News-Ticker

Corona in Deutschland: Hamburg will Ausgangssperre aufheben und Schulen öffnen

Die Stadt Hamburg will die Ausgangssperre aufheben und die Schulen wieder öffnen. Alle weiteren Corona-News für Deutschland gibt es im Ticker.

  • Die Corona-Impfungen zeigen laut dem Präsidenten der Bundesärztekammer bereits erste Wirkungen.
  • Die Corona-Ausgangssperren bleiben vorerst in Kraft. Das Verfassungsgericht hat Eilanträge gegen die Verordnung abgelehnt.
  • Die Stadt Hamburg will die Ausgangssperre aufheben.
  • Dieser Ticker ist beendet - aktuelle Infos zu Corona in Deutschland finden Sie hier.

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Update vom Freitag, 07.05.2021, 17.40 Uhr: In Hamburg will der rot-grüne Senat die seit fünf Wochen zwischen 21 und 5 Uhr geltenden Ausgangsbeschränkungen aufheben. Laut Bürgermeister Peter Tschentscher (SPD), müsse die Sieben-Tage-Inzidenz bei den Corona-Neuinfektionen dafür jedoch mindestens fünf Werktage in Folge unter 100 bleiben. Die Inzidenz lag am heutigen Freitag den dritten aufeinanderfolgenden Tag unter 100.

Darüber hinaus möchte der Senat die Schulen nach dem Ende der Pfingstferien wieder für alle Schüler öffnen. Wie die Schulbehörde mitteilt, sollen demnach alle Altersstufen vom 17. Mai an wieder im Wechselunterricht in die Schule dürfen.

Die Stadt Hamburg will die Ausgangssperre aufheben und Schüler wieder in die Schulen schicken. Voraussetzung ist jedoch, dass die Sieben-Tage-Inzidenz der Corona-Neuinfektionen weiter unter 100 bleibt.

Corona in Deutschland: Spahn strebt Astrazeneca-Freigabe für alle Impfwilligen an

Update vom Donnerstag, 06.05.2021, 10.30 Uhr: Fällt heute die Impf-Priorisierung für den Astrazeneca-Impfstoff? Bundesgesundheitsminister Jens Spahn (CDU) strebt eine sofortige Freigabe für alle Impfwilligen an – ohne Priorisierung nach Alter, Vorerkrankung oder Berufsgruppe. Darüber will er am Donnerstag mit seinen Länderkollegen reden, wie er am Mittwochabend in der WDR-Fernsehsendung „Aktuelle Stunde“ ankündigte.

Man werde dann „bei Astrazenca eindeutig sagen für Arztpraxen wie für Impfzentren, dass es dort keine Priorisierung mehr gibt“, so Spahn. Für Astrazeneca gelte das dann sofort. Zudem solle das Intervall zwischen Erst- und Zweitimpfung mit Astrazeneca flexibler gehandhabt werden können. Derzeit wird die zweite Impfdosis nach zwölf Wochen geimpft. Um Astrazeneca attraktiver zu machen, soll das Impfintervall laut Spahn jetzt auf vier Wochen verkürzt werden können, wie ntv berichtet. Das sei innerhalb der Zulassung möglich.

Vollständig Geimpfte und Genesene sollen in Deutschland künftig mehr Freiheiten bekommen. Mit einer entsprechenden Verordnung befasst sich der Bundestag am Donnerstagmittag. Billigt das Parlament die Neuregelungen, soll sie der Bundesrat am Freitag besiegeln.

Bundesgesundheitsminister Jens Spahn (CDU) strebt eine sofortige Freigabe von Astrazeneca für alle Impfwilligen an. (Archivbild)

Corona-Ausgangssperren bleiben in Kraft – Verfassungsgericht lehnt Eilanträge ab

+++ 20.10 Uhr: Das Bundesverfassungsgericht hat Eilanträge gegen nächtliche Ausgangsbeschränkungen im Zuge der Corona-Notbremse abgelehnt. „Damit ist nicht entschieden, dass die Ausgangsbeschränkung mit dem Grundgesetz vereinbar ist“, teilte das Gericht am Mittwoch in Karlsruhe aber mit. Diese Frage müsse im Hauptsacheverfahren geklärt werden.

Seit dem 24. April 2021 gilt die Regelung einer bundeseinheitlichen Notbremse für Kreise mit einer Sieben-Tage-Inzidenz von mehr als 100 Corona-Neuinfektionen. Dazu gehören unter anderem Ausgangsbeschränkungen zwischen 22 und 5 Uhr.

Corona: Urlaub in Deutschland bald wieder möglich? Mehrere Bundesländer kündigen Öffnungen an

+++ 14.34 Uhr: Angesichts sinkender Corona-Neuinfektionsraten haben mehrere Bundesländer eine vorsichtige Öffnung für Touristen angekündigt. So sollen in Bayern Hotels, Ferienwohnungen und Campingplätze in Kreisen mit einer stabilen 7-Tage-Inzidenz von unter 100 ab dem 21. Mai öffnen dürfen.

SPD-Gesundheitsexperte Karl Lauterbach rechnet für Juni/Juli mit weniger als 50 Neuinfektionen pro 100.000 Einwohner binnen sieben Tagen. „Wenn wir dann vorsichtig bei Öffnungen vorgehen, steht einem Sommerurlaub nichts mehr im Wege, wenn auch immer noch mit bestimmten Auflagen“, sagte Lauterbach der Passauer Neuen Presse.

Corona-Lockerungen: Niedersachsen will Sonderweg gehen

Das rheinland-pfälzische Kabinett will sich am Freitag (07.05.2021) mit Öffnungsschritten befassen. Dabei werde es etwa um den kontaktarmen Urlaub in den Pfingstferien gehen, also etwa in einer Ferienwohnung oder auf einem Campingplatz mit eigener sanitärer Anlage, sagte Ministerpräsidentin Malu Dreyer (SPD) der Deutschen Presse-Agentur.

