Verordnung wird überarbeitet

Verschärfung der Corona-Regeln in Niedersachsen: Weil plant Ausweitung von 2G

Die Corona-Regeln in Niedersachsen sollen deutlich verschärft werden. Die aktuelle Landesverordnung wird überarbeitet. Stephan Weil kündigt eine Ausweitung von 2G an.

Hannover/Göttingen - Niedersachsens Ministerpräsident Stephan Weil (SPD) hat eine weitere Verschärfung der Corona-Regeln angekündigt. Die 2G-Regelung soll in Niedersachsen weiter ausgeweitet werden. Bestimmte Bereiche des öffentlichen Lebens werden demnach nur noch für geimpfte und genesene Personen zugänglich sein.

„Das machen wir nicht, um die Ungeimpften zu ärgern, sondern die Geimpften zu schützen“, betonte Weil. Details dazu, welche Bereiche in die 2G-Regelung einbezogen werden, nannte er laut Angaben der Deutschen Presse-Agentur am Freitag (12.11.2021) noch nicht. Aktuell werde die Corona-Verordnung bearbeitet und voraussichtlich Anfang kommender Woche vorgestellt, berichtet der NDR. Erst kürzlich wurde die Landesverordnung überarbeitet. Seit Donnerstag (12.11.2021) gelten in Niedersachsen verschärfte Corona-Regeln.

Corona-Verordnung in Niedersachsen: „Deutliche Überarbeitung des Stufenplans Richtung 2G“

In der neuen Corona-Verordnung sei eine „deutliche Überarbeitung des Stufenplans Richtung 2G“ vorgesehen, berichtet der NDR. Im „Eskalationsfall“ sei auch 2G plus, eine Verschärfung der Regeln für Geimpfte und Genesene, möglich. Dann müssten auch Geimpfte und Genesene negative Corona-Tests vorweisen, um etwa ins Restaurant gehen zu können. Die neue Corona-Verordnung solle Ende kommender Woche oder zu Beginn der darauffolgenden Woche in Kraft treten.

Einen neuen Lockdown erwarte er für Niedersachsen derzeit nicht, sagte Weil. Insbesondere mache dies in den Situationen keinen Sinn, in denen nur geimpfte Menschen unter sich seien. Eine Absage der Weihnachtsmärkte, die nächste Woche in Niedersachsen starten, sei derzeit nicht nötig, sagte der Regierungschef. Es könne aber sein, dass sich die Lage in drei Wochen schon geändert habe, schränkte er ein.

Corona-Lage in Niedersachsen: 2G-Regel soll ausgeweitet werden

Auch in Niedersachsen steigt die Zahl der Corona-Neuinfektionen, der Anstieg ist jedoch geringer als in anderen Bundesländern. „Wir sind auch aufmerksam, obwohl die Zahl sich bundesweit gut ausnimmt“, sagte Weil. „Wir sind Nummer 3 unter 16 Ländern.“ In Niedersachsen liegt die Sieben-Tage-Inzidenz am Freitag (12.11.2021) bei 113,7, niedriger ist sie nur in Schleswig-Holstein (93,9) und in Bremen (100,6). Trotzdem nimmt die Besorgnis in Bezug auf die Lage in den Krankenhäusern in Niedersachsen von Tag zu Tag zu.

Stephan Weil (SPD), Ministerpräsident Niedersachsen, hat sich zur aktuellen Corona-Lage, der 2G-Regelung für Geimpfte und Genese sowie einer 2G-Plus Regelung als weitere Stufe geäußert.

Andere Bundesländer haben die 2G Regeln bereits seit längerem eingeführt. Hamburg etwa war Vorreiter bei dem 2G-Optionsmodell, mit dem Restaurants, Bars, Kinos oder Theater erlaubt wurde, die Regel eigenständig einzuführen. Im besonders belasteten Bayern, wo kürzlich erneut der Katastrophenfall wegen der Corona-Lage ausgerufen wurde, gilt seit Dienstag (09.11.2021) weitgehend, aber nicht flächendeckend, die 2G-Regelung. Auch in Berlin haben nur noch Geimpfte und Genesene Zutritt beispielsweise zu Restaurants, Kinos, Theatern, Museen oder Galerien, ein negativer Test reicht dann nicht mehr. (Sarah Neumeyer mit dpa)

Rubriklistenbild: © Soeren Stache/dpa

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