News-Ticker

Corona in Deutschland: Angst vor indischer Mutante wächst - Einreisebeschränkung erlassen

Die Sorge vor der indischen Virusvariante wächst. Politiker fordern schärfere Einreisebeschränkungen. Jetzt will die Regierung reagieren. Alle News im Ticker.

  • Gesundheitsminister Jens Spahn will die Priorisierung bei den Corona-Impfungen bald aufheben.
  • In Deutschland hat es bisher 59 Fälle von Sinus- und Hirnvenenthrombosen nach einer Corona-Impfung mit dem Corona-Impfstoff von AstraZeneca gegeben.
  • Corona-News: Wirtschaftsminister Altmaier kann sich Sonderrechte für geimpfte Personen „gut vorstellen“.
  • Dieser Ticker ist beendet - aktuelle News zur Corona-Lage in Deutschland gibt es hier.

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+++ 15.08 Uhr: Wegen der Corona-Mutation in Indien werden Einreise aus dem Land nach Deutschland weitgehend gestoppt. „Um unsere Impfkampagne nicht zu gefährden, muss der Reiseverkehr mit Indien deutlich eingeschränkt werden“, sagte Gesundheitsminister Jens Spahn den Zeitungen der Funke Mediengruppe.

Daher will die Regierung Indien kurzfristig zum Virusvariantengebiet erklären. Ab Montag (26.04.2021) dürften Deutsche aus Indien nur noch einreisen, wenn sie vor ihrem Abflug einen negativen Corona-Tests vorlegen können. In Deutschland angekommen, müssen sie 14 Tage in Quarantäne gehen. Ausländer sollen aus Indien nicht mehr nach Deutschland einreisen dürfen.

Die indische Doppel-Mutante könnte die ohnehin prekäre Corona-Lage in Deutschland weiter verschärfen. (Symbolfoto)

Corona in Deutschland: Peter Altmaier (CDU) spricht sich für Sonderrechte für Geimpfte aus

+++ 12.35 Uhr: Bundeswirtschaftsminister Peter Altmaier (CDU) hat sich zu Sonderrechten für gegen das Coronavirus geimpfte Personen geäußert. „Im Juni oder Juli“ könne man wohl über Ausnahmen für Corona-Geimpfte sprechen, so der CDU-Politiker gegenüber den Zeitungen der Funke Mediengruppe. „Ob Menschen, die zweimal geimpft sind, der Aufenthalt in Quarantäne erspart werden kann - etwa nach Kontakten mit Infizierten oder nach Auslandsreisen. Oder ob die Menschen ein Restaurant besuchen können, ohne vorher einen Schnelltest zu machen“, so Altmaier weiter, der sich solche Regelungen „gut vorstellen“ könne.

Laut Gesundheitsminister Jens Spahn (CDU) könnten diese Details bei der Ministerpräsidentenkonferenz am Montag (26.04.2021) geklärt werden. So könnte ein voller Impfschutz einem negativen Testergebnis gleichgestellt werden, was beispielsweise auch den Wegfall der Einreiseregeln bedeuten könnte, so Spahn.

Corona in Deutschland: Sowohl Wirtschaftsminister Altmaier (l.) als auch Gesundheitsminister Spahn (beide CDU) können sich Sonderrechte für gegen das Coronavirus geimpfte Personen vorstellen. (Archivfoto)

Corona in Deutschland: Weltärzte-Präsident warnt vor indischer Doppel-Mutante

Update vom Samstag, 24.04.2021, 09.45 Uhr: Kommen weitere Verschärfungen im Kampf gegen die Corona-Pandemie? Die in Indien aufgetretene neue „Doppel-Mutante“ des Coronavirus gibt jedenfalls Anlass zur Sorge. So fordert Manfred Weber (CSU), Fraktionschef der konservativen Parteien im Europa-Parlament, laut der Bild-Zeitung die sofortige Einstellung aller Flugverbindungen zwischen Indien und der EU.

Auch Weltärzte-Präsident Frank Ulrich Montgomery warnt vor der neuen Corona-Variante. Die Bundesregierung stuft Indien ab dem morgigen Sonntag als Hochinzidenzgebiet ein. Damit sind aber zunächst keine verschärften Einreisebestimmungen für den Subkontinent verbunden.