Die ersten Strandkörbe stehen am Ostseestrand. Bald könnten sie auch belegt sein, denn mehrere Bundesländer kündigen die Öffnung für Touristen an.

Auch Mecklenburg-Vorpommern erlaubt vollständig geimpften Tagesausflüglern und Zweitwohnungsbesitzern aus anderen Bundesländern wieder die Einreise. Niedersachsen kündigte ebenfalls schon an, den Handel, die Gastronomie und den Tourismus in Regionen mit niedrigen Infektionszahlen unter Auflagen zu öffnen.

Der Tourismus werde für voraussichtlich drei Wochen zunächst nur für Einwohner Niedersachsens geöffnet, sagte Ministerpräsident Stephan Weil (SPD) am Dienstag. Berlins Regierender Bürgermeister Michael Müller (SPD), der derzeit Vorsitzender der Ministerpräsidentenkonferenz ist, forderte eine bundesweite Absprache über Urlaubsmöglichkeiten in den Sommerferien. 

Corona in Deutschland: Zahlreiche Vermieter vor dem Aus

Update vom Mittwoch, 05.05.2021, 11.00 Uhr: Einer Umfrage des Deutschen Ferienhausverbands und des Deutschen Tourismusverbandes zufolge bedroht die Corona-Pandemie eine Vielzahl der Existenzen von Ferienhausvermietern. Aus den Daten geht hervor, dass jeder Vierte überlegt, die Vermietung gänzlich aufzugeben. Befragt wurden sowohl private als auch gewerbliche Vermieter.

In den ersten drei Monaten des Jahres verzeichneten 81,4 Prozent der Befragten Buchungsrückgänge im Vergleich zum Vorjahr. Zudem brachen die Buchungen bei jedem Dritten um mehr als die Hälfte ein. Laut der Studie lebt rund jeder Fünfte von den Ferienhauseinnahmen. Weiteren 31,5 Prozent dienen die Immobilien als Altersvorsorge.

„Wir appellieren an die Bundesländer, nach sechsmonatigem Lockdown endlich konkrete Schritte für eine Wiedereröffnung des Tourismus vorzulegen“, sagte der Vorsitzende des Deutschen Ferienhausverbandes, Göran Holst. Am Dienstag (04.05.2021) hatten einige Bundesländer bereits erste regionale Öffnungsschritte angekündigt, um den Tourismus wieder anzukurbeln.

Urlauber spazieren an der Ostseeküste - ein seltener Anblick. Die Tourismusbranche in Deutschland hat weiterhin mit den Auswirkungen der Corona-Pandemie zu kämpfen.

Corona in Deutschland: Reiseveranstalter rechnen mit deutlich geringerem Umsatz als 2019

Doch auch Reisebüros und Reiseveranstalter haben nach wie vor mit den Auswirkungen der Corona-Pandemie zu kämpfen. Einer Umfrage des DRV (Deutscher Reiseverband) zufolge, rechnen mehr als 90 Prozent der Unternehmen damit, nicht einmal die Hälfte der Umsätze aus dem Vor-Corona-Jahr 2019 erzielen zu können.

Daher fordert eine große Mehrheit der befragten Reiseunternehmen ein entsprechendes Konzept der Politik, das dem Tourismus wieder auf die Beine helfen würde. Darüber hinaus halten 90 Prozent eine Verlängerung der Überbrückungshilfen für notwendig. Mehr als zwei Drittel der Befragten sprechen sich für eine Verlängerung des Kurzarbeitergeldes aus, um die Belegschaften weiter halten zu können.

Corona in Deutschland: Impfungen zeigen bereits Wirkung

Update vom Dienstag, 04.05.2021, 15.41 Uhr: Im ZDF-Morgenmagazin sagte der Präsident der Bundesärztekammer Klaus Reinhard am Dienstag, die Durchimpfungsrate in Deutschland sei derzeit zwar noch viel zu niedrig, um Entwarnung zu geben, sie zeige aber trotzdem Wirkung. „Seit einer Woche haben wir rückläufige Inzidenzzahlen“, erklärte er. Der Präsident der Bundesärztekammer plädierte zudem für ein „Mitimpfen“ von Jugendlichen und jungen Erwachsenen.

Corona: Impfung von Jugendlichen und jungen Erwachsenen aus epidemiologischer Sicht sinnvoll

Aus epidemiologischer Sicht sei es „durchaus sinnvoll“ und „vernünftig“, diese sehr mobile Gruppe zwar nicht ausschließlich und prioritär, aber mitzuimpfen, wenn es darum gehe, die Verbreitung der Krankheit weiter effektiv zu senken.

Eine Herdenimmunität sei zwar erst bei knapp 70 Prozent erreicht, das Beispiel Israel zeige aber, dass ab dem Moment, wo 20 Prozent der Bevölkerung geimpft waren, „die Inzidenzzahl rapide und kontinuierlich abnahm, bis sie fast gen Null gegangen ist“. Reinhardt zeigte sich zuversichtlich, dass dies auch in Deutschland möglich ist - wenn weiter kontinuierlich geimpft wird.

Reisen an Pfingsten? Tourismusbeauftragter mit Prognose, wann Urlaub wieder möglich ist

+++ 17.43 Uhr: Der Tourismusbeauftragte der Bundesregierung, Thomas Bareiß (CDU), hat sich wegen der Corona-Pandemie skeptisch zu Reisen über die Pfingsttage Ende Mai geäußert. "Das wird in vielen Urlaubsregionen leider wieder ins Wasser fallen", sagte Bareiß der "Bild"-Zeitung am Montag. Er sei aber zuversichtlich, dass ab Juni Urlaubsreisen in Deutschland in immer mehr Regionen möglich werden.

