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Hamsterkauf der Regierung: Hat Karl Lauterbach zu viel Corona-Impfstoff bestellt?

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Von: Nail Akkoyun

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Hat Gesundheitsminister Karl Lauterbach (SPD) zu viele Corona-Impfdosen bestellt? (Archivfoto)
Hat Gesundheitsminister Karl Lauterbach (SPD) zu viele Corona-Impfdosen bestellt? (Archivfoto) © M. Popow/Imago

Gesundheitsminister Karl Lauterbach (SPD) hat offenbar zu viel Corona-Impfdosen bestellt. Der Bedarf für Deutschland wäre damit mehr als gedeckt.

Kassel – Die Corona-Pandemie hat die Bundesrepublik nach wie vor fest im Griff. So stieg die Sieben-Tage-Inzidenz in Deutschland am Samstag (29.01.2022) auf 1127,7. Verantwortlich dafür zeigt sich die höchst ansteckende Omikron-Variante. Indes gelten die Covid-19-Impfungen weiterhin als Weg aus der Pandemie.

Bundesgesundheitsminister Karl Lauterbach (SPD), der sich bereits seit rund zwei Jahren regelmäßig zum Pandemieverlauf äußert, hat nun aber wohl zu viel Impfdosen bestellt. Dies geht aus einem Bericht des Tagesspiegels hervor. Darin heißt es, dass der SPD-Politiker versehentlich 35 Millionen Moderna-Impfdosen über die EU bestellt habe – dabei braucht es für eine Booster-Impfung lediglich eine halbe Moderna-Dosis. 18 Millionen Impfampullen hätten dementsprechend schon ausgereicht.

Karl Lauterbach bestellt 35 Millionen Corona-Impfdosen: Überschüssige Dosen könnten gespendet werden

Nach Angaben des Bundesgesundheitsministeriums wurden bereits mehr als 40 Millionen Bürger geboostert (Stand: 29.01.2022). Da pro Auffrischungsimpfung nur eine halbe Moderna-Dosis benötigt wird, würde eine Lieferung von 35 Millionen Impfstoffampullen für 70 Millionen Booster-Impfungen ausreichen. Damit wäre der Bedarf für Deutschland längst gedeckt, insbesondere wenn man bedenkt, dass die EU auch weiterhin Dosen des Impfstoffherstellers Biontech/Pfizer ordert.

Während Vorgänger Jens Spahn (CDU) zum Teil zu wenig Corona-Impfstoff bestellte, will Karl Lauterbach und die neue Regierung nun anscheinend auf Nummer sicher gehen. Auf Nachfrage der SWR-Sendung „Report Mainz“, teilte das Bundesgesundheitsministerium mit, dass man den Bestellungen jederzeit die ausreichende Versorgung sicherstellen wolle. Den Lieferverträgen zufolge ist Deutschland verpflichtet, die gesamte bestellte Menge Impfstoff abzunehmen. Überschüssige Impfdosen könnten jedoch an andere Länder verkauft oder gespendet werden, etwa über die Initiative COVAX. Diese setzt sich für eine weltweit gerechte Verteilung von Vakzinen ein. (Nail Akkoyun)

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