Corona in Deutschland: Einreisebeschränkungen aufgrund indischer Mutante?

„Die indische Doppelvariante scheint sich schnell auszubreiten und die Situation dort droht, außer Kontrolle zu geraten“, so CSU-Politiker Weber. Ein vorübergehendes Verbot von Flügen aus Indien und Einreisebeschränkungen seien daher ein Muss. Auch Montgomery spricht gegenüber der Rheinischen Post davon, dass die indische Corona-Variante „besonders ansteckend und besonders gefährlich sein soll“. Dies zeige, „wie wichtig internationale Absprachen, konsequente Lockdown-Maßnahmen und Einschränkungen der Mobilität“ seien.

Am Samstagmorgen meldet Indien mit 346.786 Fällen einen neuen globalen Höchstwert bei Neuinfektionen binnen 24 Stunden. Nach offiziellen Angaben vom Freitag sind bisher 21 Infektionen mit der Doppel-Mutante in Deutschland nachgewiesen worden.

Corona in Deutschland: Ende der Impfpriorisierung im Juni?

+++ 17.10 Uhr: Noch immer läuft das Impfen in Deutschland nur schleppend - doch Bundesgesundheitsminister Jens Spahn geht davon aus, dass die strenge Impfpriorisierung ab Juni 20201 fallen gelassen werden kann. Abhängig macht Spahn das von den angekündigten Liefermengen - und da sieht es ganz gut aus: Die EU steht kurz vor einem Vertragsabschluss mit dem Hersteller Biontech/Pfizer über den Kauf weiterer 1,8 Milliarden Impfdosen, wie die Nachrichtenagentur AFP berichtet .

Unterdessen vermelden zwei Bundesländer einen neuen Impfrekord: Bremen und das Saarland haben am Freitag als erste Bundesländer bei den Erstimpfungen eine Quote von 25 Prozent erreicht, berichtet dpa. Damit hat in den beiden Bundesländern bereits jeder Vierte mindestens eine Impfung gegen das Coronavirus erhalten. Bremens Gesundheitssenatorin Claudia Bernhard (Linke) sprach angesichts des knappen Impfstoffs von einer „tollen Zwischenbilanz“. Im Saarland werden nach Angaben des Gesundheitsministeriums täglich 5300 Impfungen vorgenommen.

Im Juni könnte die Impfpriorisierung in Deutschland laut Gesundheitsminister Jens Spahn aufgehoben werden. Zwei Bundesländer haben bereits je ein Viertel der Bevölkerung mit einer ersten Impfung versorgt. (Symbolbild)

Corona in Deutschland: Ende der Impfpriorisierung - Geht es dann wirklich schneller?

Update vom Freitag, 23.04.2021, 13.40 Uhr: Während zuletzt eine baldige Aufhebung der Impfpriorisierung Hoffnungen auf ein erhöhtes Impftempo macht, warnt Kanzleramtschef Helge Braun jetzt vor überzogenen Erwartungen. Auch dann werde es noch Wartezeiten für Impfwillige geben, sagte der CDU-Politiker der Augsburger Allgemeinen am Freitag. Braun sagte, die Priorisierung könne man aller Voraussicht nach Anfang Juni aussetzen. „Das heißt nicht, dass dann schon Anfang Juni für alle genug Impfstoff vorhanden sein wird“, betonte der Kanzleramtschef. Es bleibe aber dabei, dass man bis zum Sommer jedem ein Impfangebot machen könne.

Braun skizzierte den möglichen Zeitplan wie folgt: „Wenn die Hersteller so liefern, wie sie es uns versprochen haben, dann werden wir im Laufe des Monats Mai so viel Impfstoff bekommen, dass wir allen, die eine Priorisierung haben, ein Impfangebot machen können.“ Dann könne man im Juni beginnen, über die Betriebsärzte und über die Hausärzte auch die breite Bevölkerung zu impfen. Um das Impftempo schon früher zu erhöhen, fordert die Bundesärztekammer, gelagerte Impfdosen zu nutzen.

