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Karl Lauterbach prognostiziert „Super-Sommer“ und warnt vor neuen Corona-Mutanten 

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Von: Marvin Ziegele

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Gesundheitsminister Karl Lauterbach zeigt sich optimistisch für den kommenden Sommer. Doch Lockerungen der Corona-Regeln seien aktuell nahezu unmöglich.

Berlin – Die Corona-Pandemie hat Deutschland weiter fest im Griff. Die Infektionszahlen steigen, die 7-Tage-Inzidenz bricht jeden Tag den vorigen Rekord. Auch Bundesgesundheitsminister Karl Lauterbach (SPD) zeigt sich besorgt. Die Pandemie könnte sich weiter verschärfen und neue Mutanten hervorbringen, betont Lauterbach im Interview mit dem Stern.

„Im Moment hat das Virus die besten Bedingungen, sich weiterzuentwickeln. Dass bei diesen hohen Infektionszahlen keine Mutationen entstehen, ist epidemiologisch undenkbar“, so Karl Lauterbach. Ein Ende der Pandemie sei daher vorerst nicht in Sicht. Die Corona-Pandemie sei mit Omikron nicht vorbei. „Ich halte das für ausgeschlossen“, betont Karl Lauterbach. „Wir können nur hoffen, dass die neuen Mutationen harmloser sind. Bislang war das leider nicht der Fall.“

Karl Lauterbach (SPD) blickt optimistisch in den Sommer 2022

Trotz der Mutanten-Gefahr ist der Bundesgesundheitsminister optimistisch, wenn es um den Sommer 2022 geht. „Wir werden einen Super-Sommer haben, wie im letzten Jahr auch.“ Das deckt sich mit Karl Lauterbachs vorherigen Aussagen bezüglich potenzieller Lockerungen.

„Ich glaube, dass wir deutlich vor Ostern lockern werden“, sagte er laut Informationen der Deutschen Presseagentur. Voraussetzung für Lockerungen während der Corona-Pandemie sei allerdings, dass Mitte Februar wie erwartet die Omikron-Welle ihren Höhepunkt erreicht. „Man darf das Fell des Bären nicht verteilen, bevor er erschossen ist“, warnte Lauterbach.

Bundesgesundheitsminister Karl Lauterbach: Lockerungen zum jetzigen Zeitpunkt „verrückt“

Karl Lauterbach betonte, dass zum jetzigen Zeitpunkt Lockerungen nahezu unmöglich wären. Er halte es „für verrückt“, wenn bei Höchstzahlen von Infizierten die Maßnahmen gelockert würden. Dies machte er am Beispiel von England fest. „Dann hätten wir pro Tag über den Daumen gepeilt vielleicht 300 Tote. Wir haben aber deutlich weniger, nämlich 60 bis 80.“

Trotz der Corona-Mutanten-Gefahr ist Lauterbach optimistisch, wenn es um den Sommer 2022 geht. „Wir werden einen Super-Sommer haben, wie im letzten Jahr auch.“
Trotz der Corona-Mutanten-Gefahr ist Lauterbach optimistisch, wenn es um den Sommer 2022 geht. „Wir werden einen Super-Sommer haben, wie im letzten Jahr auch.“ (Archivbild) © Diego Izquierdo/dpa

Für den 16. Februar ist das nächste Spitzengespräch – besser bekannt als „Corona-Gipfel“ – zwischen den Ministerpräsidenten und Bundeskanzler Olaf Scholz (SPD) geplant. Dort dürften bundesweite Lockerungen ein Thema werden. Am 24. Januar hatten sich Bund und Länder darauf verständigt, „Öffnungsperspektiven“ zu entwickeln, sobald eine Überlastung des Gesundheitssystems ausgeschlossen werden kann. Gesundheitsminister und Mediziner Lauterbach hatte mehrfach erklärt, dass der Höhepunkt der Omikron-Welle in Deutschland wahrscheinlich Mitte Februar erreicht sein dürfte. Nun, da dieser Zeitpunkt näher rückt, mehreren sich die Rufe nach mehr Freiheiten. (Marvin Ziegele)

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