Bareiß warnte vor einer Verlängerung des Lockdowns: "Wichtig ist, dass der Bundeslockdown nicht über den 30.6. hinaus verlängert wird." Der CDU-Politiker betonte, Hotels und Restaurants hätten gute Sicherheitskonzepte aufgestellt. Außerdem würden "bis Ende Juni so viele Impfdosen ausgeliefert sein, dass es theoretisch jedem Bundesbürger für die Erstimpfung reicht".

Ärzte bestätigen Notstand: Corona-Impfstoff von Biontech für Erstimpfung knapp

Update vom Montag, 03.05.2021, 11.56 Uhr: Hausärzte verimpften in der Woche nach Ostern erstmals rund eine Million Dosen des Corona-Impfstoffs von Biontech/Pfizer. Das bedeutet, dass für die Impflinge nun der zweite Impftermin ansteht. Dementsprechend wird der Impfstoff für Erstimpfungen jetzt knapp. Auch die Kassenärztliche Vereinigung (KBV) warnt vor einer Verzögerung in Arztpraxen.

„Die vom Bundesgesundheitsministerium für Mai angekündigten Mengen des Impfstoffs von Biontech/Pfizer reichen nicht aus, um damit ab Mitte des Monats Erstimpfungen in nennenswertem Umfang in den Praxen durchführen zu können“, sagte KBV-Chef Andreas Gassen in einer Mitteilung an die Praxen. Grund dafür seien die erforderlichen Zweitimpfungen mit diesem Impfstoff. Gleichzeitig forderte er die Politik dazu auf, dafür zu sorgen, dass die Praxen ausreichend Corona-Impfstoff erhalten.

Corona in Deutschland: Zu wenig Biontech-Impfstoff für Erstimpfungen

Auch der Chef des Apothekerverbands Nordrhein Thomas Preis bestätigt den Notstand: „Da aber jetzt insgesamt nur 1,3 Millionen Biontech-Dosen bereitgestellt werden können, werden nicht mehr so viele Erstimpfungen stattfinden können wie bisher.“ Laut einer Lieferprognose des Bundesgesundheitsministeriums ist im Mai mit je 1,6 Millionen Impfdosen von Biontech/Pfizer zu rechnen. Im Juni sollen für Arztpraxen und Betriebsärzte wöchentlich drei Millionen Dosen bereitstehen. Zusätzlich sollen in den ersten beiden Wochen im Mai je eine Million Impfdosen des britisch-schwedischen Herstellers Astrazeneca kommen.

Künftig sollen sich auch Betriebsärzte an der Impfkampagne in Deutschland beteiligen. Sollten alle 12.000 Betriebsärzte zum Einsatz kommen, könnten nach Welt-Informationen zusätzlich etwa eine Million Corona-Impfdosen verabreicht werden. Damit könnte das aktuelle Tempo verdoppelt werden. Ab der Woche vom 7. Juni sollen die Ärzte laut Bundesgesundheitsministeriums spätestens starten - mit mindestens 500.000 Dosen jede Woche.

Corona in Deutschland: Wie sich die Lage in den Krankenhäusern entwickelt

+++ 18.53 Uhr: Die Deutsche Krankenhausgesellschaft (DKG) sieht eine leichte Entspannung in der Corona-Lage an Krankenhäusern. „Die Kliniken in Deutschland spüren ganz überwiegend eine erste, leichte Entlastung“, sagte DKG-Vorsitzender Gerald Gaß der Bild-Zeitung.

„Wir haben nun über etwa zwei Wochen relativ konstante Zahlen bei den Neuinfektionen, das gibt uns die Zuversicht, dass wir auch beim Zuwachs der Intensivpatienten bis auf Weiteres keinen exponentiellen Anstieg befüchten müssen“, so Gaß weiter.

Den Daten des Divi-Intensivregisters zufolge werden aktuell 5.029 Intensivpatienten mit Covid-19 in Krankenhäusern behandelt. Vor zwei Wochen sind es 4.842 Patienten gewesen.

Allerdings sei die aktuelle Stagnation bei den Behandlungszahlen kein Anlass für eine voreilige Entwarnung, sagte der DKG-Chef. Die Belastung in den Kliniken bleibe „auf einem sehr hohen Niveau“. Das erklärte Ziel sei weiterhin die Senkung der Infektionszahlen.

Corona-Impfung in Deutschland: Politiker für Schließung von Impfzentren

+++ 16.16 Uhr: Die Corona-Impfkampagne in Deutschland gewinnt weiter an Tempo. Nun sprechen sich Ärztevertreter und Gesundheitspolitiker für eine baldige Schließung der Impfzentren aus. „Wenn die Impfpriorisierung Ende Mai, Anfang Juni aufgehoben wird, wäre es sinnvoll, das Impfen den Ärzten zu überlassen“, sagte Erwin Rüddel, Chef des Gesundheitsschusses im Bundestag der Frankfurter Allgemeine Sonntagszeitung.

Ärzte würden ihre Patienten kennen und die Lage vor Ort besser einschätzen können. Bei überschüssigen Impfdosen können sie „pragmatischer“ handeln und „meistens schneller als die Impfzentren“ sein, argumentiert der CDU-Politiker. Ulrich Weigeldt, Vorsitzender des Deutschen Hausärzteverbands, meint, dass Hausärzte keinen Impfstoff wegwerfen - im Gegensatz zu Impfzentren: „Es wird alles verimpft“, so Weigeldt. Außerdem hätten Arztpraxen weniger Papierkram zu erledigen.

Corona in Deutschland: Betriebsärzte impfen wohl ab Anfang Juni

Update vom Sonntag, 02.05.2021, 11.44 Uhr: „Bereits in ein paar Wochen werden wir voraussichtlich mehr Impfstoff haben als Terminanfragen“, sagt Bundesgesundheitsminister Jens Spahn (CDU) mit Blick auf die angekündigten Impfstoff-Lieferungen für Deutschland der Welt am Sonntag. Deshalb legte sich Spahn nun auch auf ein Datum fest, an dem Betriebsärzte in Unternehmen bei den Impfungen einbezogen werden sollen - ab dem 7. Juni soll das möglich sein.

