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Astrazeneca-Vakzin: Wirksamkeit des Impfstoffs bei Corona-Mutanten?

Gegenüber einer Corona-Mutante soll Wirksamkeit von Astrazeneca verringert sein. Es gibt jedoch bereits mögliche Lösungsansätze. Alle News im Ticker.

  • Deutschland hatte die Corona-Impfungen mit dem Astrazeneca-Impfstoff zeitweise gestoppt. Eine Youtuberin wettert gegen das Vorgehen der Regierung.
  • Gegenüber der südafrikanischen Mutante sollen Impfstoffe nur verringert wirksam sein.
  • Corona-News: An einem dänischen Krankenhaus sind zwei Mitarbeiter nach der Impfung an Thrombosen erkrankt.
  • Dieser Ticker ist beendet - weitere Infos zum Impfstoff von Astrazeneca gibt es hier.

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+++ 17.38 Uhr: Astrazeneca wird in Deutschland wieder verimpft. Trotzdem stehen einige Menschen und Mediziner dem Vakzin kritisch gegenüber. Für weiteren Diskussionsstoff sorgt nun die Meldung, verschiedene Impfstoffe seien gegen die Corona-Varianten nicht wirksam genug. Der Aufbau einer Herdenimmunität sei so nicht mehr möglich.

Astrazeneca zeigt zum Beispiel gegenüber der südafrikanischen Mutante eine vergleichsweise geringe Wirkung. Auch die Impfstoffe von Johnson & Johnson und Novavax, der derzeit von der Europäischen Arzneimittelagentur (EMA) geprüft wird, haben laut einem Beitrag des Deutschlandfunks bei der Variante B.1.351 nur eine verringerte Wirksamkeit von 50 bis 60 Prozent.

Erneut sind zwei Todesfälle im Zusammenhang mit einer Thrombose nach der Impfung mit Astrazeneca gemeldet worden - zudem werfen aktuelle Studien die Frage auf, ob die Impfstoffe gegen die Corona-Mutanten wirksam genug sind. (Symbolbild)

Astrazeneca: Kombination mit einem anderen Corona-Impftstoff könnte Wirksamkeit erhöhen

Dennoch bedeutet eine verringerte Wirksamkeit gegen die Corona-Mutanten nicht, dass die derzeit zugelassenen Impfstoffe bald überflüssig sind. Um die Wirksamkeit möglicherweise zu erhöhen, gibt es zwei potenzielle Ansätze. Einerseits könnte eine sogenannte Booster-Impfung vorgenommen werden. Dabei wird nach den üblichen zwei Impfdosen noch eine dritte Impfung verabreicht, um die Anzahl der Antikörper zu steigern. Bei anderen Impfstoffen seien hier schon Erfolge gemeldet worden.

Die andere Möglichkeit ist das sogenannte „Mix & Match“. Wie der Name schon sagt, werden hier verschiedene Impfstoffe miteinander kombiniert. Inzwischen laufen bereits Studien dazu, ob und wie eine Kombination der Impfstoffe von Astrazenca und Biontech/Pfizer die Wirksamkeit erhöhen kann. Ursprünglich sollte diese Methode Lücken in der Impfstoffversorgung überbrücken, jedoch könnte eine Kombination mehrerer Impfstoffe die Wirksamkeit erhöhen, da jedes Vakzin eine andere Immunantwort hervorruft. Ergebnisse dieser Studien liegen jedoch noch nicht vor.

Astrazeneca: Neue Thrombose-Fälle nach Impfung - Krankenhaus-Mitarbeiter gestorben

Update vom Montag, 22.03.2021, 9.35 Uhr: Dänemark hat am Samstag (20.03.2021) zwei neue Fälle von schweren Thrombosen gemeldet, die nach einer Impfung mit Astrazeneca aufgetreten sind. Das berichtet der Spiegel und beruft sich dabei auf dänische Medien. Zuerst hatte die dänische Zeitung Ekstra Bladet über die beiden Fälle berichtet.

Es sollen sich demnach um zwei Menschen handeln, die in einem dänischen Krankenhaus gearbeitet haben. Die dänische Arzneimittelbehörde bestätigte laut dem Spiegel beide Fälle auf Twitter, nannte jedoch keine weiteren Details. Laut den dänischen Medien starb ein Betroffener offenbar an den Folgen einer Hirnthrombose. Ekstra Bladet berichtet, dass es sich bei einem der beiden Personen um eine 30-jährige Frau handeln soll. Beide Krankenhausmitarbeiter seien weniger als 14 Tage vor dem Auftreten von Symptomen mit dem Astrazeneca-Impfstoff geimpft worden sein.

Astrazeneca: Krankenschwester stirbt nach Corona-Impfung – Experten bestätigen Zusammenhang

Update vom Sonntag, 21.03.2021, 16.48 Uhr: Ein Fall aus Österreich machte Anfang März Schlagzeilen: Eine Krankenschwester war nach der Impfung mit Astrazeneca gestorben. Zunächst war ein Zusammenhang mit der Corona-Impfung unklar, doch jetzt steht offenbar fest: Auslöser für den Tod der Krankenschwester ist wohl tatsächlich der Astrazeneca-Impfstoff, berichtet merkur.de.

