021 im Sortiment sein.

Könnten Selbst-Test die Lösung für eine Lockerung der Corona-Maßnahmen sein? (Symbolbild)

Bei dem Schnelltest von Aldi muss ein Nasenabstrich gemacht werden. Doch wie macht man einen Nasenabstrich überhaupt richtig? Für die richtige Anwendung muss der Wattetupfer durch die Nase bis an die hintere Rachenwand geführt werden, schreibt die Apotheken Umschau. „Man kann auch durch die Nase tief in den Rachen abstreichen. Das ist recht unangenehm, deswegen wird das kaum jemand bei sich selbst korrekt machen“, so die Einschätzung von Prof. Ulf Dittmer, Direktor des Institutes für Virologie an der Uniklinik Essen.

Corona-Selbsttests bei Aldi, dm & Edeka - Hier gibt es die Tests bald zu kaufen

Update vom Mittwoch, 03.03.2021, 14.45 Uhr: In Kürze soll es Corona-Schnelltests im Discounter und Supermarkt zu kaufen geben. Mittlerweile haben drei Hersteller eine Sonderzulassung für die Antigen-Tests bekommen. Nach der Drogeriekette „dm“ kündigten nun auch andere Unternehmen an, Selbsttests anbieten zu wollen.

Beispielsweise Aldi Süd und Aldi Nord bestätigten gegenüber chip.de, dass man „in Kürze“ mit dem Verkauf von Corona-Tests beginnen wolle. Edeka und seine Discounter-Tochter Netto bestätigten gegenüber dem Portal, dass man aktuell einen Verkauf prüfe.  Auch die Drogeriekette Rossmann möchte die Tests ab dem 9. März anbieten, unter der Bedingung, dass Lieferzusagen eingehalten werden. Lidl und Rewe teilten ebenfalls mit, eine Sortimentserweiterung zu prüfen.

Corona-Selbsttest bald bei „dm“ erhältlich

Update vom Montag, 01.03.2021, 18.40 Uhr: Bereits in wenigen Tagen soll es so weit sein. In der ersten Drogerie-Kette sollen Corona-Selbsttests verkauft werden. Die Drogerie „dm“ kündigte an, frühestens ab Dienstag, den 9. März 2021, die Kits zu verkaufen, sofern die Lieferzusagen des Herstellers eingehalten werden könnten, erklärte der zuständige Geschäftsführer von „dm“, Sebastian Bayer, am Montag (01.03.2021) in Karlsruhe.

dm“ betonte, dass das Unternehmen im engen Austausch mit dem Bundesgesundheitsministerium und mit anderen Behörden stehe. Die Tests hätten bei richtiger Anwendung eine hohe Zuverlässigkeit. Laut Merkur.de sollen die entsprechenden Tests der Marke Boson „zunächst online, dann auch sehr zeitnah in den rund 2000 Filialen bundesweit“ zur Verfügung stehen. Der Test von Boson gehört zu den drei Antigen-Tests, die zuvor vom Bundesinstitut für Arzneimittel und Medizinprodukte eine Sonderzulassung erhalten haben.

Erste Corona-Selbsttests sollen bald bei „dm“ zu kaufen sein

Man gehe davon aus, dass man bundesweit das erste Unternehmen sei, das entspreche Testkits für die Eigenanwendung zur Verfügung stellen könne, hieß es weiter. Außerdem sollten die Tests so günstig wie möglich angeboten werden, denn „Schulen und Kitas sollen wieder regelmäßig besucht werden können“.

Zu den genauen Preisen sei man aktuell noch im Gespräch mit dem chinesischen Hersteller. Im Branchenvergleich liegen vergleichbare Tests jedoch zwischen fünf und zehn Euro. Ob sich der Bund an den Kosten beteiligt, wie es in Branchenkreisen heißt, ließ dm unkommentiert.

Discounter bestätigen Verkauf: Hier gibt es Corona-Schnelltests zu kaufen

Update vom Montag, 01.03.2021, 11.45 Uhr: Die Corona-Selbsttests kommen. Bundesgesundheitsminister Jens Spahn (CDU) erklärte laut übereinstimmenden Medienberichten im Morgenmagazin der ARD und ZDF, dass das Bundesinstitut für Arzneimittel und Medizinprodukte eine Sonderzulassung für drei der sogenannten Antigen-Tests, mit denen sich jeder selbst testen kann, bestätigt hat.

Inzwischen haben auch die ersten Discounter und Supermärkte den Verkauf von Corona-Selbsttests bestätigt: Laut chip.de handelt es sich dabei um Aldi, Netto und Rossmann. Auch andere Drogerie-Filialisten, Supermärkte und Discounter bringen sich in Position. Die Schnelltests sollen lsowohl für Verbraucher und auch für Großkunden „niedrigschwellig erreichbar“ sein. 

