Pandemie

Corona-Gipfel: Impfpflicht, 2G, Booster – Das sind die Beschlüsse von Bund und Ländern

Am Donnerstag (18.11.2021) präsentiert Bundeskanzlerin Angela Merkel (CDU) nach dem Corona-Gipfel mit Michael Müller (SPD) und Hendrik Wüst (CDU) die neuen Maßnahmen.
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Am Donnerstag (18.11.2021) präsentiert Bundeskanzlerin Angela Merkel (CDU) nach dem Corona-Gipfel mit Michael Müller (SPD) und Hendrik Wüst (CDU) die neuen Maßnahmen.

Am Donnerstag (18.11.2021) haben Bund und Länder in einem Corona-Gipfel weitere Maßnahmen und Verschärfungen beschlossen. Die Regeln im Überblick.

Berlin/Kassel – Am Donnerstag (18.11.2021) haben Bund und Länder erneut in einem Corona-Gipfel getagt, um das weitere Vorgehen in der Pandemie zu diskutieren. Bundeskanzlerin Angela Merkel (CDU) hatte zuletzt angesichts der neuen Covid-Höchstzahlen die Wichtigkeit des Gipfeltreffens betont. Dieses sei längst „überfällig“.

Bundesweit steigen die Fallzahlen aktuell enorm an - die 7-Tage-Inzidenz liegt laut Daten des Robert Koch-Instituts (RKI) am Donnerstag (18.11.2021) bei 336,9. Nun wurden neue Maßnahmen zur Eindämmung der Infektionen beschlossen. Nach dem Corona-Gipfel stellten in einer Pressekonferenz Angela Merkel, Berlins noch amtierender Oberbürgermeister Michael Müller (SPD) und NRW-Ministerpräsident Hendrik Wüst (CDU) diese vor.

Corona-Gipfel von Bund und Länder: Diese Regeln wurden beschlossen

Die neuen Corona-Beschlüsse im Überblick:

  • Corona-Impfungen: Das Impfangebot soll ausgeweitet werden. Alle Bürger ab 18 Jahren sollen ein Angebot zur Booster-Impfung ab fünf Monaten erhalten. Der Bund sagt außerdem zu, die Impfzentren und weitere über die Länder organisierten Impfmöglichkeiten bis zum 30. April 2022 finanziell zu unterstützen.
  • Impfpflicht für Berufsgruppen: Angestellte in Pflegeheimen und Krankenhäusern sollen sich verpflichtend gegen Corona impfen lassen, um vulnerable Gruppen zu schützen. Ein formeller Beschluss liegt aber noch nicht vor. Zugleich sichert der Bund den Pflegekräften einen Bonus für ihre Arbeit zu.
  • Zugang zu Pflegeheimen und Krankenhäusern: Besucher müssen einen negativen Corona-Test vorweisen.
  • 2G-Regelungen: Künftig soll im Freizeitbereich 2G ab einer Hospitalisierungsinzidenz von 3,0 und das verschärfte Modell 2G Plus ab einem Wert von 6,0 in Kraft treten. Sowohl die 2G- als auch die 2G Plus-Regelung schließt ungeimpfte Personen vollständig von gesellschaftlichen Bereichen, beispielsweise in der Gastronomie und auf Veranstaltungen, aus. Bei 2G Plus müssen Geimpfte sowie Genesene zusätzlich einen negativen Corona-Test vorweisen.
  • 3G-Regelungen: In der Bund-Länder-Konferenz wurde sich auf eine 3G-Regelung am Arbeitsplatz geeinigt. Wo die Möglichkeit besteht, soll jedoch Home-Office eingeführt werden. 3G soll auch zusätzlich zur Maskenpflicht in Bussen, Bahnen und Zügen gelten.
  • Bars und Clubs: 2G Plus soll in Clubs und Bars ab einer Inzidenz von 6,0 gelten. Geimpfte und Genesene benötigen dann einen negativen Corona-Test.
  • Schule: Schulschließungen soll es nicht geben. Es soll aber weiterhin „regelmäßig und kindgerecht“ getestet werden.
  • Kontaktbeschränkungen: Ab einem Hospitalisierungswert von 9,0 sollen für die Bundesländer in Abstimmung mit den Landtagen weitgehende Kontaktbeschränkungen möglich sein. 
  • Strafen fürs Fälschen: Beim Fälschen von Testergebnissen oder Impfnachweise drohen bis zu fünf Jahren Haft.
  • MaskenpflichtAbstandsgebote und Hygienekonzepte gelten weiterhin.

Zudem hat der Bundestag am Donnerstag (18.11.2021) ein neues Infektionsschutzgesetz verabschiedet und somit neue Corona-Regeln beschlossen. (Alina Schröder)

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