Studie zeigt Wirksamkeit von 100 Prozent

Corona-Impfung: Nun beantragt der nächste Hersteller beantragt EU-Zulassung für Kinder

Im Kampf gegen Corona beantragt nun das nächste Unternehmen die EU-Zulassung für die Impfung für Kinder und Jugendliche.

Kassel – Während eine Corona*-Impfung mit dem Vakzin von Biontech/Pfizer seit Montag (07.06.2021) für Kinder und Jugendliche ab zwölf Jahren möglich ist, beantragt nun auch Moderna eine bedingte Zulassung in der EU. Dies teilte das US-amerikanische Unternehmen am Montag mit.

In der Mitteilung heißt es, dass eine Phase-II/III-Studie mit dem mRNA-Impfstoff von Moderna bei 2500 Jugendlichen zwischen zwölf und 18 Jahren in den USA getestet wurde. Darin habe die Wirksamkeit bei 100 Prozent gelegen. Die Sicherheit sei wie auch bei Erwachsenen gegeben, das Präparat werde „im Allgemeinen gut vertragen“.

Moderna beantragt EU-Zulassung: Stiko steht Corona-Impfung für Kinder kritisch gegenüber

Bereits seit dem 6. Januar hat der Corona-Impfstoff von Moderna eine Marktzulassung in der Europäischen Union – allerdings nur für Erwachsene. Die Daten zur Wirksamkeit und möglichen Risiken der beiden mRNA-Impfstoffe von Biontech/Pfizer und Moderna machen allerdings Hoffnung: Wie die Europäische Arzneimittel-Agentur (EMA) erklärt, werde das Biontech-Mittel von den Zwölf- bis 15-Jährigen gut vertragen, die Nebenwirkungen seien zudem mit denen zu vergleichen, die auch ältere Menschen erfuhren. In den USA wird das Vakzin an Kindern ab fünf Jahren erprobt.

Corona-Pandemie: Nach Biontech/Pfizer beantragt mit Moderna jetzt das nächste Unternehmen eine EU-Zulassung für die Impfung für Kinder und Jugendliche.

Da das Nutzen-Risiko-Verhältnis einer Corona-Impfung bei Kindern und Jugendlichen bislang weniger deutlich als bei der erwachsenen Bevölkerung ist, äußerte die Ständige Impfkommission (Stiko) in der Vergangenheit mehrfach Vorbehalte gegen eine Impfkampagne für junge Menschen. Gewarnt wurde dabei etwa vor möglichen Risiken, die noch nicht genau bekannt seien.

Experten gehen davon aus, dass rund 70 bis 80 Prozent der deutschen Gesamtbevölkerung sich impfen lassen müssten, um eine sogenannte Herdenimmunität erreichen zu können. Ohne Kinder und Jugendliche wären das etwa 90 Prozent der erwachsenen Menschen. Fakt ist jedoch, dass sich auch Kinder mit dem Coronavirus anstecken und es weitergeben können. Ihre Immunisierung wäre laut Experten also ein wichtiger Faktor, der zur Eindämmung der Pandemie beitragen würde. (Nail Akkoyun) *hna.de ist ein Angebot von IPPEN.MEDIA.

Rubriklistenbild: © Sven Simon/Imago

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