In einem Klinikum in Zwettel in Österreich hatte es gleich zwei beunruhigende Fälle nach einer Impfung mit dem Astrazeneca-Vakzin gegeben. Die zwei Krankenschwestern hatten beide eine Corona-Impfung aus derselben Charge des Astrazeneca-Impfstoffs bekommen. Eine 49-jährige Krankenschwester starb zehn Tage nach der Impfung, ihre 35-jährige Kollegin hatte mit einer Lungenembolie zu kämpfen. Obwohl ein Zusammenhang zunächst unklar war, stoppte Österreich daraufhin Impfungen mit Astrazeneca.

Tod nach Astrazeneca-Impfung: Forscher hatten Zugriff auf Blutprobe der Krankenschwester

Unter Berufung auf das Uniklinikum AKH Wien berichtet das österreichische Nachrichtenportal NÖN, dass die Experten offenbar zu der gleichen Erkenntnis wie die Forscher aus Greifswald gekommen sind. „Da kamen uns die Deutschen zuvor“, zitiert NÖN eine namentlich nicht genannte Quelle aus dem Wiener AKH laut merkur.de. Die Forscher hatten am Freitag einen Zusammenhang zwischen einer Impfung mit dem Astrazeneca-Vakzin und den schweren Hirnthrombosen bestätigt (siehe Update vom Freitag, 19.03.2021, 10.23 Uhr).

Für die Forschung hatten die Mediziner aus Greifswald auch Zugriff auf die Blutproben der verstorbenen Krankenschwester aus Österreich. „Die Ursache dürfte so stimmen“, bestätigte Karin Fehringer, die Sprecherin des AKH, gegenüber Krone.at. Trotzdem solle eine Untersuchung durch unabhängige Experten den Fall weiter untersuchen, die Ergebnisse der Obduktion würden ebenfalls noch einige Wochen dauern. In Bezug auf schwere Nebenwirkungen, sagte Sabine Eichinger von der AKH Wien gegenüber dem ORF: „Dieses Ereignis ist sehr, sehr selten und wird nur bei ganz wenigen Patienten vorkommen.“

Astrazeneca: Youtuberin informiert über Sicherheit des Impfstoffs - und wettert gegen Bundesregierung

Update vom Samstag, 20.03.2021, 16.30 Uhr: Nachdem der Astrazeneca-Impfstoff in zahlreichen Ländern aufgrund von Hirnthrombosen für kurze Zeit gestoppt wurde, herrscht bei vielen Menschen nun Unsicherheit. Doch ist diese auch begründet? Die deutsche Wissenschaftsjournalistin und Youtuberin Mai Thi Nguyen-Kim, bekannt als Moderatorin von „maiLab“, beschäftigt sich mit der Frage „Wie sicher ist Astrazeneca wirklich?“

Ja, wie sicher ist denn nun das Corona-Vakzin? Nguyen-Kim klärt auf, dass mit jedem weiteren Impfstoff dasselbe passieren kann, was gerade mit Astrazeneca* passiert. Um dies zu verstehen, brauche man grundlegendes Wissen zu einer Impfstoff-Zulassung. Sie betont, dass Impfstoffe „immer mit einem gewissen Restrisiko zugelassen“ würden.

Äußert Kritik an der Bundesregierung: Youtuberin und Wissenschaftlerin Kim Thi Nguyen-Kim spricht bei „maiLab“ über den Astrazeneca-Impfstopp. (Screenshot)

Astrazeneca: Youtuberin und Wissenschaftlerin nimmt Stellung zum Impfstopp

Laut Nguyen-Kim müsse man beobachten, ob Beschwerden und Todesfälle häufiger als sonst vorkommen. Inwiefern die Hirnthrombosen mit einer Impfung des schwedisch-britischen Wirkstoffs Astrazeneca zusammenhängen, wird von der Europäischen Arzneimittelbehörde (EMA) weiter geprüft. Eine Überprüfung des Vakzins sei laut der Youtuberin vollkommen richtig.

Doch die EMA stellte auch klar: Selbst wenn es einen Zusammenhang zwischen den Sinusvenenthrombosen und dem Astrazeneca-Impfstoff gebe, stehe dieses Risiko in keinem Verhältnis zu dem des Coronavirus. Nguyen-Kim betont, dass täglich „Tausende an und mit Covid-19“ sterben. Laut ihr sei es deshalb die richtige Entscheidung, die Impfungen mit dem Vakzin nach der EMA-Prüfung wieder aufzunehmen.

Astrazeneca-Impfstopp: Fehlende Erklärungen „unmöglich“ - Youtuberin wettert gegen Bundesregierung

Doch die Youtuberin äußert auch harsche Kritik an der Bundesregierung: Sie fände es „unmöglich“, dass ein Astrazeneca-Impfstopp durchgeführt wurde, „ohne ausführliche Erklärungen mitzuliefern“. „Es kann doch nicht sein, dass Zeitungsartikel oder Twitter-Threads ausführlichere Erklärungen liefern als offizielle Stellen“, wettert sie weiter. Dadurch würden Verunsicherungen in der Bevölkerung besonders angestoßen werden. „Aufklärung ist eine der wichtigsten Maßnahmen für diese Pandemie“, sagt Nguyen-Kim abschließend.

Astrazeneca-Vizechef warnt vor Lieferengpässen - „Definitive Zusagen“ seien schwierig

+++ 17.38 Uhr: Der deutsche Astrazeneca-Vizechef, Klaus Hinterding, hat vor weiteren Lieferproblemen bei dem Impfstoff gewarnt. Er könne nichts versprechen, sagte der stellvertretende Konzernchef im RBB-Inforadio mit Blick auf die künftigen Liefermengen. Er sagte weiter, dass schwierig sei, „definitive Zusagen zu machen bei einem so komplexen Prozess wie der Herstellung eines Impfstoffes“.

