Pandemie

Stiko ändert Empfehlung: Jetzt doch Impfung für Kinder und Jugendliche

Die Stiko ändert ihre Empfehlung zur Corona-Impfung für Kinder und Jugendliche ab zwölf Jahren.
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Die Stiko ändert ihre Empfehlung zur Corona-Impfung für Kinder und Jugendliche ab zwölf Jahren.

Die Ständige Impfkommission (Stiko) empfiehlt jetzt doch die Corona-Impfung für Kinder und Jugendliche ab zwölf Jahren. 

Berlin - Die Ständige Impfkommission (Stiko) empfiehlt Corona*-Impfungen für Jugendliche im Alter zwischen zwölf und 17 Jahren. Dies teilte das unabhängige medizinische Beratergremium am Montag (16.08.2021) in Berlin mit. Es aktualisierte damit seine vorherige Empfehlung von Anfang Juni, der zufolge in Deutschland zunächst nur Jugendliche mit Vorerkrankungen gegen Covid-19 geimpft werden sollten.

Wie es in einer Stellungnahme des Stiko-Gremiums heißt, sei man nach sorgfältiger Bewertung neuer wissenschaftlicher Beobachtungen und Daten zu dem Entschluss gekommen, „dass nach gegenwärtigem Wissensstand die Vorteile der Impfung gegenüber dem Risiko von sehr seltenen Impfnebenwirkungen überwiegen“.

Corona-Impfung für Kinder und Jugendliche: Diese Aspekte sorgten bei der Stiko bislang für Skepsis

Bislang hatte die Kommission eine Impfung gegen das Coronavirus für Zwölf- bis 17-Jährige* nur bedingt empfohlen. Dazu gehörten etwa Vorerkrankungen, die das Risiko eines schweren Verlaufs einer Corona-Infektion erhöhen. Aufgrund folgender vier Aspekte empfahl die Stiko nach eigenen Angaben bisher keine Impfungen für Kinder und Jugendliche:

  • Die Beobachtung, dass Kinder und Jugendliche in Deutschland ein geringes Risiko haben, an Covid-19 zu erkranken.
  • Geringe Erkenntnisse über seltene Nebenwirkungen der mRNA-Vakzine in dieser Altersgruppe.
  • Seltene Berichte über Herzmuskelentzündungen*, besonders bei Jungen und jungen Männern.
  • Der zum damaligen Zeitpunkt geringen Auswirkung auf das Infektionsgeschehen durch Kinder und Jugendliche.

Nun jedoch könnten mögliche Risiken einer Covid-19-Impfung für diese Altersgruppe bessert beurteilt werden, so die Stiko weiter. Grundlage seien neue Überwachungsdaten, die insbesondere in den USA erhoben wurden. (Nail Akkoyun mit dpa) *hna.de ist ein Angebot von IPPEN.MEDIA.

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