Kampf gegen Pandemie

Corona in Deutschland: Bund und Länder heben Impf-Priorisierung auf - konkretes Datum steht fest

Gesundheitsminister Jens Spahn (CDU) hat seine erste Corona-Impfung bereits erhalten. Nun haben Bund und Länder die Impf-Priorisierung ab Anfang Juni aufgehoben.
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Gesundheitsminister Jens Spahn (CDU) hat seine erste Corona-Impfung bereits erhalten. Nun haben Bund und Länder die Impf-Priorisierung ab Anfang Juni aufgehoben.

Bund und Länder heben die Priorisierung für Corona-Impfungen in Deutschland aufheben - und das bereits im Juni.

+++ 17.57 Uhr: Bund und Länder heben die Impf-Priorisierung gegen das Coronavirus auf. Darauf haben sich die Gesundheitsminister am heutigen Montag (17.05.2021) nach Angaben von Gesundheitsminister Jens Spahn (CDU) geeinigt.

Damit können sich ab dem 7. Juni alle Personen über 16 Jahre für eine Corona-Impfung in Deutschland registrieren. „Damit sind alle Bürgerinnen und Bürger ab 16 Jahren berechtigt, einen Impftermin zu vereinbaren“, heißt es in einem Beschlussentwurf des Bundes für Beratungen mit den Gesundheitsministern der Länder. Er liegt der Deutschen-Presse-Agentur vor. Die Aufhebung der Priorisierung soll sowohl in Arztpraxen als auch in Impfzentren gelten.

Corona in Deutschland: Spahn will Impf-Priorisierung aufheben

Erstmeldung vom Montag, 17.05.2021, 17.05 Uhr: Kassel - Bereits einige Bundesländer haben vorgelegt, nun will der Bund nachziehen: Die Priorisierung für Corona-Impfungen soll ab dem 7. Juni vollständig aufgehoben werden. Das soll Bundesgesundheitsminister Jens Spahn (CDU) am Montag (17.05.2021) den Ländern vorgeschlagen haben, heißt es aus Verhandlungskreisen.

Das bedeutet, dass sich künftig alle Personen über 16 Jahren für eine Impfung anmelden können. Zahlreiche Bundesländer haben die Impfpriorisierung bereits teilweise aufgehoben - darunter Berlin und Bayern. Hier haben Arztpraxen bei der Vergabe des Corona-Impfstoffs mehr Handlungsspielraum, da sie sich teilweise nicht mehr an die Impfreihenfolge der Risikogruppen halten müssen.

Corona in Deutschland: Nicht alle können im Juni geimpft werden

Dieses Vorgehen erhielt anfangs von Spahn und einigen Ministerpräsidenten Gegenwind. Das Argument: Noch immer warten mehrere Millionen Menschen in Risikogruppen auf ihre Impfungen. Es solle kein „Windhundrennen“ einsetzen.

Allerdings dämpfte der Gesundheitsminister die Erwartungen der Impfwilligen wiederholt. Nicht alle können im Juni direkt eine Corona-Impfung erhalten. Grund dafür sei die nur schrittweise Lieferung an Impfstoffen. „Die Impfkampagne wird wie angekündigt bis zum Ende des Sommers fortgesetzt werden müssen“, heißt es in einem Beschlussentwurf des Bundes. Dieser liegt der Deutschen Presse-Agentur (dpa) vor. (kas)

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