Es wundere ihn „überhaupt nicht“, dass es dort auch mal Schwierigkeiten bei der Produktion des Impfstoffes gebe. Der Konzern kommuniziere „mit den entsprechenden Behörden transparent über Liefermengen, damit Sicherheit besteht und die zugesagten Impfungen auch verimpft werden können“, sagte Hinterding. In der EU steht der Konzern derzeit wegen massiver Lieferprobleme in der Kritik.

In Deutschland wird wieder mit Astrazeneca geimpft: Sowohl WHO als auch EMA und Stiko haben grünes Licht gegeben. Zudem haben Forscher wohl die Ursache für die Thrombosen als Nebenwirkung des Impfstoffs gefunden. (Symbolbild)

Astrazeneca: Auch Stiko gibt Empfehlung für den Corona-Impfstoff

Nach die Europäische Arzneimittelagentur (EMA) schon am gestrigen Donnerstag (18.03.2021) wieder grünes Licht für den Impfstoff von Astrazeneca gegeben hat, kommt jetzt auch die Ständige Impfkommission (Stiko) in Deutschland zu dem Schluss, dass der Astrazeneca-Impfstoff gegen das Coronavirus wieder verimpft werden kann. „Der Nutzen der Impfung überwiegt die gegenwärtig bekannten Risiken“, teilte die STIKO mit.

Die Kommission werde alle zu erwartenden Daten „genau verfolgen, fortlaufend prüfen und bewerten“, so die Stiko. Für den Fall, dass es notwendig werde, die Gruppen, die für den Astrazeneca-Impfstoff als geeignet angesehen werden, einzuschränken, werde die Kommission das in einer aktualisierten Impfempfehlung berücksichtigen und umgehend bekannt machen.

Impfstoff von Astrazeneca: Forscher finden Grund für Thrombosen - Erster Ministerpräsident geimpft

+++ 15.26 Uhr: Der erste Ministerpräsident eines Bundeslandes in Deutschland ist gegen das Coronavirus geimpft. Der baden-württembergische Regierungschef Winfried Kretschmann (Grüne) ließ sich am Freitag (19.03.2021) in einem Impfzentrum in Stuttgart mit dem gerade wieder zugelassenen Astrazeneca-Impfstoff impfen. Da er 72 Jahre als ist, ist er impfberechtigt. Man habe den Termin bereits vergangene Woche vereinbart, sagte sein Sprecher.

Corona in Baden-Württemberg: Ministerpräsident Winfried Kretschmann (Bündnis 90/Die Grünen) wurde am Freitag als erster deutscher Regierungschef geimpft - mit dem Impfstoff von Astrazeneca.

Astrazeneca: Abgesagte Impftermine in Hessen werden bevorzugt nachgeholt

Hessen und andere Bundesländer impfen seit dem heutigen Freitag (19.03.2021) wieder mit dem Astrazeneca-Impfstoff. In Hessen soll es mit den priorisierten Gruppen der Lehrkräfte und Erzieher weiter gehen. Die für Freitag angesetzten Sammeltermine für diese Berechtigten können laut dem Innenministerium in Wiesbaden wieder wahrgenommen werden.

Risikogruppen können sich ab dem morgigen Samstag (20.03.2021) wieder in den 28 hessenweiten Impfzentren impfen lassen. Wer einen Termin über die Telefon-Hotline oder den Online-Impfterminservice gebucht und übermittelt bekommen habe, werde seine Impfung im zuständigen Impfzentrum erhalten, so das Ministerium weiter.

Rund 24.000 Impftermine wurden in Hessen laut der Mitteilung zwischen dem 15. und 19. März 2021 abgesagt. Die betroffenen Bürger würden, sobald es möglich ist, Ersatztermine erhalten. Zudem sollen sie bei der weiteren Terminvergabe vorrangig behandelt werden und noch in der kommenden Woche weitere Informationen zu ihren persönlichen Impfterminen erhalten.

Astrazeneca: Bundesländer nehmen Impfungen mit dem Vakzin wieder auf

Auch in anderen Bundesländern wird wieder mit dem Astrazeneca-Impfstoff geimpft, darunter sind Niedersachsen, Brandenburg, Hamburg, Berlin und Nordrhein-Westfalen. Hamburg habe anders als andere Länder fast keine Impftermine abgesagt, Gesundheitssenatorin Melanie Leonhard (SPD). Stattdessen seien 23.000 Impftermine umgeplant worden. Statt Astrazeneca erhielten die Impfwilligen demnach Impfstoffe von Biontech/Pfizer und Moderna. „Wir haben in Hamburg in den vergangenen Tagen 18.000 Impfungen durchgeführt“, sagte Leonhard.

In Niedersachsen seien wegen des Astrazeneca-Impfstopps rund 11.000 Termine nach Angaben einer Ministeriumssprecherin ausgefallen. Sämtliche dieser Termine würden in der Woche nach Ostern nachgeholt. Die Betroffenen würden von Freitag an benachrichtigt und bekämen automatisch eine neue Terminbestätigung. 

