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Karl Lauterbach kritisiert geplante Corona-Maßnahmen: „Wird nicht ausreichen“

Karl Lauterbach äußert sich zum Impfstoff von Johnson & Johnson. Außerdem hält der Politiker die neuen Corona-Maßnahmen für unzureichend. Alle News im Ticker.

  • Aufgrund der Corona-Pandemie meldet sich Karl Lauterbach häufig zu Wort - und fordert nun harte Maßnahmen.
  • Lauterbach hält den Einsatz des „Johnson & Johnson“-Impfstoffs für unverzichtbar.
  • Corona-News: Die beschlossenen Maßnahmen hält der SPD-Politiker für nicht ausreichend.
  • Dieser Ticker ist beendet - weiter Nachrichten von und über Karl Lauterbach zur Corona-Krise gibt es hier.

Update vom Mittwoch, 14.04.2021, 10.24 Uhr: SPD-Politiker Karl Lauterbach hat die am Dienstag (13.04.2021) im Bundeskabinett beschlossenen Schritte im Kampf gegen die Corona-Pandemie als nicht ausreichend kritisiert: „Die beschlossene Testpflicht in Unternehmen ist das Minimum dessen, was wir eigentlich benötigen. Ich hätte zwei Tests pro Woche für richtig gehalten“, so Lauterbach im Podcast „Talk mit K“ des Kölner Stadt-Anzeigers.

„Die jetzige Regelung wird nicht ausreichen, um die großen Ausbrüche in den Griff zu bekommen, die wir angesichts der Corona-Mutationen zu erwarten haben“, sagt der Gesundheitsexperte weiter. Eine Testpflicht stehe in den Unternehmen ohnehin viel zu lange aus. „Da stand der Lobbyismus sicherlich im Vordergrund.“

Zudem glaubt Lauterbach, dass nächtliche Ausgangsbeschränkungen „einen Einfluss haben werden“. Die Wirkung dürfe man aber auch nicht überschätzen: „Diese Maßnahme allein wird nicht ausreichen, um die Pandemie-Lage zu stabilisieren“.

Karl Lauterbach hält die beschlossenen Corona-Maßnahmen für nicht ausreichend. (Archivfoto)

Karl Lauterbach äußert sich zu „Johnson & Johnson“-Impfstoff: „Verzicht wäre unvertretbar“

+++ 18.55 Uhr: Nun hat sich auch Karl Lauterbach zu dem US-amerikanischen Impfstopp des Corona-Vakzins von Johnson & Johnson geäußert. Auf Twitter schreibt der Gesundheitsexperte: „Es zeigt sich, was zu erwarten war: Wahrscheinlich ist der Vektor das Problem“. Bei dem Impfstoff von Johnson & Johnson handelt es sich um einen sogenannten Vektor-Impfstoff - genau wie bei Astrazeneca und dem russischen Mittel Sputnik V.

Der SPD-Politiker verweist darauf, dass es bisher aber lediglich sechs Sinusvenenthrombosen auf 6,8 Millionen Geimpfte gegeben habe. Das Risiko einer schweren Komplikation sei also „sehr klein“. Lauterbach mahnt davor, das Vakzin abzuschreiben: „In einer Situation begrenzter Impfstoffe wäre der Verzicht auf diese Impfstoffe unvertretbar“. Besonders bei den über 60-Jährigen würden die Vorteile „ganz klar“ dominieren, so Lauterbach auf Twitter weiter.

Lauterbach spricht über Notbremsen-Gesetz: Ausgangsbeschränkungen dürfen nicht aufgeweicht werden

+++ 16.38 Uhr: Nachdem die Bundesregierung am heutigen Dienstag (13.04.2021) das Notbremsen-Gesetz samt härterem Lockdown und Ausgangssperren beschlossen hat, äußert sich auch der SPD-Politiker Karl Lauterbach, wie die dpa berichtet.

Er formuliert auch gleich eine klare Forderung, und zwar die geplanten Ausgangsbeschränkungen nicht mehr aufzuweichen. Ausgangssperren hätten in Portugal, England und Frankreich eine wichtige Rolle bei der Pandemiebekämpfung gespielt, sagte er der „Augsburger Allgemeinen“. Studien hätten auch eine klare Wirksamkeit erwiesen.

