Pandemie

Vor Corona-Gipfel: Karl Lauterbach fordert drastische Regeln für ganz Deutschland

Die Corona-Lage in Deutschland entwickelt sich dramatisch. SPD-Politiker Karl Lauterbach fordert vor dem Bund-Länder-Gipfel eine Verschärfung der Regeln.

Kassel – Angesichts akuter Sorgen vor überlasteten Kliniken und der neuen Omikron-Variante rücken zunehmend weitere Beschränkungen in den Fokus. Dementsprechend werden bei dem Corona-Gipfel mit Noch-Bundeskanzlerin Angela Merkel (CDU), Olaf Scholz (SPD) und den Ministerpräsidenten am Donnerstag (02.12.2021) weitere Maßnahmen diskutiert.

Dem Redaktionsnetzwerk Deutschland liegt schon jetzt eine Beschlussvorlage des Corona-Gipfels vor. Gesundheitsexperte und SPD-Politiker Karl Lauterbach (SPD) fordert vor der Konferenz deutlich strengere Regeln zur Eindämmung der vierten Welle.

Corona-Regeln: Karl Lauterbach fordert Kontaktbeschränkungen für Ungeimpfte

Eine Forderung des Bundestagsabgeordneten ist das Tragen einer Maske im Unterricht von Schülern – bis zu den Weihnachtsferien. Zudem sollen sie täglich in der Schule getestet werden. Das sagte Lauterbach gegenüber der Rheinischen Post.

„Zweitens sollten die Kontakte Ungeimpfter bundesweit stark reduziert werden, am besten auf nur noch eine Person außerhalb des eigenen Haushalts“, so der SPD-Politiker weiter. Gleichzeitig müsse die 2G-Regel – also der Zutritt nur für Genesene und Geimpfte – flächendeckend ausgeweitet werde, auch im Einzelhandel. Damit würden Ungeimpfte von weiten Teilen des öffentlichen Lebens gänzlich ausgeschlossen werden.

SPD-Politiker Karl Lauterbach fordert eine Verschärfung der Corona-Maßnahmen. (Archivbild)

Vor Corona-Gipfel: Lauterbach verlangt Schließung von Bars und Clubs

„Weil aber 25 Prozent der Infektionen durch vollständig Geimpfte weitergegeben werden, sollte 2G plus beispielsweise in Restaurants zur Pflicht werden“, ergänzte Karl Lauterbach gegenüber der Rheinischen Post.

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Außerdem sei es Lauterbach zufolge dringend erforderlich, Bars, Clubs und Diskotheken zu schließen. Zumindest so lange, bis die vierte Corona-Welle vorüber sei. „Und fünftens sollten alle Krankenhäuser in Deutschland sofort auf einen Notbetrieb umschalten und alle planbaren Operationen verschieben, um genug Kapazitäten für Corona-Patienten und Notfälle freizuhalten“, sagte Lauterbach.

Verschärfung der Corona-Regeln: „Impfpflicht führt zurück in die Normalität“

Insgesamt würden die Boosterimpfungen und eine allgemeine Impfpflicht für alle „zurück in die Normalität führen“, schrieb Lauterbach via Twitter. Zahlreiche Virologen fordern zur Eindämmung der Corona-Pandemie einen sofortigen Lockdown. „Unmittelbar wirksam ist es aus medizinischer und epidemiologischer Sicht, die Kontakte von Beginn der kommenden Woche an für wenige Wochen deutlich zu reduzieren“, verlangen Wissenschaftler, wie Charité-Virologe Christian Drosten. Das müsse aufgrund der nachlassenden Immunität aber auch für Geimpfte und Genesene gelten, die noch eine Auffrischungsimpfung benötigen.

Auch die von der Weltgesundheitsorganisation als besorgniserregend eingestufte Mutante Omikron bereitet Experten Sorgen. Bisher sind Personen, die sich mit der Corona-Variante Omikron in Südafrika infiziert haben, nicht schwer erkrankt. Sie zeigen aber ungewöhnliche Symptome. (kas)

Rubriklistenbild: © Eduard Bopp/imago

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