Bundes-Notbremse

Was bringt die Corona-Notbremse? Intensivmediziner mit positiver Prognose

Die Corona-Fallzahlen in Deutschland sinken. Trotz noch immer hoher Auslastungen auf den Intensivstationen, gibt es eine leichte Entspannung.

Kassel - In vielen Regionen gilt die bundesweite Corona-Notbremse zur Eindämmung der Pandemie. Nun haben Intensivmediziner aufgrund sinkender Corona-Fallzahlen in Deutschland eine erste positive Bilanz gezogen.

„Wir sind zuversichtlich, dass die Zahl der Covid-19-Patienten auf den Intensivstationen sinken wird“, erklärte Gernot Marx, Präsident der Deutschen Interdisziplinären Vereinigung für Intensiv- und Notfallmedizin (DIVI) gegenüber der Rheinischen Post. Das hänge Marx zufolge unmittelbar mit den Maßnahmen der bundesweiten Corona-Notbremse und dem Fortschritt beim Impfen zusammen.

Corona-Lage entspannt sich langsam durch Notbremse und Impfkampagne

Weiter erklärte der Intensivmediziner, dass das rückläufige Infektionsgeschehen auf den Intensivstationen in einer Woche sichtbar werde. „Davon sind wir überzeugt“, betonte Marx. So habe die Corona-Notbremse „aus unserer Sicht also viele tausend Menschenleben retten können“.

Dank Corona-Notbremse und der deutschen Impfkampagne scheint sich die Lage auf Intensivstationen langsam zu entlasten. Das berichten Intensivmediziner. (Symolbild)

Insgesamt sei eine Bewältigung der Pandemie durch die Corona-Notbremse sowie die fortschreitende Impfkampagne in Deutschland zu gewährleisten. Auch Gerhard Gaß, Vorsitzender der Deutschen Krankenhausgesellschaft, bestätigte gegenüber der Bild-Zeitung eine leichte Entspannung der Corona-Lage auf Intensivstationen. „Die Klinken in Deutschland spüren ganz überwiegend eine erste leichte Entlastung“, erklärte Gaß.

Corona-Pandemie
KrankheitCovid-19
ErregerSars-CoV-2
Erster bekannter Fall1. Dezember 2019

Trotz positiver Bilanz: Belastung in Krankenhäusern weiterhin hoch

Allerdings sei die Belastung in den Krankenhäusern und beim Personal nach wie vor auf einem sehr hohen Niveau. Das zeigen auch die aktuellen Zahlen der Covid-19-Patienten. Nach derzeitigem Stand befinden sich 5011 Menschen in intensivmedizinischer Behandlung. Davon werden 2939 Patienten (59 Prozent) invasiv beatmet - elf weniger als am Vortag. Verstorben auf Intensivstationen sind innerhalb von 24 Stunden 126 Corona-Patienten.

Die Zahl der freien Intensivbetten stieg um 36 auf 4084. Demnach sind rund 85 Prozent der Betten auf den Intensivstationen belegt. Das geht aus dem täglichen Tagesreport der DIVI hervor (Stand: 03.05.2021). (Karolin Schaefer) *hna.de ist ein Angebot von IPPEN.MEDIA.

Rubriklistenbild: © Bernd Wüstneck/dpa

Das könnte Sie auch interessieren

Kommentare

Kommentare

Hinweise zum Kommentieren:
Auf HNA.de können Sie Ihre Meinung zu einem Artikel äußern. Im Interesse aller Nutzer behält sich die Redaktion vor, Beiträge zu prüfen und gegebenenfalls abzulehnen. Halten Sie sich beim Kommentieren bitte an unsere Richtlinien: Bleiben Sie fair und sachlich - keine Beleidigungen, keine rassistischen, rufschädigenden und gegen die guten Sitten verstoßenden Beiträge. Kommentare, die gegen diese Regeln verstoßen, werden von der Redaktion kommentarlos gelöscht. Bitte halten Sie sich bei Ihren Beiträgen an das Thema des Artikels. Lesen Sie hier unsere kompletten Nutzungsbedingungen.