Impfstoff von Astrazeneca: Durchbruch? Forscher finden Ursache für Thrombose

Update vom Freitag, 19.03.2021, 10.23 Uhr: Das Impfen mit dem Astrazeneca-Impfstoff wurde zeitweise in Deutschland gestoppt, weil es zu mehreren Fällen von gefährlichen Hirnvenenthrombosen gekommen war. Inzwischen hat nach der WHO auch die Europäische Arzneimittel-Agentur (EMA) wieder grünes Licht für das Vakzin gegeben. Und nun kommt der nächste Durchbruch: Forscher der Universitätsmedizin Greifswald (UMG) haben offenbar die Ursache für die mögliche Thrombose als Nebenwirkung gefunden.

Wie NDR.de unter Berufung auf NDR 1 Radio MV berichtet, haben sich die Forscher direkt nach dem Impfstopp in Deutschland an das Paul-Ehrlich-Institut (PEI) gewandt und haben die Blutproben von sechs Thrombosepatienten bekommen.

Die Unimedizin Greifswald hat nach eigenen Angaben die Ursache für die Hirnthrombosen nach einer Astrazenca-Impfung gefunden. Und schon eine Therapie für die Thrombose entwickelt. (Symbolbild)

Durchbruch bei Astrazenca: Forschende der Uni Greifswald finden Ursache für Thrombose

Bei der Untersuchung der Proben hat das Forschungsteam, das aus Professor Andreas Greinacher und weiteren Experten der Unimedizin Greifswald und österreichischen Ärzten bestand, herausgefunden, warum es bei einigen Menschen zur Bildung der Thrombosen kommt. In seltenen Fällen werde laut der Unimedizin Greifswald ein Abwehrstoff nach der Impfung gebildet, der bei diesen Menschen die Blutplättchen (Thrombozyten) aktiviert. Im Normalfall passiert das im Körper nur bei der Wundheilung, wenn das Blut gerinnt und die Wunde heilt.

Bei einigen Menschen werde aber dieser Mechanismus durch die Impfung in Gang gesetzt, der dann zu der Bildung von Blutgerinnseln im Gehirn führe. Dadurch dass die Ursache so klar definiert wurde, habe die Unimedizin mit den europäischen Wissenschaftlern und dem PEI auch schon eine Therapie entwickelt. Betroffene können demnach mit einem Wirkstoff behandelt werden, der gezielt gegen die Thrombosen hilft.

Astrazenca: Es gibt eine Therapie bei auftretender Thrombose

Auf der Webseite der Unimedizin heißt es: „Die Komplikationen nach Impfung mit dem Astrazeneca-Impfstoff sind erforscht und es wurde eine Therapie entwickelt.“ Weiteren Impfungen mit Astrazeneca stehe somit nichts mehr im Wege. Die Ergebnisse der Behandlungsmöglichkeit seien schon breit gestreut an Kliniken übermittelt worden, sodass wieder mit Astrazeneca geimpft werden könne und auftretende Fälle direkt behandelt werden könnten.

Vorsorglich könne das Anti-Thrombose-Mittel nicht verabreicht werden. Erst nach dem Auftreten und der Bildung von Blutgerinnseln könne der Wirkstoff an die Patienten gegeben werden. Die Ergebnisse der Greifswalder Studie werden laut NDR.de noch im Fachmagazin The Lancet veröffentlicht.

Astrazeneca: EMA gibt grünes Licht - Impfungen in Deutschland ab Freitag

+++ 20.23 Uhr: Die zunächst ausgesetzten Corona-Impfungen mit dem Präparat von Astrazeneca sollen in Deutschland wieder aufgenommen werden - aber mit einem neuen Warnhinweis.

Ziel sei, dass an diesem Freitag wieder mit dem Spritzen des Wirkstoffs begonnen werden könne, teilte Bundesgesundheitsminister Jens Spahn (CDU) am Donnerstag nach einem entsprechenden Votum der Europäischen Arzneimittelbehörde (EMA) und Beratungen mit den Ländern mit.

Astrazeneca: EMA gibt grünes Licht für Impfstoff - aber Warnhinweis zu Thrombosen

+++ 17.21 Uhr: Der Corona-Impfstoff von Astrazeneca ist aus Sicht der Europäischen Arzneimittelbehörde (EMA) sicher. Das teilte die Behörde laut Informationen der dpa am Donnerstag in Amsterdam mit. Es werde aber eine extra Warnung vor möglichen seltenen Blutgerinnseln (Thrombosen) in Hirnvenen bei den möglichen Nebenwirkungen aufgenommen.

Zuvor hatte sich Großbritanniens Arzneimittelbehörde MHRA ebenfalls geäußert. Die Behörde erklärte, dass Belege nicht darauf hindeuten, dass der Impfstoff von Astrazeneca Blutgerinnsel verursacht. Man untersuche aber eine sehr seltene und spezielle Art von Blutgerinnseln in Hirnvenen. „Die verfügbaren Beweise deuten nicht darauf hin, dass Blutgerinnsel in Venen durch den Covid-Impfstoff von Astrazeneca verursacht werden“, teilte die MHRA laut der Tagesschau mit. „Eine weitere, detaillierte Überprüfung von fünf britischen Berichten über eine sehr seltene und spezifische Art von Blutgerinnseln in den Hirnvenen, die zusammen mit verminderten Blutplättchen auftraten, ist im Gange.“

Astrazeneca: Weitere Thrombose-Fälle - EMA will sich heute äußern

+++ 15.40 Uhr: Nach dem vorsorglichen Impfstopp mit dem Astrazeneca-Vakzin sind nun weitere Vorfälle in Deutschland bekannt geworden. Inzwischen gebe es nun insgesamt 13 gemeldete Fälle von Thrombosen in Hirnvenen in zeitlichem Zusammenhang zu den Corona-Impfungen, so das Bundesgesundheitsministerium. Drei Patienten seien bisher gestorben.