 „Es ist nicht hinnehmbar, dass in Deutschland mehr als fünf Millionen Impfdosen ungenutzt gelagert werden, während sich täglich Tausende Menschen neu mit Corona infizieren“, sagte Ärztekammerpräsident Klaus Reinhardt dem Redaktionsnetzwerk Deutschland.  Das Ziel müsse es sein, schnellstmöglich viele Menschen gegen das Virus zu immunisieren. „Dafür müssen die in den Impfzentren zurückgehaltenen Reserven für die Zweitimpfung so weit wie möglich aufgelöst werden“, so Reinhardt. Aufgrund der erwartbaren Liefermengen im zweiten Quartal sei das vertretbar.

Corona in Deutschland: Kommt jetzt der Impf-Turbo? Spahn will Impfpriorisierung aufheben

+++ 17.34 Uhr: Im Juni könnten in Deutschland Corona-Impfungen für alle möglich werden. Dann würden voraussichtlich die Priorisierungen aufgehoben, die den Zugang zu den Impfungen bislang noch an bestimmte Voraussetzungen knüpfen, sagte Bundesgesundheitsminister Jens Spahn (CDU) am Donnerstag im Bundesrat. Er wäre „froh“, wenn die Freigabe vielleicht sogar noch früher möglich wäre, fügte er hinzu.

Möglich wird die Aufhebung der Impfpriorisierung durch eine deutlich gestiegene Zahl der Impfstofflieferungen. Im Mai sei zunächst die Priorisierungsgruppe drei an der Reihe, danach könnte sich jeder Erwachsene in Deutschland impfen lassen.

Bisher sind in Deutschland 23.656.941 Impfdosen verabreicht worden, wie aus dem Impf-Dashboard des RKI hervorgeht. Bereits 5.724.561 Personen (6,9 Prozent der Gesamt­bevölkerung) sind vollständig geimpft, 17.932.380 Personen haben bisher mindestens eine Impfdosis erhalten. Die Impfquote liegt demnach bei 21,6 Prozent. 

Corona in Deutschland: Impfung ab „Ende Mai“ für alle? Priorisierung soll aufgehoben werden

Update vom Donnerstag, 22.04.2021, 11.35 Uhr: Ab Ende Mai, Anfang Juni könnte in Deutschland die Impfpriorisierung aufgehoben werden. Das bestätigte Helge Braun (CDU). Der Kanzleramtschef äußerte sich wohl diesbezüglich in einem internen Gespräch zwischen der Bundesregierung und den Chefs der Staatskanzleien der Länder. Das berichtet die Bild.

Sobald die Priorisierung der Impfungen in Deutschland aufgehoben ist, können sich alle impfwilligen Personen gegen das Coronavirus Sars-Cov-2 impfen lassen. Die Aufhebung soll in der nächsten Ministerpräsidentenkonferenz am 26.04.2021 thematisiert werden.

Deutschland: Anfeindungen wegen Corona-Impfkampagne - Günther Jauch und Uschi Glas betroffen

Drohbriefe und Anfeindungen gegen Politiker und Personen der Öffentlichkeit sind in der Corona-Krise nicht selten. Nun hat sich Günther Jauch entschlossen, einige der Briefe vorzulesen. Am Mittwochabend (21.04.2021) las er einige per Videoschalte bei Stern TV vor.

Jauch zeigte sich erstaunt über die Anzahl der Drohbriefe - und über die Offenheit der Absender. „Ich wundere mich tatsächlich, dass es so viele sind“, sagte der TV-Moderator. „Und dass die sich vor allen Dingen überhaupt nicht scheuen, das mit vollem Namen zu machen.“ Die Gesichter der Impfkampagne der deutschen Bundesregierung sehen sich immer öfter solchen Anfeindungen gegenüber. Auch Uschi Glas berichtete von zahlreichen Drohbriefen, die gegen sie gerichtet seien.

Corona in Deutschland: Thrombose nach Astrazeneca-Impfung? Zahl der Fälle aktualisiert

+++ 16.27 Uhr: In Deutschland sind bis Mitte April 59 Fälle von Sinus- und Hirnvenenthrombosen nach einer Impfung mit dem Corona-Impfstoff von Astrazeneca gemeldet worden. Das teilt das Paul-Ehrlich-Institut (PEI) auf seiner Homepage mit. Die Betroffenen seien zwischen 13. Februar und 31. März mit dem Vakzin des britisch-schwedischen Herstellers geimpft worden. Zwölf Menschen seien gestorben, sechs Männer und sechs Frauen.

