Corona-Pandemie

Immunologe warnt vor Delta-Variante – „Infiziert gerade auch die Jüngeren“ 

Corona-Impfstoff ist in Deutschland noch immer Mangelware.
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Corona-Impfstoff ist in Deutschland noch immer Mangelware.

Der Immunologe Watzl rechnet damit, dass die ansteckendere Delta-Variante des Coronavirus schon bald die vorherrschende Mutante in Deutschland sein wird.

Kassel - Aktuell dürften 30 Prozent der Neuinfektionen auf die Delta-Variante zurückzuführen* sein, sagte der Generalsekretär der Deutschen Gesellschaft für Immunologie am Montag (28.06.2021) im ZDF-Morgenmagazin. Im Juli dürfte seiner Ansicht nach die 50-Prozent-Marke überschritten werden. Das Gute sei, dass sich dies auf sehr niedrigem Niveau abspiele. 

Watzl rät aktuell nicht dazu, den Abstand zwischen Corona* Erst- und Zweitimpfungen zu verkürzen. Derzeit gebe es noch nicht genügend Impfstoff. Er plädierte dafür, die empfohlenen Abstände beizubehalten und möglichst viele Erstimpfungen zu verabreichen.*

Prof. Dr. Carsten Watzl ist Generalsekretär der Deutschen Gesellschaft für Immunologie (DGfI) und stammt aus Volkmarsen. Nun warnt der Immunologe vor der Delta-Variante.

Delta-Variante – Immunologe warnt: Mit der Delta-Variante können sich auch Kinder infizieren

Wenn das derzeitige Tempo der Corona-Impfkampagne beibehalten werde, dürften im September auch sämtliche Zweitimpfungen verabreicht worden sein. Wenn mehr Impfstoff geliefert werde, gehe das auch schneller. Der Immunologe geht davon aus, dass bei Älteren ab September besonders in Pflegeheimen Auffrischungsimpfungen anstehen.

Viele Ältere seien sehr früh gegen Corona geimpft worden, auch wirke bei ihnen der Impfstoff nicht ganz so gut wie bei Jüngeren. Mit der Delta-Variante würden sich aber auch Kinder infizieren, wenn auch mit einem geringeren Risiko für einen schweren Krankheitsverlauf. Es wird im Herbst in Schulen und Betreuungseinrichtungen zu Ausbrüche kommen, erwartet Watzl.

Dagegen komme man mit Impfungen oder Frischluftkonzepten an. „Überlegen Sie es sich, ob Sie ihre Kinder nicht doch impfen lassen wollen“, riet der Immunologe den Eltern. (luw/dpa)

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