Auch konkrete Impfstoff-Mengen nannte Spahn: So sollen zu Beginn die Betriebsärzte 500.000 Impfdosen pro Woche erhalten, wie die Nachrichtenagentur dpa berichtet.  Betriebsärzte in Firmen könnten dann helfen, mit niedrigschwelligen Angeboten zu überzeugen. Dies könne Menschen fürs Impfen gewinnen, die „nicht das Gegenargument suchen, sondern die Gelegenheit“.

Laut einer vom Gesundheitsministerium veröffentlichten Lieferprognose (Stand: 30.04.2021) werden für Arztpraxen und Betriebsärzte im Juni wöchentlich jeweils mehr als drei Millionen Dosen des Impfstoffes von Biontech/Pfizer erwartet - Tendenz in den darauffolgenden Wochen steigend. Im Mai sollen die Praxen demnach jeweils 1,6 Millionen Dosen pro Woche von Biontech bekommen und in den ersten beiden Mai-Wochen zusätzlich jeweils mehr als eine Million Dosen des Impfstoffes von Astrazeneca.

Corona: Ärzte, Impfzentren, mobile Impfteams - Das Impf-Netz in Deutschland wächst

Mit den wachsenden Liefermengen wird laut Spahn auch das Impf-Netz in der Fläche weiter wachsen. Mittlerweile seien bereits über 400 regionale Impfzentren, mobile Impfteams sowie mehr als 60.000 Arztpraxen an den Corona-Impfungen beteiligt. Damit habe auch das Impf-Tempo zugelegt: Laut dem RKI-Impf-Dashboard haben aktuell (Stand: 30.04.2021) bereits 26,9 Prozent der Bundesbürger mindestens eine Impfung erhalten. Den vollen Impfschutz mit einer zweiten Spritze haben 7,7 Prozent der Bundesbürger.

Auch die Impfzentren sollen nach derzeitigen Planungen des Bundesgesundheitsministeriums im Mai und Juni vorerst weiterhin mehr als zwei Millionen Impfdosen pro Woche bekommen. Doch mit der Ausweitung der Impfungen auf Arztpraxen und Unternehmen stehen die Impfzentren infrage: „Wenn die Impfpriorisierung Ende Mai, Anfang Juni aufgehoben wird, wäre es sinnvoll, das Impfen den Ärzten zu überlassen. Die kennen ihre Patienten“, sagte der Vorsitzende des Gesundheitsausschusses im Bundestag, Erwin Rüddel (CDU), der Frankfurter Allgemeinen Sonntagszeitung.

Corona in Deutschland: Rund jeder tausendste Bundesbürger an oder mit Covid-19 gestorben

+++ 16.21 Uhr: Über ein Jahr nach Beginn der Corona-Pandemie ist rein rechnerisch bald jeder tausendste Bundesbürger im Zusammenhang mit einer Covid-19-Infektion gestorben. Wie das Robert Koch-Institut (RKI) am Samstagmorgen (01.05.2021) meldete, sind bisher 83.082 Menschen an oder unter mit einer nachgewiesenen Infektion mit Sars-Cov-2 gestorben - bei rund 83,2 Millionen Einwohnern ist das rechnerisch etwa einer von 1000 Bundesbürgern.

Die Diskussion um die Todesursache an oder mit Sars-Cov-2 wird schon seit längerem in Deutschland geführt. Doch Clemens Wendtner, Chefarzt der München Klinik Schwabing, betonte kürzlich: „Wir sehen, dass die meisten direkt an Covid-19 gestorben sind“, sagte er mit Blick auf Erfahrungen in seiner Klinik. Er mahnte, dass ma nicht vergessen solle, wie tödlich das Virus sei. In den vergangenen Jahrzehnten habe in Deutschland keine andere Infektionskrankheit innerhalb eines Jahres so viele Tote gefordert.

Die außergewöhnlich starke Grippewelle 2017/18 kostete nach Schätzungen rund 25.100 Menschen in Deutschland das Leben. Das war nach einer RKI-Analyse die höchste Zahl an Grippetoten in den vergangenen 30 Jahren. Im Unterschied zu Covid-19 können Grippezahlen jedoch nur durch Übersterblichkeit geschätzt werden. Denn Patienten sterben meist an den Folgen einer Influenza wie zum Beispiel schweren Lungenentzündungen. Grippeviren selbst sind dann im Körper oft nicht mehr nachweisbar, berichtet die Nachrichtenagentur dpa.

Corona-Panne in Deutschland: Mann bekommt fünffache Dosis von Biontech-Impfstoff gespritzt

Update vom Samstag (01.05.2021), 12.22 Uhr: Am heutigen Tag der Arbeit dankt Kanzlerin Angela Merkel den Arbeitnehmern für ihren Einsatz und ihre Geduld in der Corona-Pandemie. „Die Pandemie hat uns noch einmal deutlich vor Augen geführt, wie wichtig die Arbeit jedes Einzelnen ist, damit das große Ganze wie gewohnt funktioniert“, sagte Merkel am Samstag (01.05.2021) in ihrem wöchentlichen Video-Podcast. „Gerade Berufe, die sonst nicht solche Aufmerksamkeit bekommen, haben das Land am Laufen gehalten.“

Ohne die Lkw-Fahrer und Beschäftigten in den Supermärkten hätten sich die Bürger auf die gewohnte Versorgung mit Lebensmitteln nicht verlassen können, sagte die Kanzlerin. Sie wolle deshalb allen „herzlich für ihren tagtäglichen Einsatz danken“.

