Omikron-Variante

Scholz mit Lauterbach „auf einer Linie“: Corona-Lockdown nicht mehr ausgeschlossen

Gefahr der Omikron-Variante: Bundeskanzler Scholz und Gesundheitsminister Lauterbach schließen einen Corona-Lockdown bei steigenden Fallzahlen nicht mehr aus.

Kassel/Berlin - Obwohl das RKI rückläufige Inzidenzen und Neuinfektionen meldet, geben Bundeskanzler Olaf Scholz (SPD) und Gesundheitsminister Karl Lauterbach (SPD) keine Entwarnung. Die Omikron-Welle zeichne sich schon ab. Die hochansteckende neue Covid-19-Variante könnte schon Anfang des Jahres vorherrschend in Deutschland sein. Scholz schließt deshalb einen erneuten Corona-Lockdown nicht aus.

Der Kanzler sei laut AFP „grundsätzlich auf einer Linie“ mit Gesundheitsminister Karl Lauterbach, sagte Regierungssprecher Steffen Hebestreit in Berlin. Gesundheitsminister Lauterbach hatte sich zuversichtlich hinsichtlich einer raschen Wirkung der neuen Corona-Maßnahmen gezeigt. Gleichzeitig forderte der Politiker einen Austausch über einen „harten Lockdown“, sollte sich das Infektionsgeschehen negativ entwickeln.

Corona in Deutschland: Lauterbach und Scholz auf einer Linie

Laut Regierungssprecher Hebestreit, habe Bundeskanzler Scholz immer wieder deutlich gemacht, dass es in einer Pandemie keine roten Linien geben kann. Jedoch bedeute es nicht, „dass es zwangsläufig kommen muss“, nur weil man es nicht ausschließe. Das berichtet die AFP. Wegen der ansteckenderen Omikron-Variante müsse die Lage „immer wieder neu“ neu betrachtet und beurteilt werden.

Ziel der Bundesregierung ist es, bis zur geplanten nächsten Ministerpräsidentenkonferenz am 7. Januar eine Impfquote von 80 Prozent erreichen. Nach Angaben von Hebestreit sei dies ein ehrgeiziges Vorhaben. Wahrscheinlich sollte es jedoch gelingen, bis Heiligabend 30 Millionen Booster-Impfungen in Deutschland zu erreichen.

Corona in Deutschland: Strengere Maßnahmen für Silvester

Bundeskanzler Olaf Scholz (l.) und Gesundheitsminister Karl Lauterbach beraten sich mit ihren Länderkollegen.

Beim Corona-Gipfel am Dienstag hatten die Ministerpräsidenten strengere Corona-Einschränkungen für Silvester vereinbart. Demnach gilt ab dem 28. Dezember bei privaten Treffen eine Obergrenze von zehn Personen. Clubs und Diskotheken müssen schließen, während Großveranstaltungen ohne Zuschauer stattfinden. (ebb)

Rubriklistenbild: © Kay Nietfeld/dpa

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