Nach Thrombose-Fällen

Nebenwirkungen bei Corona-Impfstoffen: EU-Verträge mit Astrazeneca und Johnson & Johnson auf der Kippe

Laut Medienberichten will die EU-Kommission die Verträge mit den Corona-Impfstoff-Herstellern Astrazeneca und Johnson & Johnson nicht mehr verlängern.

Brüssel – Erst Astrazeneca, jetzt auch das US-amerikanische Vakzin von Johnson & Johnson: Nachdem die beiden Corona-Impfstoffe in Verbindung mit schweren Nebenwirkungen wie Thrombosen in Verbindung gebracht wurden, scheint die EU-Kommission nun die Reißleine zu ziehen.

Wie die Nachrichtenagentur Reuters berichtet, sollen die Verträge mit Astrazeneca sowie mit Johnson & Johnson nicht verlängert werden. Ursprünglich hatte die italienische Tageszeitung La Stampa unter Berufung auf eine Quelle aus dem italienischen Gesundheitsministerium darüber informiert.

Die Verträge mit Astrazeneca sowie mit Johnson & Johnson sollen in der EU nicht verlängert werden.

Corona: Astrazeneca und Johnson & Johnson sollen 2022 vom Markt verschwinden

In Brüssel will man demnach auf mRNA-Impfstoffe wie die von Biontech/Pfizer und Moderna setzen. Die Verträge mit Astrazeneca und Johnson & Johnson gelten allerdings noch das restliche Jahr. Ab 2022 sollen die Corona-Vakzine der beiden Hersteller dann vom EU-Markt verschwinden. Darüber hinaus wünscht die EU-Kommission, dass die völlig unerwarteten Lieferverzögerungen von Johnson & Johnson erklärt werden, so Reuters. Ursprünglich sollten die ersten Impfdosen Mitte April nach Europa geliefert werden.

Weitere Corona-News finden Sie auf unserer Themenseite.

Bei den Impfstoffen von Astrazeneca und Johnson & Johnson handelt es sich, genau wie bei dem russischen Mittel Sputnik V, um Vektor-Impfstoffe. Diese nutzen ein harmloses Adenovirus als sogenannten Vektor, um Erbinformationen des Coronavirus in den Körper zu schleusen. Im Rahmen der Impfungen sind bei beiden Präparaten sehr seltene Fälle von Hirnvenenthrombosen aufgetreten. Die USA hatten die Impfungen mit dem Mittel von Johnson & Johnson daher vorerst gestoppt. Astrazeneca wird hingegen weiterhin in Deutschland verimpft, wenn auch nur an Menschen, die älter als 60 Jahre sind. (Nail Akkoyun)

Rubriklistenbild: © Frank Hoermann/imago-images.de

Das könnte Sie auch interessieren

Kommentare

Kommentare

Hinweise zum Kommentieren:
Auf HNA.de können Sie Ihre Meinung zu einem Artikel äußern. Im Interesse aller Nutzer behält sich die Redaktion vor, Beiträge zu prüfen und gegebenenfalls abzulehnen. Halten Sie sich beim Kommentieren bitte an unsere Richtlinien: Bleiben Sie fair und sachlich - keine Beleidigungen, keine rassistischen, rufschädigenden und gegen die guten Sitten verstoßenden Beiträge. Kommentare, die gegen diese Regeln verstoßen, werden von der Redaktion kommentarlos gelöscht. Bitte halten Sie sich bei Ihren Beiträgen an das Thema des Artikels. Lesen Sie hier unsere kompletten Nutzungsbedingungen.