Nach Kritik: Streeck kontert Karl Lauterbach auf Twitter - „Schlagzeilen-Kreation“

Update vom Dienstag, 13.04.2021, 14.54 Uhr: Der Virologe Hendrik Streeck kontert der Kritik des SPD-Politikers Karl Lauterbach. Dieser hatte Streeck zuvor auf Twitter für seinen „Ruf nach Gelassenheit“ in einem Podcast kritisiert (Update vom Samstag, 10.04.2021, 14.48 Uhr). Streeck hatte in dem Podcast „Chefvisite“ Ausgangssperren grundsätzlich abgelehnt und behauptete, dass diese das Infektionsgeschehen sogar weiter anfeuern würden.

Nun äußerte sich Streeck wie folgt auf Twitter: „Karl Lauterbach würde gut daran tun, sich weniger mit Schlagzeilen-Kreation hervorzutun. Ich äußerte im Podcast Sorge über voll werdende Intensivstationen und strukturelle Probleme im Vergleich zu Frankreich. „Ruf nach Gelassenheit“ ist seine Erfindung. Niemand ist gelassen.“

Fußball-EM 2021 trotz Corona-Pandemie: Karl Lauterbach hält Turnier für „verantwortungslos“

Update vom Montag, 12.04.2021, 16.28 Uhr: Ab dem 11. Juni soll die Fußball-Europameisterschaft (EM) starten. Eigentlich war diese für das Jahr 2020 geplant, wurde allerdings aufgrund der Corona-Pandemie auf das Jahr 2021 verschoben.

Der Gesundheitspolitiker Karl Lauterbach (SPD) hält die EM, welche in 12 Ländern ausgetragen werden soll, für verantwortungslos. Gerade für Profifußballer würden die nach Covid-19-Erkrankungen auftretenden Spätfolgen ein erhöhtes Risiko darstellen, wie Lauterbach gegenüber der Osnabrücker Zeitung sagte. Zu den sogenannten Long-Covid, zählen auch Atemnot, Schwindel und Kopfschmerzen.

Karl Lauterbach: Verwundert, dass der DFB trotz Corona bislang keine Studie durchgeführt hat

Diese Komplikationen könnten für Profifußballer das sofortige Karriereende bedeuten, so der SPD-Politiker. Der Politiker wundert sich zudem darüber, dass vom DFB bislang keine Studien durchgeführt wurden, die das tatsächliche Infektionsgeschehen bei einem Fußballspiel untersuchen.

Das sind gesundheitliche Langzeitschäden, die das sofortige Karriereende bedeuten können. Dies muss man Menschen, deren Gesundheit ihr Kapital ist, ehrlich mitteilen.

Karl Lauterbach

Ob die Europameisterschaft in zwölf verschiedenen Länder stattfindet, will die Europäische Fußball-Union (Uefa) am 19. April 2021 entscheiden. In Deutschland sollen die EM-Spiele in München stattfinden. Ein Kriterium für die Austragung ist die Zulassung von Zuschauern bei den Spielen. Diese haben acht EM-Städte bereits zugesagt. München muss hier nach Willen der Uefa noch Nachbesserungen vornehmen.

Karl Lauterbach überzeugt: Bekanntes Medikament als „Game Changer“ in der Corona-Pandemie

Update vom Sonntag, 11.04.2021, 17.15 Uhr: Karl Lauterbach (SPD) ist dafür bekannt, neue Studien in den Fokus der öffentlichen Aufmerksamkeit zu bringen. Dies tat er am Sonntag erneut. Mit einem Twitter-Post zum Asthmaspray Budesonid machte der Politiker auf eine Studie im Medizinjournal The Lancet aufmerksam. Er bezeichnete das Medikament als „Game Changer“ in der Corona-Pandemie. Unter Asthmatikern ist das Mittel wohlbekannt.

Die Wissenschaftler gehen davon aus, dass auch andere Medikamente mit Glukokortikoiden (so auch das getestete Asthmaspray) eine ähnliche Wirkung haben. Nur wenige Asthmapatienten seien von Krankenhausaufenthalten durch Corona-Infektionen betroffen. „Mehrere frühe Berichte von Patienten, die mit Covid-19 ins Krankenhaus eingeliefert wurden, zeigten, dass Patienten mit chronischen Atemwegserkrankungen in diesen Kohorten signifikant unterrepräsentiert waren“, heißt es in der Studie.

Das Risiko, durch eine Infektion und die anschließende Covid-19-Erkrankung im Krankenhaus zu landen, würde durch eine dreitägige Einnahme nach Symptomauftritt um 90 Prozent gesenkt. Das Mittel wirke antientzündlich und schütze dadurch die Lungenfunktion. Es gäbe sogar die Möglichkeit, dass die Einnahme Long-Covid-Symptome unwahrscheinlicher mache. Außerdem habe das Medikament „kaum Nebenwirkungen“, erklärt Lauterbach. Die Dosierung sei nicht sehr hoch und man nehme das Mittel auch nur sieben Tage. Gerade für Hausärzte sei es vielversprechend.

