Mehrere tausende Euro

War ein „Riesenfehler“: Auch Karl Lauterbach meldet Nebeneinkünfte nachträglich

SPD-Gesundheitsexperte Karl Lauterbach meldet seine Nebeneinkünfte - mit zwei Monaten Verspätung.
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SPD-Gesundheitsexperte Karl Lauterbach meldet seine Nebeneinkünfte - mit zwei Monaten Verspätung.

Neben Annalena Baerbock und Cem Özdemir räumt nun auch SPD-Politiker Karl Lauterbach die späte Meldung von Nebeneinkünften ein.

Kassel - In der Öffentlichkeit stand er zuletzt vor allem hinsichtlich der Corona-Debatte: SPD-Gesundheitsexperte Karl Lauterbach war in der Vergangenheit immer wieder Gast in Talkshows, gab Interviews und kommentiere das Infektionsgeschehen bei Twitter. Nun soll der Bundestagsabgeordnete Nebeneinkünfte mit Verspätung gemeldet haben.

Bereits im Dezember habe er einen Vorschuss auf ein Buchhonorar erhalten. Das berichtet t-online.de. Das Honorar habe Lauterbach allerdings erst zwei Monate später der Bundestagsverwaltung gemeldet. Zudem sei seinen Mitarbeitern aufgefallen, dass er die Einnahmen in Höhe von rund 17.850 Euro aus vier Vorträgen im Jahr 2018 und 2019 nicht angegeben habe.

Karl Lauterbach äußert sich bei Twitter zum Vorfall: „Riesenfehler“

Über Twitter äußert sich der SPD-Politiker zu dem Vorfall. Es sei ein „Riesenfehler“ gewesen, für den er nun „gerade stehe“. Gleichzeitig habe er die gesamte Summe als Corona-Hilfe an Indien gespendet. Dort grassiert derzeit die indische Corona-Variante B.1.617.

Die Kommentare von Twitter-Nutzern sind gespalten. Einige empören sich über den Gesundheitsexperten. „Und so ein hoher Betrag rutscht einfach so durch?“, kritisiert ein Nutzer. „17.850 € in zwei Jahren. Das bringt ein CDU-Maskendeal in 2 Stunden“, kommentiert ein anderer anlässlich der CDU-Korruptionsaffäre rund um die Beschaffung von medizinischen Corona-Masken. „Sowas kann man verzeihen. Die Spende ist jedenfalls eine sehr gute Tat!“, besänftigt hingegen ein weiterer Twitter-Nutzer.

Video: Lauterbach warnte vor indischer Mutation - „Brauchen Maskenpflicht bis in den Herbst“

Neben Lauterbach: Auch Grünen-Politiker melden nachträglich Nebeneinkünfte

Erst kürzlich gab es auch massiven Gegenwind für Grünen-Kanzlerkandidatin Annalena Baerbock und den ehemaligen Grünen-Vorsitzenden Cem Özdemir. Beide hatten ebenfalls erst spät Nebeneinkünfte beim Bundestag eingereicht. Baerbock habe für die Jahre 2018 bis 2020 nachträglich mehr als 25.000 Euro gemeldet, so t-online.de. Özdemirs Mitarbeitern sei nach eigenen Angaben aufgefallen, dass das Weihnachtsgeld für die Jahre 2014 bis 2017 noch nicht gemeldet wurde. Dies holte er im Mai nach. Dabei handelt es sich um insgesamt 20.580 Euro. (Karolin Schaefer)

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