Bis zum 2. April meldete das Paul-Ehrlich-Institut (PEI) für Deutschland insgesamt 42 Verdachtsfälle einer Sinusvenenthrombose im Zusammenhang mit einer Astrazeneca-Impfung. Bei 23 Personen sei zusätzlich eine Thrombozytopenie, also ein Mangel an roten Blutplättchen, nachgewiesen worden. Acht Personen, bei denen eine Sinusvenenthrombose nach einer Astrazeneca-Impfung erkannt wurde, verstarben bis zu diesem Zeitpunkt.

Corona in Deutschland: „Querdenker“-Demo in Berlin aufgelöst - Polizei mit Großaufgebot vor Ort

+++ 14.07 Uhr: In Berlin hat die Polizei am Mittwoch (21.04.2021) eine „Querdenker“-Demonstration aufgelöst. Nach Angaben der Berliner Morgenpost hatten sich am Reichstag rund 8000 Menschen versammelt. Dabei habe es fortwährende und flächendeckende Verstöße gegen den Infektionsschutz gegeben: Mindestabstände seien immer wieder missachtet worden, zudem sei oft kein Mund-Nasen-Schutz getragen worden.

Die Polizei ist mit einem Großaufgebot von rund 2200 Beamten im Einsatz, teilt die dpa mit. Das Reichstagsgebäude sowie das Brandenburger Tor seien weiträumig abgesperrt. Im Reichstagsgebäude finden unterdessen Beratungen des Bundestags über das geänderte Infektionsschutzgesetz statt.

Corona in Deutschland: Antikörpermedikament unwirksam? Bundesregierung setzt auf Kombi-Präparat

+++ Mittwoch, 21.04.2021, 10.01 Uhr: Angesichts möglicher Resistenzen setzt das Bundesgesundheitsministerium bei Antikörper-Medikamenten gegen Covid-19 auf eine Kombination solcher Präparate. Dies basiert auf einer Empfehlung des Paul-Ehrlich-Instituts (PEI). Man beschaffe derzeit ein weiteres Antikörper-Medikament, das voraussichtlich ab Ende April zur Verfügung stehe, teilte ein Sprecher des Ministeriums der Deutschen Presse-Agentur mit.

Monoklonale Antikörper-Präparate haben in Europa noch keine Zulassung, die Prüfverfahren bei der Arzneimittelbehörde EMA laufen. In Deutschland werden die Wirkstoffe nach Entscheidung eines Arztes bereits in Einzelfällen bei Patienten eingesetzt, die ein Risiko für einen schweren Verlauf haben. Bisherige Studiendaten weisen darauf hin, dass eine Therapie im frühen Krankheitsstadium die Viruslast reduzieren könnte.

Corona in Deutschland: Medikament könnte gegen Mutationen unwirksam sein

Die gentechnologisch hergestellten Antikörper imitieren die Fähigkeit des Immunsystems, Krankheitserreger wie Sars-CoV-2 abzuwehren. Sie zielen auf bestimmte Stellen des Virus ab. Ein einzelnes Präparat kann jedoch unwirksam werden, wenn sich durch Mutationen die Andockstelllen für die Antikörper ändern.

In den USA hatte die Arzneimittelbehörde FDA dem Antikörper-Medikament Bamlanivimab vor einigen Tagen die Notfallzulassung für die alleinige Therapie wieder entzogen. Dort hatten sich zuletzt Virus-Varianten verbreitet, gegen die das Medikament allein nicht mehr ausreichend wirksam ist. Somit habe es bei einer Monotherapie eine negative Nutzen-Risiko-Bilanz, begründete die FDA ihre Entscheidung. In Kombination mit einem anderen Antikörper kann es jedoch weiterhin eingesetzt werden.

Corona in Deutschland: Jeder Fünfte ist bereits geimpft

In Deutschland wurden laut Robert-Koch-Institut bis einschließlich 19. April bisher 22.378.776 Corona-Impfdosen verabreicht. Inzwischen haben rund 20 Prozent der etwa 83 Millionen Menschen in Deutschland mindestens eine Dosis eines Corona-Impfstoffs bekommen, das ist etwa jeder Fünfte. Den zweiten der für den vollen Schutz nötigen Impftermine hatten bisher laut Statistik des Robert Koch-Instituts (RKI) erst etwa 7 Prozent der Bevölkerung.