Virologe Streeck gegen harten Lockdown - dafür bekommt er von Lauterbach scharfe Kritik

Update vom Samstag, 10.04.2021, 14.48 Uhr: Karl Lauterbach (SPD) hat bereits zum Ausdruck gebracht, dass ein harter Lockdown nötig wäre, um die Verbreitung der Corona-Mutationen in den Griff zu bekommen. Jetzt kritisiert der Gesundheitsexperte den Virologe Hendrik Streeck, da dieser offenbar anderer Meinung ist.

Auf Twitter schreibt er: „Jetzt kommt erneut Ruf nach ‚Gelassenheit‘ von ⁦Hendrik Streeck. Auch Ausgangssperren lehnt er ab. Aber Ausgangssperren am Abend wirken nach bester Analyse aller Daten der Oxford Uni. Und Härtetests der Intensivstationen sollte man einfach lassen.“ Doch wie auch fr.de berichtet, bemängelt Streeck wiederum den Vorschlag von Lauterbach*, härtere Maßnahmen zur Eindämmung der Corona-Pandemie einzuführen. „Dadurch feuern wir das Infektionsgeschehen weiter an“, so der Virologe in dem Podcast „Chefvisite“.

Besonders Ausgangssperren hält er für falsch. Menschen aus sozial schwachen und beengten Wohnverhältnissen hätten demnach nicht mehr die Möglichkeit, sich aus dem Weg zu gehen. Sein Lösungsvorschlag lautet daher wie folgt: „Wir schaffen sichere Bereiche draußen, wo die Menschen sich treffen können, anstatt sie weiter zusammenzudrängen.“ Streeck denke dabei vor allem an gelüftete Turnhallen mit Sicherheitspersonal oder an die Außengastronomie, wo das Infektionsrisiko sehr gering sei.

Lauterbach sieht Corona-Lockdown als zwingend notwendig - Experte besorgt um Kinder

+++ 14.52 Uhr: Der Gesundheitsexperte Karl Lauterbach (SPD) hat die aktuellen Corona-Fallzahlen in der ZDF-Talkshow „Markus Lanz“ als „Fake-Zahlen“ bezeichnet. Trotzdem seien die Zahlen aussagekräftig genug, um einen Lockdown zu beschließen. Dieser ist laut dem Gesundheitsexperten notwendig.

Lauterbach warnte vor der Ausbreitung der britischen Corona-Variante und zeigt sich besorgt über die Auswirkungen auf Kinder: „Es wird sich in den nächsten Wochen herausstellen, dass gerade die Kitas und Schulen die Hotspots für B.1.1.7. sein werden. Kinder und Eltern sind ganz besonders betroffen.” Doch die Schulen sollen laut der Kultusministerkonferenz nach den Osterferien wieder öffnen - Lehrer sind darüber entsetzt und werefn den Ländern ein „russisches Roulette“ bei der Gesundheit der Schüler, Eltern und Lehrer vor.

Mit Corona-Maßnahmen sei es wie mit Krebs-Behandlungen. Wenn man zu spät damit anfange, sei es noch schlimmer, so der Gesundheitsexperte. Lauterbach selbst hatte sich vor kurzem impfen lassen, dafür hagelte es heftige Kritik. Nach der Corona-Impfung mit Astrazenca berichtet Lauterbach über Nebenwirkungen.

„Fake Zahlen“: Lauterbach wird bei „Markus Lanz“ deutlich und spricht von Corona-„Skandal“

Update vom Freitag, 09.04.2021, 09.50 Uhr: Im ZDF-Talk „Markus Lanz“ am Donnerstagabend (08.04.2021) bezeichnete Karl Lauterbach die Corona-Neuinfektionen der Ostertage als „Fake-Zahlen“. Dass die Fallzahlen an Ostern aufgrund weniger Tests möglicherweise nicht korrekt seien, betonten Fachleute bereits am Anfang der Woche. Für den SPD-Gesundheitsexperten sei dies ein „Skandal“ - erst recht nach einem Jahr an Pandemie-Erfahrung, so der 58-Jährige weiter.