Corona in Deutschland: Angela Merkel dankt Arbeitnehmern in der Pandemie

Angela Merkel erinnerte zudem an die Belastungen durch die Arbeit im Homeoffice. „Mir ist bewusst, wie anstrengend es sein kann, wenn über Monate der Esstisch gleichzeitig Schreibtisch und Hausaufgabenplatz für die Kinder ist“, sagte die Kanzlerin. Aber das Homeoffice sei „eine riesige Hilfe gegen die Ausbreitung des Virus“. Es vermeide täglich Bus- oder Bahnfahrten zur Arbeit und es reduziere Kontakte.

Zudem sagte Kanzlerin, dass es „gute Gründe zur Zuversicht“ gebe. Die Corona-Impfkampagne nehme jeden Tag mehr Fahrt auf. Spätestens ab Juni bekämen alle die Möglichkeit, sich um einen Impftermin zu bemühen. Doch am Tag der Arbeit wolle sie „erneut Danke sagen - für Ihren Einsatz in der schwersten Zeit, die unser Land seit Generationen erlebt hat, für Ihre Solidarität und für Ihre Geduld“.

Corona-Panne in Deutschland: Mann bekommt fünffache Dosis von Biontech-Impfstoff gespritzt

+++ 15.46 Uhr: Ein Mann hat im Schweriner Impfzentrum versehentlich eine fünffache Dosis des Corona-Impfstoffes von Biontech/Pfizer gespritzt bekommen. Der Betroffene klage über keine Beschwerden, so die Stadtverwaltung.

Dennoch sei er vorsorglich in die Helios-Klinik gebracht worden. Schwerins Impfmanager bezeichnete den Vorfall als „bedauerlichen Zwischenfall“. Es seien die Behälter mit verdünntem und unverdünntem Impfstoff verwechselt worden. Es ist nicht die erste Impf-Panne in Deutschland: In Niedersachsen hatte eine Impfzentrums-Mitarbeiterin in Friesland kürzlich den Impfstoff gegen Kochsalzlösung ausgetauscht, nachdem ihr die Ampulle beim Aufziehen der Spritzen heruntergefallen war und in Hannover wurden die Impfstoffe von Biontech/Pfizer und Astrazeneca vertauscht.

Corona in Deutschland: Schnelles Impfen alter Menschen hat wohl positiven Effekt

Update vom Freitag, 30.04.2021, 9 Uhr: Das schnelle Impfen alter Menschen in Deutschland in der Pandemie hat offenbar einen positiven Effekt auf die Zahl der Klinikeinweisungen. Seit Ende Februar ist der Anteil der Einweisungen wegen Covid-19 in Kliniken nicht mehr an angestiegen. Das zeigen Daten des Robert-Koch-Instituts (RKI). Der Anteil verharrte demnach bei sieben bis acht Prozent der gemeldeten Infizierten. Nachmeldungen seien für die aktuell niedrigste Zahl von vier Prozent nicht auszuschließen, teilte das RKI auf Anfrage der dpa mit.

Zum Vergleich: Auf dem Höhepunkt der ersten Welle hatte der Anteil der Klinikeinweisungen bei bis zu zwanzig Prozent der zu diesem Zeitpunkt gemeldeten Infizierten gelegen, bei der zweiten Welle bei bis zu zwölf Prozent. Dieser bereits niedrigere Wert hatte nach Einschätzung von Gesundheitsmanagern mit Lehren aus der ersten Welle und mit Fortschritten beim Vermeiden schwerer Krankheitsverläufe zu tun.

Corona in Deutschland: Covid-Patienten laut Intensivmedizinern „immer jünger“

Die Corona-Infektionen bei den über 80-Jährigen seien im Vergleich zur zweiten Welle nun aber erheblich zurückgegangen, heißt es beim RKI. So lagen die wöchentlichen Inzidenzen bei den 80- bis 90-Jährigen zuletzt zwischen 60 und 74 pro 100.000 Einwohner - und damit deutlich niedriger als in allen anderen Altersgruppen. Das sei eigentlich nur durch die Wirkung der Impfung in dieser Altersgruppe zu erklären, so das RKI. Da diese Gruppe früher einen Großteil der hospitalisierten Fälle ausgemacht habe, erkläre sich auch die aktuell viel niedrigere gesamte Hospitalisierungsrate.

In den jüngeren Altersgruppen (35 bis 59 Jahre) seien aber mindestens genauso viele Patienten in der dritten Welle ins Krankenhaus gekommen wie in der zweiten. Sie müssten meist auch länger dort bleiben als früher, insbesondere bei einer Versorgung auf Intensivstationen. Dort liegen nach dem Register von Intensivmedizinern und RKI aktuell immer noch rund 5000 Menschen, mehr als die Hälfte (58 Prozent) muss künstlich beatmet werden. Auch Intensivmediziner bemerken, dass ihre Patienten im Vergleich mit den ersten Wellen „immer jünger“ werden, berichtet dpa.

Corona-Impfrekord in Deutschland: Über eine Million Impfungen an einem Tag

+++ 14.42 Uhr: Mit knapp 1,1 Millionen Impfungen zum Schutz vor Corona binnen eines Tages ist in Deutschland am Mittwoch (29.04.2021) ein neuer Impf-Rekord aufgestellt worden. 1.088.952 Dosen wurden dem Impf-Dashboard der Bundesregierung zufolge verimpft. Damit konnte der bisherige Rekord vom Dienstag deutlich übertroffen werden, an diesem Tag wurden 780.858 Impfdosen verabreicht, wie aus den Daten des Bundesgesundheitsministeriums hervorgeht. „Zum ersten Mal haben wir über ein Prozent der Bevölkerung an einem Tag geimpft“, sagte Bundesgesundheitsminister Jens Spahn am Donnerstag in Berlin. Damit seien mehr als 25 Prozent der Bevölkerung mindestens einmal geimpft worden.

Besonderen Anteil an diesem Erfolg haben die Arztpraxen, die am Mittwoch 730.000 Impfungen durchgeführt haben. Die Impfzentren der Länder kamen auf 360.000 verabreichte Dosen, wie Spahn erklärte. Damit haben bis heute 25,9 Prozent der Bevölkerung mindestens eine Impfung erhalten, 7,5 Prozent sind vollständig geimpft und gelten damit als weitgehend immun gegen das Coronavirus.