„Bei einer Impfquote von 20 Prozent haben wir noch keinen großen, signifikanten Einfluss auf das Infektionsgeschehen, auf die Fallzahlen“, sagt Carsten Watzl, Generalsekretär der Deutschen Gesellschaft für Immunologie. Die Erstimpfung biete einen guten Schutz vor schweren Verläufen, aber Ansteckungen seien weiterhin möglich.

Corona: Nach Thrombose-Fällen - EMA gibt neue Empfehlung für Johnson & Johnson bekannt

+++ 16.45 Uhr: Der Corona-Impfstoff des US-amerikanischen Herstellers Johnsons & Johnson stand zuletzt wegen möglicher Thrombose-Vorfälle in der Kritik. Nach einer Prüfung der EU-Arzneimittelbehörde (EMA) könne das Vakzin uneingeschränkt empfohlen werden.

Nur in sehr seltenen Fällen könne der Wirkstoff Blutgerinnsel auslösen, so die EMA am Dienstag (20.04.2021) in Amsterdam. Im März wurde der Impfstoff in der EU zugelassen. Aufgrund der Verdachtsfälle wurden die Lieferungen allerdings vorläufig gestoppt - auch in den USA.

Trotz negativem Test – Besucher für Corona-Ausbruch in Klinik verantwortlich

+++ 14.00 Uhr: Ein Besucher mit einem falsch-negativen Schnelltest-Ergebnis hat im Klinikum Dortmund einen Corona-Ausbruch ausgelöst. Mittlerweile seien 26 Infektionen – 18 Patienten und acht Mitarbeiter – bekannt, sagte ein Sprecher des Klinikums am Montag (19.04.2021). Die Infizierten seien jedoch alle bisher entweder symptomlos oder durchlebten milde Verläufe, berichtet die Deutsche Presse-Agentur.

Der Besucher hatte den Angaben zufolge für einen Patientenbesuch ein negatives Schnelltest-Ergebnis vorgelegt. Anschließend wurde eine Corona-Infektion bei ihm festgestellt. 300 Patienten und Mitarbeiter wurden daraufhin getestet. Die Klinik warnt davor, sich durch ein negatives Testergebnis in falscher Sicherheit zu wiegen: „So ein negatives Schnelltestergebnis ist kein Freifahrtschein. Es gelten weiterhin Maskenpflicht und Abstandsregeln, um genau so etwas zu vermeiden“, sagte der Sprecher.

Trotz eines negativen Schnelltests, hat ein Besucher einen Corona-Ausbruch in einer Klinik ausgelöst. (Symbolbild)

Corona in Deutschland: Hausärzte sollen 500.000 Corona-Impfdosen bekommen

Update vom Dienstag, 20.04.2021, 9.25 Uhr: Hausärzte in Deutschland sollen nächste Woche 500.000 Corona-Impfdosen mehr erhalten als bisher geplant. Berichten zufolge handele es sich dabei allerdings nur noch um den Impfstoff von BionTech und Pfizer.

Der Bund wird den Praxen in Deutschland für die Woche vom 26. April bis 2. Mai mit zwei Millionen Dosen des Corona-Impfstoffs von BionTech und Pfizer deutlich mehr bereitstellen, als bisher geplant waren, schreibt die Rheinische Post unter Berufung auf die Kassenärztliche Bundesvereinigung.

Mehr Impfstoff für Hausärzte in Deutschland: Der Bund plant die Bereitstellung für 500.000 mehr Corona-Impfdosen von BionTech und Pfizer für die kommende Woche. (Symbolbild)

Corona in Deutschland: Impfkampagne „gewinnt an Geschwindigkeit“

+++ 17.10 Uhr: Nach Plänen von Bundesgesundheitsminister Jens Spahn (CDU) sollen sich ab Juni auch Betriebsärzte an der Corona-Impfkampagne beteiligen. „Wie angekündigt, gewinnt die Impfkampagne im zweiten Quartal deutlich an Geschwindigkeit“, sagte der CDU-Politiker am Montag (19.04.2021). Dabei bezieht er sich auf die aktuellen Lieferzusagen der Impfstoffhersteller Biontech/Pfizer und Moderna.

