Ausbreitung der Delta-Variante

Merkel warnt vor vierter Corona-Welle: Neuer Lockdown nicht ausgeschlossen

Neue Einschränkungen in der Corona-Pandemie sind nicht ausgeschlossen: So deutlich wurde Kanzlerin Angela Merkel zum Abschluss des EU-Gipfels in Brüssel.

Brüssel - Angela Merkel mahnte angesichts der rasanten Ausbreitung der Delta-Variante des Coronavirus vor einer möglichen vierten Pandemie-Welle: „Wir müssen alles versuchen, um eine vierte Welle zu verhindern“, sagte Merkel. Gerade mit Blick auf mögliche wirtschaftliche Folgen sei das von großer Bedeutung.

Die Corona*-Lage in Deutschland entspannt sich zwar aktuell - das Robert Koch-Institut meldete am Samstag (26.06.2021) eine Inzidenz von 5,9 - , doch zeigen andere Länder, dass sich das schnell wieder ändern kann. Wegen zunehmender Neuinfektionen und aus Angst vor der ansteckenderen Virus-Variante Delta führte Israel am Freitag die Maskenpflicht in öffentlichen Innenräumen wieder ein. In der australischen Metropole Sydney wurde für mehrere zentrale Stadtteile ein einwöchiger Corona-Lockdown verhängt. 

Bundeskanzlerin Angela Merkel mahnte zum Abschluss des Gipfels der EU-Staats- und Regierungschefs zur Vorsicht in der Corona-Pandemie, um eine vierte Corona-Welle zu verhindern.

Angela Merkel in Sorge wegen Delta-Variante: Erneuter Lockdown nicht ausgeschlossen

Testen, Abstand halten und Maske tragen seien nur kleine Einschränkungen gemessen an dem, „was passieren würde, wenn uns die Dinge außer Kontrolle geraten und wir wieder stärkere Maßnahmen einführen müssten“, betonte Merkel. Derzeit habe man das Infektionsgeschehen gut im Griff. „Es muss alles dafür getan werden, dass das auch so bleibt.“

Merkel hatte beim Gipfel darauf gedrungen, dass die EU-Staaten die Einreiseregeln für Gebiete mit gefährlichen Virusvarianten einheitlich handhaben. Nun sagte sie, dass mehr Koordinierung vereinbart worden sei. „Ich hoffe, dass die dann auch konsequent umgesetzt wird.“ Deutschland hat weltweit 14 Länder als Virusvariantengebiete eingestuft und drastische Einreisebeschränkungen für diese Staaten verhängt. Seit Freitag (25.06.2021) gehören auch Russland und mit Portugal erstmals seit Wochen wieder ein EU-Land dazu. Die Regelungen bezüglich der Reiseregeln in der EU sind aber uneinheitlich. (dir mit dpa und afp) *hna.de ist ein Angebot von IPPEN.MEDIA.

Rubriklistenbild: © Olivier Matthys/picture alliance/dpa/Pool AP

Das könnte Sie auch interessieren

Kommentare

Kommentare

Hinweise zum Kommentieren:
Auf HNA.de können Sie Ihre Meinung zu einem Artikel äußern. Im Interesse aller Nutzer behält sich die Redaktion vor, Beiträge zu prüfen und gegebenenfalls abzulehnen. Halten Sie sich beim Kommentieren bitte an unsere Richtlinien: Bleiben Sie fair und sachlich - keine Beleidigungen, keine rassistischen, rufschädigenden und gegen die guten Sitten verstoßenden Beiträge. Kommentare, die gegen diese Regeln verstoßen, werden von der Redaktion kommentarlos gelöscht. Bitte halten Sie sich bei Ihren Beiträgen an das Thema des Artikels. Lesen Sie hier unsere kompletten Nutzungsbedingungen.