Bei den betroffenen Patienten handele es sich um zwölf Frauen sowie einem Mann im Alter zwischen 20 und 63 Jahren. Am Montag (15.03.2021) sind die Impfungen mit dem britisch-schwedischen Impfstoff angesichts derartiger Vorfälle vorsorglich ausgesetzt worden - damals gab es sieben Fälle. Die Europäische Arzneimittelbehörde (EMA) will am heutigen Donnerstag voraussichtlich eine Einschätzung zum weiteren Vorgehen mitteilen.

Trotz Astrazeneca-Kontrovese: Corona-Impfbereitschaft der Deutschen leidet kaum

+++ 14.06 Uhr: Einer aktuellen Forsa-Umfrage zufolge würden sich nach einer Aufhebung des Impfstopps 63 Prozent der Impfwilligen mit Astrazeneca impfen lassen. Nur ein Drittel der Befragten gibt hingegen an, das Vakzin lieber nicht erhalten zu wollen. Auch das Alter der Befragten spielte bei der von RTL und n-tv in Auftrag gegebenen Umfrage eine große Rolle: Während vor allem bei jungen Menschen (18- bis 29-Jährige) eine große Akzeptanz von Astrazeneca herrscht, sinkt diese vor allem bei den 45- bis 59-Jährigen.

Den Impfstopp selbst bewertet eine knappe Mehrheit der Befragten mit 54 Prozent als verantwortungs- und sinnvoll. Als übertrieben erachten diesen Schritt hingegen 39 Prozent. Personen, die eine Corona-Impfung generell ablehnen, machen einen Anteil von 7 Prozent aus.

Corona: Experten rechnen mit eingeschränkter Empfehlung von Astrazeneca-Impfstoff

Experten gehen indes davon aus, dass die Europäische Arzneimittelbehörde (EMA) eine eingeschränkte Empfehlung für eine weitere Verwendung des Corona-Impfstoffs aussprechen wird. Der Impfstoff von Astrazeneca könnte dann bestimmten Personen nicht mehr verabreicht werden - ganz egal, ob impfwillig oder nicht.

„Wir erwarten (...), dass die EMA wahrscheinlich einen Warnhinweis ergänzend aufnehmen wird, und zwar dahingehend, dass Patientinnen und Patienten mit Blutgerinnungsstörungen und Einnahme von Kontrazeptiva, also Antibabypille, hier von der Impfung ausgenommen werden sollten“, so Alexander Ehlers, Fachanwalt für Medizinrecht an der privaten EBS Universität für Wirtschaft und Recht, am Donnerstag (18.03.2021) im Deutschlandfunk.

Astrazeneca-Impfstopp: EMA will über Corona-Vakzin beraten

+++ 11.19 Uhr: Die Europäische Arzneimittelbehörde (EMA) möchte sich am heutigen Donnerstag (18.03.2021) in einer Sondersitzung beraten, ob der Corona-Impfstoff von Astrazeneca weiterverwendet werden kann. Im Anschluss wird eine abschließende Empfehlung erwartet, da sich die EMA zuletzt noch zuversichtlich geäußert hatte. Demnach seien die Vorteile zur Verhinderung von weiteren Covid-19-Infektionen größer als das Risiko einer Thrombose.

In der Bundesrepublik will man sich nach der EMA-Empfehlung richten, darüber hinaus sollen aber auch die Beratungen der Ständigen Impfkommission (STIKO) und des Paul-Ehrlich-Instituts (PEI) eine Rolle spielen, so das Gesundheitsministerium. Erst danach entscheide die Bundesregierung, wie mit dem Vakzin weiter verfahren werde.

Mögliche Nebenwirkungen nach Corona-Impfungen: Experten mit geteilten Meinungen zu Astrazeneca-Impfstopp

Kritische Stimmen ärgern sich über den Astrazeneca-Impfstopp in Deutschland. Dies zerstöre nur Vertrauen. So schlugen bereits Grünen- und FDP-Politiker vor, dass man sich nach einer Risikoaufklärung trotzdem mit dem britisch-schwedischen Vakzin impfen lassen sollte. Auch der niedersächsische Ministerpräsident Stephan Weil verurteilt den Impf-Stopp als unnötige Verunsicherung und würde sich „sofort“ mit Astrazeneca impfen lassen. Das Bundesgesundheitsministerium verteidigt hingegen den Stopp. Seit Freitag (12.03.2021) wurden drei neue Fälle von Hirnvenen-Thrombosen nach einer Astrazeneca-Impfung gemeldet - gerade die Vorsicht der Politik solle nun für Vertrauen sorgen.

Frank Bergmann, Chef der Kassenärztlichen Vereinigung Nordrhein, hält zudem eine Einschränkung der Zulassung des Corona-Impfstoffs für möglich. Derzeit prüften die Experten, ob es einen Zusammenhang zwischen der Einnahme von Verhütungsmitteln, Rauchen und Impfen gebe, so Bergmann gegenüber der Rheinischen Post. Sollte sich in diese Richtung etwas abzeichnen, könnte es eine Zulassung mit Einschränkungen geben - „etwa nur für bestimmte Altersgruppen oder beispielsweise ohne gleichzeitige Nutzung der Pille“.

