Medizinische Behandlungen

3G und 2G in Arztpraxen: Dürfen Corona-Ungeimpfte abgewiesen werden?

Nur noch geimpft, genesen oder getestet zum Arzt? Das Bundesgesundheitsministerium lehnt 3G und 2G-Regelungen deutlich ab. (Symbolbild)
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Nur noch geimpft, genesen oder getestet zum Arzt? Das Bundesgesundheitsministerium lehnt 3G und 2G-Regelungen deutlich ab. (Symbolbild)

Manche Arztpraxen würden in der Corona-Pandemie gerne 3G- oder 2G-Regeln einführen. Doch ist das überhaupt erlaubt? Das Gesundheitsministerium äußert sich.

Kassel – Angesichts steigender Corona*-Infektionen wollen immer mehr Mediziner eine 3G oder gar 2G-Regelung in Arztpraxen einführen. Das Gesundheitsministerium unterstütze diese Pläne nicht und wolle dagegen vorgehen.

Einem Bericht von welt.de zufolge dürfen Arztpraxen solche Regeln nicht zu einer Voraussetzung für medizinische Behandlungen machen. „Vertragsärzte sind verpflichtet, Patientinnen und Patienten zu behandeln“, sagte ein Sprecher des Bundesgesundheitsministeriums.

Corona-Regeln beim Arzt: Darf 3G und 2G in Praxen umgesetzt werden?

Die Behandlung dürfe nicht nur mit einem negativen Test, einer vollständigen Corona-Impfung oder Genesung ermöglicht werden. In einigen Regionen von Rheinland-Pfalz habe es bereits einige Beschwerden über Praxen gegeben, da nur geimpfte, genesene oder getestete Personen zugelassen worden wären. Darüber informiert das rheinland-pfälzische Gesundheitsministerium. Auch ein Arzt aus Niedersachsen stellt auf 2G um und möchte künftig nur noch Corona-Geimpfte - und Genesene* behandeln.

Die Kassenärztliche Bundesvereinigung (KBV) verweist jedoch auf Alternativen zur 3G oder 2G-Regelung. „Die Praxen dürfen organisatorisch regeln, dass ungeimpfte und ungetestete Patienten beispielsweise während speziell eingerichteter Sprechzeiten behandelt werden“, sagte ein Sprecher gegenüber welt.de. Somit wird keiner Patientin und keinem Patienten grundsätzlich der Besuch bei Ärzten verwehrt.

Dass die Praxen die Patientinnen und Patienten sowie das Personal vor Ort schützen wollen, sei verständlich und nachvollziehbar. Allerdings könnten Ärzte aber „eine Behandlung nicht von der Einhaltung der 3G-Regel abhängig machen“, hieß es von der KBV weiter. (Alina Schröder) *hna.de ist ein Angebot von IPPEN.MEDIA.

Manche Bundesländer setzen inzwischen auf eine 2G-Regel und wollen diese auf mehrere Bereiche ausweiten.

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