Weitere Fälle der indischen Corona-Variante in Deutschland nachgewiesen

Update vom Donnerstag, 29.04.2021, 12.30 Uhr: Die Coronavirus-Variante B.1.617, die erstmals im Oktober 2020 in Indien nachgewiesen worden ist, fasst auch in Deutschland Fuß. Aus Köln meldet die Stadtverwaltung am Mittwoch (28.04.2021) erstmals zwei Fälle mit der Mutante. Beide Betroffene sollen Informationen des WDR zufolge vor kurzem aus Indien eingereist sein. In der Stadt in Nordrhein-Westfalen werden seit einem Vierteljahr alle positiven Tests auf Virusvarianten untersucht

Auch in Baden-Württemberg wurde bei zwei Reiserückkehrern die indische Variante B.1.617 entdeckt. Die Variante ist bereits in zuvor in Deutschland identifiziert worden: Das Robert-Koch-Institut berichtet am Mittwochabend von bisher insgesamt 22 Fällen.

Die Weltgesundheitsorganisation beobachtet die sogenannte indische Variante derzeit, hat sie bisher aber nicht als besorgniserregend eingestuft. In einer Folge des Podcasts „Coronavirus-Update“ erklärt auch Virologe Christian Drosten, es gebe bisher keine Belege, dass Menschen durch sie schwerer erkrankten. Zugleich sei die Datenlage zur Variante aktuell noch dünn.

Im Kampf um Corona-Impfstoffe auf Eigentumsrechte verzichten? Biontech-Chef erwägt Alternative 

+++ 18.17 Uhr: Der Verteilungskampf um Corona-Impfstoffe ist im vollen Gange. Einen Verzicht auf geistige Eigentumsrechte ist für Biontech-Chef Uğur Şahin der falsche Weg, um die Produktion von Impfstoffen zu erhöhen, berichtet spiegel.de. „Das ist keine Lösung“, sagte Sahin bei einer Veranstaltung des Vereins der Ausländischen Presse in Deutschland.

Biontech setze auf eine enge Kooperation mit ausgewählten Partnern. Der Grund: Der Impfstoff ist laut Sahin schwierig herzustellen. „Es gibt Möglichkeiten, die wir erwägen, dass wir spezielle Lizenzen vergeben für kompetente Hersteller“. Das solle die Qualität der Vakzine sicherstellen. Diese Produktion durch Lizenznehmer könnte frühestens Ende des Jahres einen Beitrag zur Pandemie-Bekämpfung leisten.

Corona-Impfstoffe: Herdenimmunität in der EU bis zum Sommer?

Die US-Regierung hatte den Verzicht auf geistige Eigentumsrechte ins Spiel gebracht, um die Impfstoff-Produktion zu erhöhen. Eine Entscheidung sei aber noch nicht gefallen, hieß es aus dem Weißen Haus.

In der EU produzierte Corona-Impfstoffe müssten auch in andere Teile der Welt exportiert werden, sagte Sahin. Er gehe davon aus, dass die erhoffte Herdenimmunität in der EU bis zum Ende des diesjährigen Sommers erreicht werden kann. Es habe aber wenig Nutzen, wenn Europa sicher sei, während die neuartigen Erreger in anderen Regionen der Welt wüten.

EU-Behörde erwartet Anstieg der Corona-Todesrate in Deutschland

+++ 12.00 Uhr: Die EU-Gesundheitsbehörde ECDC erwartet für Anfang Mai 2021 einen Anstieg der Corona-Todesrate in Deutschland. Laut Daten der Behörde werden für das Ende der ersten Maiwoche 1758 Tote in Folge einer Infektion prognostiziert. Das berichtet der Tagesspiegel. Zum Vergleich: Für die vergangene Woche ging die ECDC noch von 1639 Toten in Deutschland aus.

In die Prognose fließen mehrere Faktoren ein, unter anderem der Impffortschritt, das Infektionsgeschehen verschiedener Corona-Varianten oder die Pandemiemüdigkeit in der Gesellschaft. Auffällig an der ECDC-Prognose ist, dass für denselben Zeitraum in anderen europäischen Ländern ein gegenteiliger Trend erwartet wird, sprich: eine sinkende Todesrate. Für Österreich, Tschechien oder Frankreich ist das beispielsweise der Fall. Lediglich in den Niederlanden wird eine ähnliche Entwicklung wie in Deutschland vorhergesagt. Die Behörde berücksichtigt Daten aus insgesamt 32 Staaten.

Corona-Prognose für Deutschland: Todesrate steigt, Neuinfektionen sinken

Im Vergleich zur Todesrate erwartet die Gesundheitsbehörde bei den Neuinfektionen keinen Anstieg. Mit der Ausnahme von Zypern prognostizieren die Experten für zahlreiche Länder, dass die Fallzahlen konstant bleiben oder konstant sinken werden.

Update vom Mittwoch, 28.04.2021, 9.50 Uhr: Geht es nach Bundesjustizministerin Christine Lambrecht, sollen bundesweit Erleichterungen für vollständig Geimpfte und Corona-Genese etabliert werden: „Mein Ziel ist, unverzüglich, so schnell wie möglich eine solche Verordnung auf den Weg zu bringen“, sagte die SPD-Politikerin im ARD-Morgenmagazin.

Grundrechte dürften nicht weiter eingeschränkt werden, wenn von diesen keine Gefahr mehr ausginge. Lambrecht verweist dabei auf Erkenntnisse des Robert-Koch-Instituts (RKI). Diese zeigten, dass bereits zwei Wochen nach der zweiten Impfung keine Infektionsgefahr mehr von geimpften Personen ausginge.