WHO empfiehlt weitere Corona-Impfungen mit Astrazeneca - Folgt die Empfehlung der EMA?

Update vom Donnerstag, 18.03.2021, 06.36 Uhr: Besteht die Gefahr von schweren Nebenwirkungen beim Impfstoff von Astrazeneca, oder nicht? Die Weltgesundheitsorganisation (WHO) hatte bereits am Mittwoch (17.03.2021) empfohlen, das Impfen mit dem Impfstoff während der Überprüfung fortzusetzen. Der Nutzen würde die Risiken übersteigen, hieß es seitens der WHO.

Auch die Europäische Arzneimittel-Agentur (EMA) scheint laut ersten Meldungen in diese Richtung zu tendieren. Die Entscheidung zum Impfstoff von Astrazeneca wird am heutigen Donnerstag (18.03.2021) erwartet. Direkt im Anschluss soll dann auch der verschobene Impfgipfel mit Kanzlerin Angela Merkel und den Länderchefs und -chefinnen stattfinden, bei dem die weitere Impfstrategie in Deutschland besprochen werden soll.

Astrazeneca-Stopp in Deutschland: WHO empfiehlt die Fortsetzung der Impfungen

+++ 15.35 Uhr: Die Weltgesundheitsorganisation (WHO) empfiehlt vorerst, weiterhin mit dem Astrazeneca-Impfstoff zu impfen. „Die WHO ist der Meinung, dass die Vorteile die Risiken überwiegen“, teilte die Organisation am Mittwoch (17.03.2021) in Genf mit.

Nach dem Auftreten einiger schwerer Hirnvenenthrombosen wurde auf Anraten des Paul-Ehrlich-Institutes (PEI) das Impfen mit dem Impfstoff von Astrazeneca in Deutschland vorerst gestoppt. Tausende Impftermine waren von dem Stopp betroffen, die zunächst abgesagt und/oder umgelegt werden mussten. Auch der für den heutigen Mittwoch (17.03.2021) geplante Impfgipfel mit Angela Merkel und den Regierungschefs und Regierungschefinnen der Länder wurde deshalb verschoben. Am Donnerstag wird nun der abschließende Bericht und die Empfehlung der Europäischen Arzneimittel-Behörde (EMA) zu Astrazeneca erwartet.

Nach Astrazeneca-Stopp: Schwere Nebenwirkungen bei der Corona-Impfung? Rumänien impft wieder

Update vom Mittwoch, 17.03.2021, 13.25 Uhr: Rumänien hatte in der vergangenen Woche das Impfen der Menschen mit einer Charge des Astrazeneca-Vakzins gestoppt. Grund dafür war, dass in Italien Menschen, die mit der gleichen Charge geimpft wurden, gestorben waren.

Deutschland, Frankreich und Spanien haben ihre Impfungen pausiert. So war es auch in Rumänien gewesen - doch nun hat das Land das Impfen mit Astrazeneca wieder aufgenommen. Auch Belgien und Griechenland impfen weiter mit diesem Vakzin.

Nach Astrazeneca-Stopp: Schwere Nebenwirkungen bei der Corona-Impfung? - EMA äußert sich

+++ 16.30 Uhr: In einer Pressekonferenz hat sich nun die Europäische Arzneimittel-Agentur EMA zu dem aktuellen Prüfverfahren des Astrazeneca Vakzins geäußert. Derzeit überwiege der Nutzen der Corona-Impfung gegenüber einem möglichen Risiko, so Emer Cooke, Leiterin der Behörde. Eine abschließende Bewertung sei ohne weitere wissenschaftliche Fakten allerdings nicht möglich.

Derzeit wird untersucht, ob die gemeldeten Thrombosen eine Nebenwirkung der Corona-Impfung mit dem Vakzin von Astrazeneca sind. Bisher gibt es für diese Annahme keinerlei Beweise. Eine Einschätzung zu möglichen Risiken und einer möglichen Weiterverwendung des Impfstoffes soll es am Donnerstag (18.03.2021) geben, so die Arzneimittelbehörde. Bei weiteren Informationen zur Sicherheit des Impfstoffes werde die Öffentlichkeit umgehend informiert.

Nach Astrazeneca-Stopp: Schwere Nebenwirkungen bei der Corona-Impfung? - Impfgipfel verschoben

+++ 11.59 Uhr: Der Impfstoff-Stopp von Astrazeneca in Deutschland hat auch weitreichende Konsequenzen: Jetzt wurde auch der für Mittwoch (17.03.2021) geplante Impfgipfel mit Angela Merkel verschoben.

Eigentlich wollten sich der Bund und die Länder-Chefs virtuell treffen, um bei der Corona-Impfstrategie nachzujustieren. Doch die Konferenz wurde nun verschoben, wie ein Regierungssprecher bekannt gab. Man wolle nach den Meldungen über Nebenwirkungen zunächst die Ergebnisse der Überprüfung durch die Europäische Arzneimittel-Agentur (EMA) abwarten. Diese werden für Donnerstag (18.03.2021) erwartet.