„Damit erhalten Arztpraxen und Länder mehr Planungssicherheit für Mai und Juni. Und das ermöglicht uns, bereits im Juni auch die Betriebsärzte in die Impfkampagne zu integrieren“, so Spahn. Dazu kommen noch Dosen von Astrazeneca und Johnson & Johnson. Beide Corona-Impfstoffe standen zuletzt aufgrund eines möglichen Zusammenhangs mit Thrombose-Vorfällen in der Kritik.

Biontech/Pfizer will dem Gesundheitsministerium zufolge im zweiten Quartal 50,3 Millionen Impfdosen liefern. Das wären zehn Millionen Dosen mehr als bisher angekündigt. Von Moderna werden 6,4 Millionen Dosen erwartet. Sollte es bei der geplanten Menge an Corona-Impfdosen bleiben, vermutet die Kassenärztliche Vereinigung (KBV) eine Aufhebung der Impfpriorisierung im Mai.

Corona in Deutschland: Test-Ergebnisse bald per App vorzeigbar

+++ 16.08 Uhr: Die Ergebnisse eines Corona-Tests sollen künftig auch per App vorzeigbar sein. Nach dem Abebben der dritten Corona-Welle sollen Menschen in Deutschland laut Bundesgesundheitsminister Jens Spahn (CDU) mithilfe von Testergebnissen auf dem Smartphone einkaufen oder zu Veranstaltungen gehen können. „Wir wollen es im Laufe des Aprils schaffen, dass die Testergebnisse dann auch auf der Corona-Warnapp gespeichert werden können und zur Verfügung stehen“, sagte Spahn am Montag. „Dafür braucht es Schnittstellen, dafür müssen wir die Systeme vernetzen.“

Man brauche die Testergebnisse möglicherweise, „wenn wir testgestützt öffnen, für den Einzelhandel, für die Außengastronomie, für Theater oder auch Fußballspiele“, sagte Spahn. Spahn betonte, dass Tests keine hundertprozentige Sicherheit geben könnten. Daher sei es wichtig, „dass auch trotz oder mit Test die Regeln - Abstand, Hygiene, Alltag mit Maske, etwa eben im Einzelhandel - auch weiterhin zählen“.

Impfpriorisierung in Deutschland bald überflüssig - STIKO skeptisch

Update vom Montag, 19.04.2021, 9.52 Uhr: Die Kassenärztliche Vereinigung (KBV) erwartet die Aufhebung der Impfpriorisierung im Mai - solange die geplanten Lieferungen der Corona-Impfstoffe zuverlässig zugesagt werden können. Thomas Mertens, Vorsitzender der Ständigen Impfkommission (STIKO), hält weiter daran fest, dass sich die Impfangebote für alle bis zum Ende des Sommers hinziehen werden.

Das lasse sich zusammen mit Impfzentren und Hausärzten schaffen, erklärte er auf Bayern2. Er weist darauf hin, dass dies allerdings von den Impfstofflieferungen abhänge. Gleichzeitig sprach er sich wiederholt dagegen aus, die Priorisierung zu früh aufzugeben. Er glaube nicht, dass die Impfkampagne dadurch schneller vorankäme.

Corona in Deutschland: Aufhebung der Impfpriorisierung im Mai?

+++ 17.05 Uhr: Kassenärzte erwarten, dass schon im kommenden Monat die Priorisierung der Corona-Impfungen aufgehoben werden kann. Damit könnten im Mai Hausärzte erstmals mehr Impfungen verabreichen als die Impfzentren. Wie Andreas Gassen, Vorsitzender der Kassenärztlichen Bundesvereinigung (KBV), gegenüber der FAZ mitteilte, erhalten die Praxen im Mai deutlich mehr Impfdosen als die 2,25 Millionen, die wöchentlich an Impfzentren verteilt werden. Allerdings nur, wenn die Lieferungen wie geplant zunehmen.

„Ich rechne damit, dass im Mai auch die Priorisierungsvorschriften sukzessive fallen und von dann an jeder Erwachsene eine Impfung erhalten kann“, so Gassen. Auch die Einbeziehung der Fachärzte sei neben den Hausärzten besonders wichtig, da sie ebenfalls viel Impferfahrung hätten, etwa Onkologen oder Gynäkologen. Ebenfalls zur Verfügung stehen Kinderärzte. Diese könnten dann „Eltern und andere erwachsene Begleitpersonen impfen“, so Gassens Vorschlag.