Im weiteren Verlauf der Sendung pochte der Politiker weiter auf einen Lockdown, der aufgrund der letzten Entwicklungen dringend nötig sei. Daher ergebe eine vorgezogene Ministerpräsidentenkonferenz auch Sinn: „Wir reden darüber, wer Entscheidungen treffen muss, anstatt sie zu treffen“, so Lauterbach. „Das ist total ermüdend.“

Darüber hinaus warnte der Epidemiologe vor der sich weiter ausbreitenden Corona-Mutante B.1.1.7, die mittlerweile einen Großteil der Neuinfektionen in Deutschland ausmacht, wie das Robert-Koch-Institut (RKI) mehrfach berichtete. „Kindergärten und Schulen werden Hotspots für B.1.1.7 sein“, prognostizierte Lauterbach.

Karl Lauterbach hat sich mit Astrazeneca-Vakzin impfen lassen

Update vom Donnerstag, 08.04.2021, 11.26 Uhr: Karl Lauterbach (SPD) hat seinen Worten Taten folgen lassen - und sich mit dem Impfstoff von Astrazeneca impfen lassen. „Astrazeneca Impfstoff ist heute leider erneut in den Schlagzeilen. Wahr ist: Es ist ein hochwirksamer Impfstoff, schwere Nebenwirkungen sind sehr rar. Dr. Hübner, Leiter Impfzentrum Leverkusen, und ich haben ihn gestern viel verimpft. Selbstverständlich habe ich ihn auch genommen“, sagte Lauterbach auf Twitter. Der SPD-Politiker wurde geimpft, da er im Impfzentrum in Leverkusen mitarbeitet.

Die Reaktionen anderer Twitter-Nutzer sind durchwachsen. Einige reagieren mit Unterstützung und Lob. „Super. Ein gutes Vorbild“, schreibt ein Nutzer. Andere werfen dem Politiker hingegen Unaufrichtigkeit vor und sind in ihrer Kritik recht deutlich: Lauterbach habe nur im Impfzentrum ausgeholfen, um in der Priorisierung nach oben zu rutschen. Gleichzeitig setze er sich für die Wiederherstellung der Grundrechte für Geimpfte ein. „Wie selbstlos...“, heißt es da von einem Twitter-Nutzer.

Karl Lauterbach fordert Änderung der Corona-Impfstrategie - „Dann gäbe es kaum Todesfälle“

Erstmeldung vom Mittwoch, 07.04.2021, 16.09 Uhr: Kassel - Nicht zum ersten Mal im Verlauf der Corona-Pandemie äußert sich Karl Lauterbach (SPD) negativ zur Covid-19-Impfstrategie in Deutschland und in der EU. Zuletzt diskutierte der Politiker mit Markus Blume und Jana Schimke (beide CDU) sowie der FDP-Politikerin Bettina Stark-Watzinger (FDP) im Bild-Talk „Die richtige Frage“ über das weitere Vorgehen im Kampf gegen das Coronavirus.

Lauterbach unterstütze dabei den Vorschlag des CDU-Vorsitzenden Armin Laschet, der einen sogenannten Brücken-Lockdown durchsetzen möchte. Laut dem Experten müsse dies allerdings mit einem Aussetzen der Lockerungen einhergehen. Es würde nichts bringen, wenn einige Bundesländer weiter öffnen oder es vereinzelt Öffnungen mit Tests gäbe, so der SPD-Politiker.

Karl Lauterbach fordert größere Impfintervalle: „Bis Anfang Sommer“ Erstimpfung für Impfwillige

Zudem befürwortet Karl Lauterbach Forderungen aus Bayern, die eine Änderung der Impfstrategie vorsehen. So twittert er auf Twitter: „Es ist gut, dass sich Bayern der Forderung nach Änderung der Impfstrategie anschliesst. Wenn wir BionTech und Moderna Impfintervalle auf 12 Wochen ausdehnen, würden alle Impfwilligen bis Anfang Sommer Erstimpfung haben. Ab da gäbe es kaum mehr Todesfälle“.

Zuletzt hatte sich Bayerns Gesundheitsminister Klaus Holotschek (CSU) für einen stärkeren Fokus auf Corona-Erstimpfungen ausgesprochen, um das Impftempo in Deutschland zu erhöhen. Sobald wissenschaftlich geklärt sei, dass man den Abstand zwischen der Erst- und Zweitimpfung weiter herauszögern könne, sollten die Bundesländer dies auch einheitlich umsetzen, so Holotschek gegenüber dem Spiegel. (Nail Akkoyun, Alina Schröder und Jennifer Greve) *fr.de ist ein Angebot von IPPEN.MEDIA.

Rubriklistenbild: © Kay Nietfeld/dpa

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