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Corona-Studie: Lauterbach warnt vor IQ-Verlust – Gehirn kann nach Infektion um Jahre altern

Corona-Studie: Karl Lauterbach warnt vor einem möglichen IQ-Verlust.
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Corona-Studie: Karl Lauterbach warnt vor einem möglichen IQ-Verlust.

Nach einer Corona-Infektion können Patienten noch lange an Long-Covid-Symptomen leiden. Karl Lauterbach warnt vor einem möglichen IQ-Verlust.

Kassel - Für Virologe Christian Drosten verläuft die Corona-Impfkampagne in Deutschland zu schleppend. Er sei „zunehmend besorgt über den Impffortschritt“. Aufgrund der niedrigen Corona-Inzidenz wähnten sich laut Drosten zu viele Menschen in einem trügerischen Sicherheitsgefühl. Die Impfquote müsse schneller ansteigen.

Mittlerweile haben 40,8 Millionen Menschen (49,1 Prozent) in Deutschland einen vollen Impfschutz gegen die neuartigen Erreger, verkündet Bundesgesundheitsminister Jens Spahn (CDU) am Samstag (24.07.2021) auf Twitter. 50,5 Millionen Bürger (60,8 Prozent) seien mindestens einmal geimpft. Zurzeit infizierten sich in Deutschland „überproportional viele junge Menschen mit Corona“, schreibt der Christdemokrat. Deshalb sei gerade für diese Altersgruppe die Corona-Impfung „so wichtig“.

Karl Lauterbach teilt neue Corona-Studie über IQ-Verlust auf Twitter

Denn die Vakzine der verschiedenen Hersteller schützen auch jüngere Menschen vor Long-Covid. Forschende hatten zuletzt herausgefunden, dass Corona-Patienten an 203 Long-Covid-Symtptomen leiden können. 66 Symptome könnten sogar länger als 6 Monate die Gesundheit der Betroffenen einschränken.

Nun hat SPD-Gesundheitsexperte Karl Lauterbach eine neue Long-Covid-Studie auf Twitter geteilt. Dabei handele es sich um eine „wichtige große Studie“ des Londoner Imperial College. Sie zeige: Corona könne bei Patienten zu einem IQ-Verlust führen und die Merkfähigkeit verschlechtern. Laut der neuen Corona-Studie würden auch Patienten, die nicht im Krankenhaus behandelt werden müssten, kognitive Fähigkeiten einbüßen.

Karl Lauterbach warnt: Gehirn von Corona-Patienten kann um mehrere Jahre altern

Lauterbach hebt dabei ein Forschungsergebnis besonders hervor. Bei Corona-Patienten könne das Gehirn um 10 Jahre altern. Die Ursache sei unklar. Die Entzündungsreaktion im Gehirn werde weiter untersucht.

Erst kürzlich hatte Lauterbach wegen der sich in Deutschland stärker ausbreitenden Delta-Variante Alarm geschlagen. Der Bundestagsabgeordnete halte die Corona-Mutante für deutlich gefährlicher als die bisherigen Virus-Varianten. „Von allem, was wir bisher wissen, müssen wir davon ausgehen, dass die Delta-Variante sowohl ansteckender als auch tödlicher ist“, sagte Lauterbach den Zeitungen der Funke Mediengruppe. (Jan-Frederik Wendt)

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