Corona in Deutschland: Bayern startet mit mehr Freiheiten für Geimpfte

+++ 14.55 Uhr: In Bayern werden vollständig gegen das Coronavirus geimpfte Personen ab Mittwoch (28.04.2021) mit negativ auf Corona Getesteten gleichgestellt. Damit prescht der Freistaat vor und setzt den aktuell noch kontrovers diskutierten Punkt bereits um. Konkret heißt dies, dass vollständig Geimpfte beispielsweise ohne Negativtest zum Friseur können.

Privilegien wie der Zugang zu derzeit geschlossenen Einrichtungen wie Schwimmbädern und Kinos seien aber nicht vorgesehen. Wer zweimal geimpft sei und „nahezu ein Nullrisiko hat, muss wieder in seine zentralen Grundrechte zurückversetzt werden“, so der bayerische Ministerpräsident Markus Söder (CSU).

Am Montag (26.04.2021) hatte es beim Impfgipfel von Bund und Ländern noch keine Beschlüsse zu möglichen Lockerungen für Geimpfte und Genesene gegeben. Nach einer Ankündigung von Bundesgesundheitsminister Jens Spahn (CDU) will die Bundesregierung kommende Woche eine Verordnung vorschlagen, die am 28. Mai vom Bundesrat beschlossen werden könnte.

Corona in Deutschland: Maskenpflicht soll auch für Geimpfte bestehen bleiben

Update vom Dienstag, 27.04.2021, 9.40 Uhr: Kanzleramtschef Helge Braun hat sich ebenfalls zu möglichen Freiheiten von Geimpften geäußert. Dabei verwies der CDU-Politiker unter anderem darauf, dass auch gegen Corona geimpfte Personen das Virus dennoch weiterverbreiten können: „Das geschieht zu einem gewissen Prozentsatz“, sagte Braun im ARD-Morgenmagazin.

Daher könne man Maßnahmen wie Abstand halten und die Maskenpflicht vorerst nicht aufgeben, auch wenn Geimpfte viele Freiheitsrechte zurückbekommen könnten, so Braun weiter. Erst wenn große Teile der Bevölkerung geimpft seien, könne auch mit diesen Maßnahmen Schluss sein.

Corona in Deutschland: Impf-Freiheiten? Spahn kündigt Entscheidung für Mai an

+++ 21.35 Uhr:  Ende Mai soll nach Worten von Gesundheitsminister Jens Spahn entschieden sein, inwieweit gegen das Coronavirus Geimpfte weiterhin mit Beschränkungen belegt werden. „Hierzu wird die Bundesregierung nächste Woche einen Vorschlag machen und der Bundesrat wird dazu am 28. Mai dann final entscheiden. Also es gibt einen Zeitplan“, sagte Spahn am Montagabend in einem ARD-Extra.

Laut einem Eckpunktepapier der Bundesregierung vom Wochenende könnten für vollständig Geimpfte und Genesene etwa beim Zugang zu Geschäften und bestimmten Dienstleistungen dieselben Ausnahmen kommen, die für negativ Getestete gelten. Bei der Einreise aus dem Ausland könnte in den meisten Fällen eine Quarantäne wegfallen. Bei Kontakt- und Ausgangsbeschränkungen sollten weitere Ausnahmen für Geimpfte und Genesene vorgesehen werden können.

Andere Schutzmaßnahmen wie Maskenpflicht und Abstand sollten aber auch für Geimpfte, Genesene und Getestete noch für längere Zeit weiter gelten. Die vorgesehenen Regelungen bedürften der Zustimmung von Bundestag und Bundesrat. Vor Spahn hatte bereits Sachsen-Anhalts Ministerpräsident Reiner Haseloff (CDU) den 28. Mai genannt. Beim Corona-Impfgipfel von Bund und Ländern wurden Freiheiten für Geimpfte zwar diskutiert, es wurde jedoch keine Entscheidung getroffen. Angela Merkel soll sich im Vorfeld gegen eine Gleichstellung von Getesteten und Geimpften ausgesprochen haben. Bei einer Pressekonferenz nach dem Impfgipfel hat Merkel ein Ende der Impfpriorisierung ab Juni angekündigt.

Corona in Deutschland: Hilfen für Kinder beschlossen

Update vom Montag, 26.04.2021, 15.30 Uhr: Aktuell läuft der Corona-Impfgipfel von Bund und Ländern - und es zeichnete sich bereits im Vorfeld ab, dass es womöglich Streit geben könnte. Bundeskanzlerin Angela Merkel sagte vorab, dass die eine Gleichstellung von Geimpften und Getesteten ablehne.

Eine Einigung gab es hingegen in einer anderen Frage: Die Stellung von Schülern in der Corona-Pandemie wird von vielen Akteuren als problematisch bezeichnet - unter anderem von Lehrern, Psychologen, Politikern und Kinderärzten. Nun wurden auch die letzten Details eines „Corona-Aufholpakets“ für den Bildungsbereich beschlossen.

Das Paket soll zwei Milliarden Euro schwer sein. Die erste Milliarde soll die Länder unterstützen: Mit dem Geld sollen Kindern und Jugendlichen Hilfen angeboten werden, damit diese ihre Lernrückstände aufholen und beheben können. Die zweite Milliarde solle die „Teilhabechancen“ der Schüler stärken. So können Kinder und Jugendlichen eine einmalige Bonuszahlung von 100 Euro erhalten, wenn ihre Eltern staatliche Hilfe erhalten hatten. Darüber berichtet die Tagesschau.

Corona in Deutschland: Auszahlung von Kinderkrankengeld steigt an

Darüber hinaus gibt die Barmer Krankenkasse bekannt, dass im ersten Quartal 2021 mehr Kinderkrankengeld als in 2019 und 2020 gezahlt wurde. Grund dafür sei die Corona-Pandemie. Insgesamt 355.000 Kinderkrankengeldtage wurden 2021 beansprucht, in den Vorjahren waren es jeweils circa 259.000. Die Auszahlungen würden doppelt so häufig von Müttern als von Vätern beantragt. Das berichtet die Welt unter Berufung auf eine Studie der Barmer.

