Corona-Impfung

Einschränkungen für Nicht-Geimpfte: „Kein Besuch in Club und Bars“ - Die Pläne der Bundesländer

Ab dem Herbst könnte es für Ungeimpfte deutliche Einschränkungen geben. Was die Bundesländer planen.

Kassel - Wer sich nicht gegen Corona* impfen lässt, muss ab dem Herbst offenbar mit deutlichen Nachteilen rechnen. Mehrere Bundesländer planen laut einem Bericht der Welt Einschränkungen für Ungeimpfte zum Beispiel für Restaurant-Besuche oder Übernachtungen in Hotels.

„Im Herbst, wenn die Fallzahlen sehr hoch sind, wird es eine Reihe von Einschränkungen für Ungeimpfte geben müssen: Sie werden etwa nicht mehr in die Innenräume von bestimmten Restaurants, in Bars oder Clubs gehen können, also an Orte mit einem hohen Ansteckungsrisiko“, lautete die Prognose von SPD-Gesundheitsexperte Karl Lauterbach* gegenüber der Bild am Sonntag.

Er mahnt auf Twitter auch an, dass PCR-Tests für Ungeimpfte eine größere Rolle spielen müssen. Auf Ungeimpfte kommen dann wohl auch höhere Kosten zu, denn die Bundesregierung plant das Ende der kostenlosen Corona-Tests. Lauterbach hatte zudem erst kürzlich gefordert, dass Clubs und Diskos nur mit Maskenpflicht öffnen dürfen.

Corona: Diese Einschränkungen für Ungeimpfte zeichnen sich ab

Aktuell haben in Deutschland mehr als 60 Prozent der Bevölkerung eine erste Corona-Impfung erhalten, etwa 40 Prozent sind demnach noch nicht geimpft. Nur etwa jeder Vierte der Ungeimpften will sich noch impfen lassen, so das Ergebnis einer repräsentativen Insa-Befragung für die Bild am Sonntag. 27 Prozent derer, die bislang kein Impfangebot angenommen haben, gaben an, sich eine Impfung vorstellen zu können. 54 Prozent erklärten jedoch, sich grundsätzlich nicht impfen lassen zu wollen.

NameKarl Wilhelm Lauterbach
Geburtsdatum, -ort21. Februar 1963, Düren (Deutschland)
Partei Sozialdemokratische Partei Deutschlands (SPD)

Mehrere Bundesländer planen ab dem Herbst offenbar deutliche Nachteile für Personen, die auf eine Corona-Impfung verzichten, berichtet die Welt. In Bayern könnten Stadionbesuche und Übernachtungen in Hotels nur noch für vollständig Geimpfte möglich sein, deutete der bayerische Ministerpräsident Markus Söder (CSU) an. Der Ministerpräsident von Schleswig-Holstein, Daniel Günther (CDU), sagte, die Politik müsse für solche Unterscheidungen einen „Rahmen setzen“.

Corona-Impfung: „Deutlicher Unterschied“ zwischen Ungeimpften und Geimpften ab Herbst

Baden-Württemberg plant den Zugang zu Restaurants, zu Kulturprogrammen und zum Sport für Ungeimpfte nur mit einem negativen Corona-Testergebnis zu erlauben. Auch in Niedersachsen könnten Einschränkungen auf nicht Geimpfte zukommen.

Wenn die Corona-Fallzahlen im Herbst wieder hoch sind, werden Ungeimpfte nicht mehr in Innenräume von Restaurants oder Clubs gehen können, prognostiziert Karl Lauterbach. (Symbolbild)

„Wenn Veranstalter und Veranstalterinnen den Zugang nur noch geimpften Menschen ermöglichen wollen, ist das nachvollziehbar“, erklärte das niedersächsische Gesundheitsministerium laut Informationen der Welt. Auch das Gesundheitsministerium Rheinland-Pfalz äußerte sich zu möglichen Nachteilen. Es werde „voraussichtlich im Herbst einen deutlichen Unterschied machen, ob man eine Impfung erhalten hat oder nicht.“

Die Gesundheitsminister von Bund und Ländern beraten am Montag (02.08.2021) über das weitere Vorgehen in der Corona-Krise. Unter anderem geht es darum, Impfungen für Kinder ab 12 Jahren zuzulassen. (sne) *hna.de ist ein Angebot von IPPEN.MEDIA.

Rubriklistenbild: © Angelika Warmuth/dpa

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