Neue Studie

Schule, Kita, Arbeitsplatz und Co.: Wo sich die meisten Menschen mit Corona infizieren

In Schulen nehmen die Corona-Ausbrüche weiter zu. (Symbolbild)
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In Schulen nehmen die Corona-Ausbrüche weiter zu. (Symbolbild)

Die Corona-Neuinfektionen in Deutschland nehmen rasant zu. Doch wo infizieren sich die meisten Menschen mit dem Virus? Das RKI schafft Klarheit.

Kassel – Obwohl in Deutschland weiterhin der Lockdown und zahlreiche Maßnahmen zur Eindämmung der Corona-Pandemie gelten, bewegen sich die Fallzahlen auf einem hohen Niveau. In diesem Zusammenhang tritt immer wieder eine Frage in den Vordergrund: Wo infizieren sich die Menschen mit Corona? In einem Lagebericht vom 6. April 2021 hat das Robert-Koch-Institut (RKI) die Ansteckungsquellen hierzulande aufgeführt.

Die meisten Infektion gehen vor allem auf Privathaushalte (54 Prozent) und das berufliche Umfeld (11 Prozent) zurück. In Pflegeheimen und Krankenhäusern hingegen sinkt der Anteil der Corona-Ausbrüche seit Jahresbeginn. Auch der Anteil der größeren Ausbrüche (ab 5 Fällen) habe laut RKI seit Beginn des Jahres abgenommen.

Video: Nach Corona-Infektion - Wie hoch ist das Risiko sich wiederholt anzustecken?

Corona-Ausbrüche in Schulen: Britische Mutante bereitet Sorgen

Die Meldungen von Corona-Fällen stiegen vor Ostern besonders bei Kindern und Jugendlichen in allen Altersgruppen an. Im Vergleich zum vergangenen Jahr hat vor allem in Kitas die Zahl der Ausbrüche (ab 2 Fällen) zugenommen. So meldet das RKI Anfang März über 200 Ausbrüche. Auch SPD-Politiker Karl Lauterbach ist angesichts der Corona-Mutanten in Sorge um Kinder und Jugendliche.

Eine ähnliche Entwicklung zeigt sich auch in Schulen, hier nehmen die Infektions-Ausbrüche ebenfalls zu. Dahingehend spielt vor allem die Ausbreitung der leichter übertragbaren Corona-Mutante B.1.1.7 eine Rolle. Um also einen möglichst kontinuierlichen Betrieb von Kitas und Schulen gewährleisten zu können, „erfordert die aktuelle Situation den Einsatz aller organisatorischer und individueller Maßnahmen zur Infektionsprävention“, so das RKI.

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Corona-Pandemie in Deutschland: Übertragungswege nicht immer ermittelbar

Dennoch betont das RKI, dass sich die genauen Übertragungswege nicht immer ermittelt lassen. Für eine Vielzahl der Fälle fehlen die nötigen Informationen zur Nachverfolgung. Besonders in Situationen mit anonymen Menschengruppen wie im öffentlichen Nahverkehr lassen sich die Daten für die Gesundheitsämter nur schwer erfassen. In Privathaushalten sei die Nachverfolgung einfacher. „Die vorliegenden Daten können demnach nur einen kleinen Ausschnitt der tatsächlichen Übertragungen abbilden“, heißt es in dem Bericht weiter.

Hinsichtlich des uneindeutigen Infektionsgeschehenes und den überfüllten Intensivstationen fordern Intensivmediziner einen harten Corona-Lockdown. „Es brennt. Die Lage ist sehr dramatisch. Jeder Tag zählt“, warnt Gernot Marx, Chef der deutschen Interdisziplinären Vereinigung für Intensiv- und Notfallmedizin. (Karolin Schaefer)

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