Die geschlossenen Schulen und Kitas seien ein Grund für die vermehrten Kinderkrankengeldtage. Christoph Straub, der Leiter der Barmer, sprach davon, dass nach dieser Studie Mütter öfter die Versorgung der Kinder übernähmen. Damit hätte die Corona-Pandemie die Unausgewogenheit innerhalb von Familien weiter verstärkt.

Corona in Deutschland: Mit so vielen Impfungen rechnet Jens Spahn ab Montag (26.04.2021)

+++ 18.25 Uhr: Bundesgesundheitsminister Jens Spahn (CDU) rechnet in der Woche ab Montag (26.04.2021) mit mehr als 2 Millionen Corona-Impfungen in den Hausarztpraxen. In der darauffolgenden Woche Anfang Mai sollen es bereits mehr als drei Millionen sein, berichtet spiegel.de.

Laut einer Vorlage des Gesundheitsministeriums für den Impfgipfel von Bund und Ländern am Montag (26.04.2021) haben die Impfstoff-Hersteller für das zweite Quartal insgesamt 80 Millionen Corona-Impfdosen zugesagt. Davon entfallen laut dem Papier 50 Millionen Biontech-Dosen. Die auf Kalenderwochen bezogenen Lieferpläne bis Ende Juni lägen bisher aber nur von Biontech und Moderna vor.

Die Liefermengen von AstraZeneca und von Johnson & Johnson werden den Angaben zufolge aktuell nur mit sehr kurzer Frist angekündigt. Wie zwischen Bund und Ländern vereinbart, erhielten die Länder im Mai und Juni für den Betrieb der Impfzentren wöchentlich kontinuierlich 2,25 Millionen Dosen von Moderna und Biontech sowie zusätzlich die angemeldeten Bedarfe für noch ausstehende Zweitimpfungen mit AstraZeneca.

Corona-Katastrophe in Indien: Deutschland will helfen

Erstmeldung vom Sonntag, 25.04.2021, 16.07 Uhr: Kassel - Während in Deutschland die Corona-Notbremse aktiv wurde, meldet Indien einen Höchststand an Neuinfektionen und Todesfällen. Die Bundesregierung um Kanzlerin Angela Merkel (CDU) hat Nothilfen für Indien angekündigt. Laut Regierungssprecher Steffen Seibert, sagte Merkel: „Deutschland steht Seite an Seite in Solidarität mit Indien. Wir bereiten so schnell wie möglich eine Unterstützungsmission vor.“

Der Kampf gegen das Virus sei ein gemeinsamer Kampf. Am Sonntag (25.04.2021) meldet die WHO 346.786 neue Corona-Fälle. In Deutschland liegt die Zahl der Neuinfektionen laut RKI hingegen bei 18.773. Indien wurde zu einem Virusvarianten-Gebiet erklärt. Die Einreise nach Deutschland ist nur unter speziellen Voraussetzungen erlaubt. „Wegen der hochgefährlichen Doppel-Mutante B.1.617 will die Bundesregierung Indien zum Virusvarianten-Gebiet erklären. Damit gilt in Deutschland ab Montag ein weitgehendes Einreiseverbot.“

Corona in Deutschland: Probleme mit Software in Schnelltestzentren

Neben der Corona-Mutante aus Indien sorgt eine Sicherheitslücke für Probleme. Nicht zum ersten Mal konnten Unbekannte Daten zu Schnelltests abgreifen. Eine Sicherheitslücke in einer Schnelltest-Software soll der Grund gewesen sein. Das berichtet der Tagesspiegel. Dabei sei auf Testergebnisse und andere sensible Informationen wie Adresse und Geburtstag zugegriffen worden. Zwei Berliner Testzentren sind von dem Vorfall betroffen. Mehr als 6000 Registrierungen seit Anfang April seien einsehbar gewesen.

Die problematische Software wird auch bei anderen Testzentren (unter anderem in Hamburg und Würzburg) verwendet. Die Sicherheitslücke sei jedoch in der Zwischenzeit behoben worden.

Corona in Deutschland: Politik der Bundesregierung kritisiert - #allesdichtmachen „ein Fehler“?

Für weiteren Zündstoff in der Corona-Pandemie sorgt die Bewegung #allesdichtmachen. Dort wird die Politik der Bundesregierung um Angela Merkel kritisiert. Vor allem Künstler hatten sich an der Aktion beteiligt, die mit ironisch-satirischen Videos ihre Kritik ausdrücken wollten. Nach Aussage einiger Teilnehmer der Bewegung oft auch ohne Kontext (siehe Zitat unten). Nun fangen immer mehr Teilnehmer an, sich von ihren Beiträgen zu distanzieren. Das liegt vor allem an der Zustimmung der AfD und anderen rechten Gruppen.

Das Ziel sei es gewesen, „eine Diskussion anzustoßen“, erklärt das Schauspieler-Paar Martin Brambach und Christine Sommer. Die beiden veröffentlichten ein gemeinsames Statement: „Sollten wir jedoch durch unsere Teilnahme an dieser Aktion Menschen verletzt haben, möchten wir uns dafür entschuldigen.“

Es sei nicht darum gegangen, die Lage zu verharmlosen oder Betroffene zu verhöhnen. Von einer „Vereinnahmung durch die AfD und anderen rechten Gruppen“ distanzieren sich Brambach und Sommer. „Es war vielleicht ein Fehler solche Videos ohne jeglichen Kontext oder wenigstens ein paar erklärende Worte zu veröffentlichen.“ Nach eigener Aussage haben die beiden ihre Videos wieder löschen lassen. (Jennifer Greve, Sarah Neumeyer, Nail Akkoyun, Jan Wendt)

Rubriklistenbild: © Matthias Bein/dpa

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