Corona-Selbsttest aus dem Supermarkt: Experten sind kritisch

Update vom Freitag, 26.02.2021, 14.58 Uhr: Das Robert Koch-Institut hat vor einer Überschätzung von Selbsttests in der Pandemie-Bekämpfung gewarnt. „Selbsttests sind keine Wunderwaffe“, sagte RKI-Präsident Lothar Wieler. Die Erwartung, dass man sich für bestimmte Situationen „freitesten“ könne, sei nicht hundertprozentig zu erfüllen.

Ein negatives Ergebnis sei eine Momentaufnahme. „Man kann trotzdem infiziert sein und andere anstecken“, betonte RKI-Chef Wieler. Deshalb sei es wichtig, sich und andere auch weiter durch Abstandhalten, Maskentragen, Hygiene und Lüften zu schützen. Schnelltests seien aber ein Werkzeug bei der Eindämmung der Pandemie, sagte Wieler. „Das mächtigste Werkzeug neben uns selbst sind die Impfungen“, sagte Wieler.

TestHersteller
Rapid SARS-CoV-2 Antigen Test CardXiamen Boson Biotech Co., Ltd, Xiamen, China
LYHER Covid-19 Antigen Schnelltest (Nasal)Hangzhou Laihe Biotech Ltd. Co., Hangzhou, China
CLINITEST Rapid COVID-19 Self-TestHealgen Scientific LLC, Houston, USA

Corona-Selbsttest: Kritik an später Zulassung

Erstmeldung vom Donnerstag, 25.02.2021: Kassel - Im Kampf gegen das Coronavirus setzen Bund und Länder neben den Impfungen nun auch auf frei verkäufliche Selbsttests. Nach Angaben von Bundesgesundheitsminister Jens Spahn (CDU) sollen die ersten drei Tests in den nächsten Tagen in Supermärkten, Apotheken und Drogeriemärkten zu kaufen sein. Weitere sollen in der nächsten Woche folgen.

Zuletzt hatte es wegen der Verzögerungen sowohl bei den Impfungen als auch bei der Zulassung von Tests zunehmend Kritik gehagelt. Nach Angaben des Robert Koch-Instituts wurden bis einschließlich Dienstag (23.02.2021) bundesweit 5,4 Millionen Impfdosen gespritzt. Tests sind in anderen Ländern schon seit längerer Zeit auf dem Markt. Spahn erklärte dies damit, dass die Zuverlässigkeit genau geprüft werden müsse. Im ZDF sagte er: „Zu viele falsche Ergebnisse können fatale Folgen haben.“

Corona-Selbsttest in Deutschland: Abstrich aus dem Nasenbereich

Die Selbsttests funktionieren anders als die herkömmlichen Tests. Anstatt eines unangenehmen Abstrichs von Rachen und Nase müssen Proben mit einem Abstrich im vorderen Nasenbereich genommen werden. Wie viele Tests genau verfügbar sein und wie viel sie kosten werden, ist unklar.

Corona in Deutschland: Experten äußern sich skeptisch

Experten zeigen sich den Selbsttests gegenüber skeptisch. Im Gespräch mit dem Spiegel sagte Matthias Orth, Chefarzt des Instituts für Labormedizin am Marienhospital Stuttgart: „Unsere Befürchtung ist, dass mit der falschen Sicherheit der Schnelltests die Menschen die Vorsichtsmaßnahmen nicht mehr so ernst nehmen und dass dann, gerade auch wegen der ansteckenderen Mutanten, die Infektionen wieder massiv zunehmen“. Auch eine falsche Anwendung des jeweiligen Produkts könnte zu einem falschen Ergebnis führen.

Laut Bundeskanzlerin Angela Merkel (CDU) werden mögliche Lockerungen der Corona-Maßnahmen auch mit der Nutzung von Schnelltests verbunden sein. „Eine intelligente Öffnungsstrategie ist mit umfassenden Schnelltests, gleichsam als Freitesten, untrennbar verbunden“, sagte sie der FAZ am Donnerstag (25.02.2021).

Deutschland: Corona-Lockerungen im März?

„Wie lange es dann dauert, bis ein solches System installiert ist, kann ich auf den Tag genau noch nicht sagen. Es wird aber im März sein.“ Am 3. März treffen sich Bund und Länder erneut, um über das weitere Vorgehen zu debattieren.

Finanzminister Olaf Scholz (SPD) macht indes Hoffnungen auf einen Sommer im Biergarten und Stadionbesuche. Ein dauerhafter Corona-Lockdown sei nicht sinnvoll. Alle neuen Corona-Infos aus Deutschland im News-Ticker. (Luisa Ebbrecht, Lucas Maier, Sandra Böhm, Jan, Wendt, Sarah Neumeyer mit dpa)

Rubriklistenbild: © Christophe Gateau/dpa

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