Nach Astrazeneca-Stopp in Deutschland: Nun auch Impfgipfel gestoppt

Bei der Konferenz sollte es in erster Linie auch um die Verabreichung von Corona-Impfungen bei Hausärzten gehen. Hierfür war vor allem der Impfstoff des Herstellers Astrazeneca vorgesehen, da dieser nicht so stark gekühlt werden muss wie die Impfstoffe von Biontech/Pfizer und Moderna.

Astrazeneca-Stopp in Deutschland: Auch Blutungen als schwere Nebenwirkung möglich?

Update vom Dienstag, 16.03.2021, 07.45 Uhr: Nachdem die Bundesregierung das Impfen mit dem Corona-Impfstoff von Astrazeneca auf Empfehlung des Paul-Ehrlich-Instituts (PEI) vorübergehend gestoppt hat, werden nun noch weitere Meldungen von schweren Nebenwirkungen mit dem Impfstoff bekannt.

Nach Medienberichten soll es in Norwegen bei drei jungen Menschen zu Blutgerinnseln und Hirnblutungen gekommen sein. Steinar Masen von der norwegischen Arzneimittelbehörde sagte dem Norwegischen Rundfunk: „So etwas ist sehr selten, aber sehr ernst.“

Corona in Norwegen: Mehrere Fälle von Hirnblutungen nach Astrazeneca-Impfung

Laut der norwegischen Gesundheitsbehörde Folkehelseinstituttet sollen zudem mehrere Fälle gemeldet worden sein, bei denen junge Menschen nach Corona-Impfungen Hautblutungen oder blaue Flecke bekommen haben. Das kann laut Sigurd Hortemo von der Gesundheitsbehörde auf eine zu geringe Anzahl an Thrombozyten (Blutplättchen) hinweisen. Dieser Mangel kann innere Blutungen auslösen.

In seiner Mitteilung am Montag (15.03.2021) weist das PEI bereits auf eine „auffällige Häufung einer speziellen Form von sehr seltenen Hirnvenenthrombosen (Sinusvenenthrombosen) in Verbindung mit einem Mangel an Blutplättchen (Thrombozytopenie) und Blutungen in zeitlicher Nähe zu Impfungen mit dem COVID-19-Impfstoff Astrazeneca“ hin.

Astrazeneca-Stopp in Deutschland: Bei Nebenwirkungen nach Impfung unverzüglich zum Arzt

Aus diesem Grund sollen Personen laut dem PEI, die mit dem Astrazeneca-Impfstoff geimpft wurden und sich mehr als vier Tage nach der Impfung zunehmend unwohl fühlen, etwa mit starken und anhaltenden Kopfschmerzen oder punktförmigen Hautblutungen, unverzüglich einen Arzt aufsuchen.

Menschen unter 50 Jahren, die in den vergangenen zwei Wochen mit Astrazeneca geimpft wurden, sollen in Norwegen nun auf mögliche Nebenwirkungen achten und bei Blutungen oder blauen Flecken zum Arzt gehen.

Eine 60-jährige Dänin, die kurz nach ihrer Impfung mit Astrazeneca starb, hatte nach Angaben der dänischen Arzneimittelbehörde „höchst ungewöhnliche Symptome“. Es wurden bei ihr neben einer niedrigen Anzahl an Blutplättchen auch Blutgerinnsel in kleinen und großen Gefäßen sowie Blutungen festgestellt.

Astrazeneca-Stopp in Deutschland: Söder will sich dennoch impfen lassen - „Würde mich sofort hinstellen“

+++ 21.44 Uhr: In Deutschland wurde das Impfen mit dem Astrazeneca-Impfstoff pausiert. Das verunsichert hierzulande zahlreiche Menschen. Der bayerische Ministerpräsident Markus Söder (CSU) hat sich nun deutlich zu den Corona-Impfungen geäußert. „Es macht keinen Sinn mehr, endlos lange irgendwelche Impf-Reihenfolgen zu machen“, erklärte er am Abend in einem ARD-Brennpunkt.

Bereits jetzt prognostizierte der mögliche Kanzlerkandidat der Union einen guten Ausgang zu den Untersuchungen der Europäischen Arzneimittel-Agentur (EMA). „Ich kenne so viele Leute, die sich mit Astrazeneca impfen lassen würden. Auch ich würde mich sofort hinstellen“, so Söder. Da es in Deutschland sieben Thrombose-Fälle im zeitlichen Zusammenhang mit der Astrazeneca-Impfung gab, wurde die Vergabe des Corona-Impfstoffs vorerst gestoppt. Mögliche Nebenwirkungen werden jetzt untersucht.

Astrazeneca-Impfungen in Deutschland gestoppt - Weitere Länder pausieren Vergabe

+++ 17.02 Uhr: Auch Italien hat die Verabreichung des Corona-Impfstoffes von Astrazeneca landesweit gestoppt. Das teilt die italienische Arzneimittel-Agentur Aifa mit. Die Verwendung werde vorsorglich und vorübergehend eingestellt - bis eine Entscheidung der Europäischen Arzneimittelbehörde EMA vorliege.

Auch Frankreich setzt Impfungen mit dem Impfstoff vorerst aus. Frankreich wolle bis zur Einschätzung der Europäischen Arzneimittelbehörde EMA den Impfstoff von Astrazeneca erstmal nicht mehr einsetzen, sagte Frankreichs Präsident Emmanuel Macron am Montag beim französisch-spanischen Gipfel mit dem spanischen Regierungschef Pedro Sánchez. Es handle sich um eine „Vorsichtsmaßnahme“, und es bestehe die Hoffnung, dass die Impfungen mit Astrazeneca schnell wieder aufgenommen werden könnten.