Grund für die Zuversicht sei die unerwartete Ankündigung von Gesundheitsminister Jens Spahn (CDU), dass in der kommenden Woche rund 570.000 mehr Impfdosen als geplant geliefert werden sollen. Dafür sei der Hersteller Biontech/Pfizer verantwortlich. Dieser könne für die kommende Woche rund 3,4 Millionen Dosen bereitstellen, das sind 916.000 mehr als zuvor.

Corona in Deutschland: System für Impfungen zu langsam? Impf-Touristen suchen Auswege

Erstmeldung vom Sonntag, 18.04.2021: Kassel - Durch die Corona-Krise ausgelöste „Spritztouren“ scheinen derzeit im Kommen zu sein. Immer mehr Menschen reisen in andere Länder, um sich vorzeitig gegen das Coronavirus Sars-Cov-2 impfen zu lassen. Ob Russland, Serbien oder die USA - Reiseziele gibt es offenbar genug. Dasselbe gilt für Impfwillige, denen es in Deutschland nicht schnell genug geht.

„Bis September wollen wir jede Woche 50 Leute nach Moskau bringen“, sagt Hans Blank, Leiter einer Zweigstelle des norwegischen Reiseveranstalters World Visitor in München gegenüber t-online. Die Nachfrage sei hoch, das Angebot ebenfalls. In Russland werden die deutschen Spritz-Touristen von Reportern umlagert und medienwirksam geimpft.

Dabei gehe es aber nicht um politische Ziele, sagt eine Reporterin des russischen Staatsfernsehens. Schließlich wolle man mit den Vakzinen Menschenleben retten. Die Impfpriorisierung ist in Deutschland weiterhin aktiv. Einer der Reisenden, Enno Lenze (38) aus Berlin, äußerte sich zu den Impfzuständen in Deutschland: Man wisse einfach nicht, wann man einen Termin bekommt. In Deutschland sind laut RKI-Lagebericht am Samstag (17.04.2021) rund 6,5 Prozent der Bevölkerung zweifach geimpft. Das sind 5.452.990 Menschen. Alle weiteren Informationen zu den Corona-Fallzahlen in Deutschland gibt es im News-Ticker.

Corona in Deutschland: Gedenken an Covid-19-Tote

Am Sonntag (18.04.2021) wird in Berlin den Corona-Todesfällen gedacht, welche die Pandemie in Deutschland bis jetzt forderte. Dafür werden vor allen Landes- und Bundesbehörden in der deutschen Hauptstadt die Fahnen auf halbmast gesetzt. Am Sonntag liegt die Zahl der Todesfälle im Zusammenhang mit dem Coronavirus Sars-Cov-2 laut RKI bei 79.914.

Diese nationale Gedenkveranstaltung wurde von Bundespräsident Frank-Walter Steinmeier angeregt. Darüber berichten auch die Tagesschau und die Berliner Morgenpost. Es soll nicht nur den Verstorbenen gedacht, sondern auch den Hinterbliebenen ein Raum für ihre Trauer gegeben werden. Steinmeier rief dazu auf, dass alle Kommunen und Institutionen sich auf ihre Art und nach ihren Möglichkeiten am zentralen Gedenktag für die Corona-Toten beteiligen sollten.

Bezeichnung:Corona-Pandemie
Virus/Erreger:Sars-Cov-2 ((neuartiges) Coronavirus)
Infektionskrankheit:Covid-19

Der Zeitpunkt der Trauerfeier scheint nicht allen zuzusagen: Eugen Bryschl, der Vorstand der Deutschen Stiftung Patientenschutz, wies darauf hin, dass die Pandemie noch nicht überstanden sei. Das Bundespräsidialamt wies allerdings darauf hin, dass rund ein Jahr nach dem Beginn der Pandemie ein Zeichen gesetzt werden solle. Ab 12.50 Uhr kann die Gedenkfeier live im ZDF mitverfolgt werden. (Helena Gries und Jennifer Greve)

Rubriklistenbild: © CDC/Eibner-Pressefoto/Imago

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