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„Sehr überrascht und enttäuscht“ – Lauterbach kritisiert Corona-Aussagen von Precht

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Von: Sophia Lother

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Richard David Prechts Aussagen zur Corona-Pandemie und zum Impfen sorgen für Diskussionen. Nun mischt sich auch Karl Lauterbach ein.

Berlin - Der Philosoph Richard David Precht hat sich in einem Podcast, den er zusammen mit Markus Lanz veröffentlicht, zu Corona und zum Impfen geäußert. Es hagelte Kritik, nicht zuletzt auf Twitter. Nun reiht sich eine weitere Figur zu den Kritikerinnen und Kritiker mit ein: SPD-Gesundheitsexperte Karl Lauterbach.

Karl Lauterbach zeigt sich im Interview fassungslos angesichts einiger Aussagen von Richard David Precht. (Montage)
Karl Lauterbach zeigt sich im Interview fassungslos angesichts einiger Aussagen von Richard David Precht. (Montage) © Fotos: Rolf Vennenbernd/dpa, Michael Kappeler/dpa | Montage: IPPEN.MEDIA

Corona in Deutschland: Philosoph Precht provoziert mit Impf-Aussagen

Doch worum ging es im Podcast „Lanz&Precht“? Kurz gefasst wendeten sich beide gegen die Corona-Maßnahmen und den Ruf vieler nach härteren Maßnahmen für Ungeimpfte. So setzte der Philosoph die Impfgegnerinnen und Impfgegner ein Stück weit mit Impfbefürworterinnen und -Befürwortern aus Politik und Wissenschaft gleich, als er sagte: „Es gibt Leute, die hören das Wort Impfen und denken sofort: ‚Das ist der Teufel.‘ Und es gibt Leute, die hören das Wort Impfen und sagen sofort: ‚Alles unbedenklich.‘ Ja, und beide Pole sind totaler Quatsch.“

Weiterhin sprach sich Precht entschieden gegen das Impfen von Kindern aus. Schließlich betonte der Philosoph außerdem: „Die Nebenwirkungen einer Impfung können wir genauso wenig abschätzen, wie die Gefährlichkeit oder die Wirkung des Coronavirus“ und bezeichnete Impfen als „Gentechnik“. All das sorgte für massiven Gegenwind im Netz.

Im Polit-Talk „Spitzengespräch“ des Spiegels wurde Karl Lauterbach auf die Causa Precht angesprochen. Thema ist Prechts Satz, dass die Nebenwirkungen der Corona-Impfung ebenso wenig abgeschätzt werden könnten, wie die einer Infektion. Lauterbach reagierte entschieden.

Karl Lauterbach zeigt sich „enttäuscht“ über Prechts Corona-Aussagen

„Also ich schätze ihn sehr und wir kennen uns gut. Von daher hat mich das komplett überrascht. [...] Die Position ist abwegig, genau wie das ein oder andere, was er zusätzlich im Podcast gesagt hat“, so Lauterbach. Der Moderator hakte nach und brachte auch Prechts Sicht auf das Impfen von Kindern auf den Tisch. Darauf der SPD-Gesundheitsexperte: „Es waren sehr viele Dinge dabei, die einfach so falsch sind, dass ich überrascht war. Damit hatte ich nicht gerechnet“. Er fügte an, dass Richard David Precht ein Denker sei, der sich eingearbeitet habe, weshalb ihn seine Aussagen „sehr überrascht und auch enttäuscht“ hätten.

Auf die Frage des Moderators, ob Lauterbach glaube, er könne Precht überzeugen, reagierte dieser skeptisch und antwortete konsterniert: „Ich weiß nicht, was ich da erreichen könnte.“ Doch der Talk drehte sich nicht nur um den Philosophen. Lauterbach sprach sich auch für „2G als Königsweg“ aus und forderte strengere Maßnahmen. (Sophia Lother)

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