Pandemie

Corona-Impfung mit Johnson & Johnson – Behörde warnt vor seltener Nervenerkrankung

Nach einer Impfung mit dem Corona-Impfstoff von Johnson & Johnson kann eine seltene Nervenerkrankung auftreten. Die US-Behörde FDA gibt eine Warnung heraus.

Kassel/USA - Offenbar geht die US-Aufsichtsbehörde FDA bei Impfungen mit dem Corona*-Impfstoff von Johnson & Johnson von einem erhöhten Risiko einer Nervenkrankheit aus. Bereits am Montag (12.07.2021) gab die Behörde laut New York Times eine Warnung wegen des potenziell gefährlichen Guillain-Barré-Syndroms heraus.

Nun warnt auch SPD-Gesundheitsexperte Karl Lauterbach* auf Twitter vor der neuen Nebenwirkung beim Johnson & Johnson-Impfstoff*: „Weitere schlechte Nachricht für J&J Impfstoff. FDA wird wohl bald vor der Komplikation Guillain-Barré Syndrome (GBS) warnen. Nervenerkrankung, meist Rückenmark, kann zu Lähmung führen. [...] BionTech nicht betroffen“.

Die US-Aufsichtsbehörde hat neue Komplikationen nach einer Corona-Impfung mit dem Vakzin von Johnson & Johnson entdeckt.

Johnson & Johnson: Neue Nebenwirkung nach Corona-Impfung entdeckt – eine Person gestorben

Die Behörde und die US-Gesundheitsbehörde CDC überprüften laut New York Times Berichte von rund 100 Personen, die nach der Impfung mit Johnson & Johnson* die Immunsystemkrankheit bekamen. Die meisten Fälle traten dabei bei Männern auf. Viele der Männer waren mindestens 50. Wie die FDA mitteilt, ist eine Person gestorben. Bei der Krankheit können Muskelschwäche und Lähmungen auftreten. Diese sind meist vorübergehend, wie die US-Zeitung berichtet.

In einer Stellungnahme erklärte die FDA, dass „die verfügbaren Daten einen Zusammenhang“ zwischen dem Johnson & Johnson-Impfstoff und einem erhöhten Risiko für das Guillain-Barré-Syndrom nahelegen, „es aber nicht ausreicht, um einen kausalen Zusammenhang herzustellen.“ Die Behörde fügte hinzu, dass „weiterhin der Nutzen den potenziellen Risiken des Impfstoffs überwiegt“. (Luisa Ebbrecht) *hna.de ist ein Angebot von IPPEN.MEDIA.

Rubriklistenbild: © Frank Hoermann/SVEN SIMON via www.imago-images.de

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