Gegen die Auswirkungen der Corona-Pandemie

Enormes Hilfspaket für Hessen beschlossen: Über eine Milliarde Euro für die Wirtschaft

Mit einem Maßnahmenpaket in Höhe von 1,2 Milliarden Euro unterstützt das Land Hessen die Wirtschaft in der Coronakrise.
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Mit einem Maßnahmenpaket in Höhe von 1,2 Milliarden Euro unterstützt das Land Hessen die Wirtschaft in der Coronakrise. (Symbolbild).

Das milliardenschwere Corona-Hilfspaket soll die Wirtschaft in Hessen wieder in Schwung bringen. Auch Studierende, Schüler und Auszubildende profitieren. Diese Branchen erhalten jetzt Hilfen.

  • Die Corona-Pandemie stürzte die Wirtschaft in Hessen in eine Tiefe Krise
  • Der Landtag stellt 1,2 Milliarden Euro für die Unterstützung der hessischen Wirtschaft bereit
  • Auch die Kommunen werden durch das Paket entlastet

Wiesbaden – Der Haushaltsausschuss des hessischen Landtags hat grünes Licht für das erste Maßnahmenpaket der schwarz-grünen Landesregierung in Hessen im Rahmen des umstrittenen, kreditfinanzierten Sondervermögens „Hessens gute Zukunft sichern“ gegeben. Damit hat der Haushaltsausschuss 31 konkreten Projekten im Volumen von fast 1,2 Milliarden Euro zugestimmt.

Den größten Part mit insgesamt 661 Millionen Euro nimmt dabei die Kompensation von Gewerbesteuermindereinnahmen in den Kommunen in Hessen ein. Schwer ins Gewicht fallen mit jeweils 150 Millionen Euro auch die Kosten für Vertretungslehrer, um corona-bedingte Personalengpässe auszugleichen und ein Darlehenprogramm zur schnellen Hilfe für Unternehmen. (Daniel Göbel)

Corona stürzt die Wirtschaft in Hessen in Rezession: In diesen Bereichen soll das Hilfspaket Abhilfe schaffen

Neben den Kommunen sollen in Hessen viele Wirtschafts-Branchen von dem Corona-Hilfspaket profitieren. Auch Studierende, Auszubildende profitieren. Mit dem Geld sollen Studierendenwerke und Ausbildungsplätze gesichert werden. An Schulen soll die Digitalisierung vorangetrieben werden.

  • Förderprogramm „Ehrenamt digitalisiert“ (1 Million Euro)
  • Förderprogramm „Distr@l“ (5,5 Millionen Euro)
  • Testung für Lehrkräfte an öffentlichen Schulen und Schulen in freier Trägerschaft (5,8 Millionen Euro)
  • Anmietung von Räumlichkeiten zur Durchführung von Gerichtsterminen (4,1 Millionen Euro)
  • Beauftragung zusätzlicher Reinigungsdienstleistungen (3,7 Millionen Euro)
  • Coronatests für Gefangene (3,1 Millionen Euro)
  • Referendarausbildung IT (6,8 Millionen Euro)
  • Videokonferenzsysteme (3 Millionen Euro)
  • Ausbau der IT-Infrastruktur (1,8 Millionen Euro)
  • Hessen Kapital Fonds (50 Millionen Euro)
  • Corona-Hotline und Aufbau von Prüfungsinfrastruktur für Atemschutzmasken( 4,6 Millionen Euro)
  • Unterstützung Einrichtungen zum Gewaltschutz (3 Millionen Euro)
  • Brückenqualifizierung für Frauen (14 Millionen Euro)
  • Schutzschirm für Auszubildende (11 Millionen Euro)
  • Gaststättenprogramm (4,2 Millionen Euro)
  • Coronabedingter Mehrbedarf Hessen-Forst (16,2 Millionen Euro)
  • Investitionen für die energetische Ertüchtigung in den Liegenschaften von HessenForst über 3 Jahre (2,5 Millionen Euro).
  • Reduzierung Beförsterungskostenbeiträge Körperschaftswald (9,6 Millionen Euro)
  • Reduzierung Beförsterungskostenbeiträge Privatwald (2, 4 Millionen Euro)
  • Erstattung des pandemiebedingten Mehrbedarfs der hessischen Studierendenwerke (12 Millionen Euro)
  • Horizon-Anschubfonds für Hochschulen als Beitrag zum Hessischen Konjunkturprogramm (8 Millionen Euro)
  • Pandemiebedingte versorgungsbezogene Forschung an den drei medizinführenden hessischen Hochschulen, Frankfurt, Marburg und Gießen (4,3 Millionen Euro)
  • Durch Corona bedingte Mehrkosten der digital gestützten Lehre (2,3 Millionen Euro)
  • Programm „Hessen kulturell neu eröffnen“ (19,5 Millionen Euro)
  • Sofortausstattungsprogramm zur Digitalisierung der Schulen (12, 8 Millionen Euro)
  • Testungen von Reiserückkehrern auf SARS-CoV-2 (16,5 Millionen Euro)

Corona hat der Wirtschaft in Hessen schwere Schäden zugefügt

Die Folgen von Corona wiegen schwer: Städte und Gemeinden im Kreis Kassel müssen sich wegen Corona auf hohe finanzielle Einbußen einstellen. 

In einem Eilverfahren ist das Corona-Hilfsprogramm „Kopf hoch Kassel“ verabschiedet worden. Damit sollen von der Corona-Krise betroffenen Betriebe, Einrichtungen und Vereine unterstützt werden. 

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