Astrazeneca-Impfstopp in Deutschland: Karl Lauterbach kritisiert Vorgehen der Bundesregierung

+++ 16.36 Uhr: Jetzt hat sich auch SPD-Gesundheitsexperte Karl Lauterbach zu dem Impfstopp gegenüber merkur.de geäußert. Lauterbach reagiert auf den Astrazeneca-Impfstopp mit Unverständnis und Kritik:  „Das hätte ich nicht gemacht. Eine Prüfung bei laufenden Impfungen wäre angesichts der Seltenheit der auftretenden Fälle besser gewesen. Angesichts dessen, dass die Fälle bei Geimpften wie bei nicht-Geimpften gleich hoch ist, hätte ich die Impfung weiterlaufen lassen. Jetzt haben wir einen erheblichen Vertrauensverlust. Unsere Impfstragie fällt in sich zusammen, wenn der Impfstoff von AstraZeneca nicht weiter verwendet werden würde.“

+++ 16.22 Uhr: Das Statement von Jens Spahn ist beendet. Der Bundesgesundheitsminister hat den Impfstopp mit dem Astrazeneca-Impfstoff als „reine Vorsichtsmaßnahme“ bezeichnet. „Wir setzen aus, um zu überprüfen“, erklärte Spahn in Berlin. Das Ergebnis der Überprüfung sei offen. Die Europäische Arzneimittelbehörde EMA werde entscheiden, ob und wie sich die neuen Erkenntnisse auf die Zulassung des Impfstoffes auswirken.

Astrazeneca-Impfstopp in Deutschland: Gesundheitsminister Jens Spahn äußert sich

+++ 16.16 Uhr: Die Aussetzung sei vorsorglich. „Das ist mir wichtig, das zu kommunizieren. Natürlich ist mir klar, was das bei jemandem auslöst, der diese Meldung liest“, so Spahn. Im Zweifel solle man sich ärztlichen Rat einholen. „Sollte das Impfen mit Astrazeneca wieder möglich werden, werden wir wieder für das Vertrauen in die Impfung werben“.

+++ 16.13 Uhr: Spahn wird gefragt, was mit Menschen passiert, die bereits mit Astrazeneca geimpft sind. „Personen, die den Impfstoff erhalten haben und sich vier Tage nach der Impfung unwohl fühlen, sollten sich unverzüglich in ärztliche Behandlung begeben“. Die Hirnvenenthrombose sei selten aufgetreten, insgesamt bei 7 Fällen von 1,6 Millionen Impfungen.

Deutschland setzt Corona-Impfung mit Astrazeneca aus

+++ 16.10 Uhr: Das Statement von Jens Spahn (CDU) hat begonnen. „Aufgrund einer aktuellen Empfehlung des Paul-Ehrlich-Instituts setzt die Bundesregierung die Impfung mit Astrazeneca vorsorglich aus.“ Das Paul-Ehrlich-Institut habe weitere Untersuchungen empfohlen. Die Entscheidung zur Aussetzung betreffen Erst- und Folgeimpfungen.

Deutschland stoppt Corona-Impfungen mit Astrazeneca

Erstmeldung vom Montag, 15.03.2021, 15.44 Uhr: Kassel - Deutschland setzt die Corona-Impfungen mit dem Astrazeneca-Impfstoff aus. Zuvor hatten mehrere EU-Länder die Corona-Impfungen mit dem Astrazeneca-Impfstoff gestoppt. Mittlerweile prüft die Weltgesundheitsorganisation (WHO) mehrere Berichte im Zusammenhang mit der Sicherheit des Vakzins. Bislang lägen keine Hinweise vor, dass es eine Verbindung zwischen dem Impfstoff und gesundheitlichen Beeinträchtigungen gebe, teilt WHO-Sprecher Christian Lindmeier mit.

Auch die italienische Region Piemont hat kurzzeitig die Impfungen mit dem Astrazeneca-Impfstoff ausgesetzt. Grund dafür war ein weiterer Todesfall am Sonntag (14.03.2021) nach einer Corona-Impfung mit diesem Impfstoff. Inzwischen haben die Behörden dem Vakzin wieder grünes Licht gegeben und nur die Charge, aus der die Dosis stammte, die dem gestorbenen Lehrer verabreicht wurde, aus dem Verkehr gezogen. Kurz zuvor hatte Italien die Corona-Impfungen mit Astrazeneca ausgesetzt, nachdem drei Soldaten gestorben waren.

Astrazeneca-Impfstoff: Italien und Niederlande setzen Corona-Impfungen aus

Das italienische Gesundheitsministerium hält an dem Impfstoff fest. „Astrazeneca trägt dazu bei, vor der Epidemie zu schützen“, sagte Franco Locatelli, ein Experte des Ministeriums, der Zeitung Corriere della Sera am Montag (15.03.2021). Es sollten keine voreiligen Schlüsse über einen kausalen Zusammenhang gezogen werden. Millionen Menschen in Europa hätten das Vakzin von Astrazeneca erhalten, ohne Probleme zu entwickeln. Mittlerweile haben auch die Niederlande die Impfungen mit Astrazeneca* gestoppt. (Jan-Frederik Wendt und Sandra Böhm) *fr.de ist ein Angebot von IPPEN.MEDIA.

Rubriklistenbild: © Christophe Ena/dpa

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