Pandemie

Baldiges Ende aller Corona-Maßnahmen? Jens Spahn widerspricht deutlich

Gesundheitsminister Jens Spahn (CDU) sieht kein baldiges Ende der Corona-Maßnahmen (Archivbild).
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Gesundheitsminister Jens Spahn (CDU) sieht kein baldiges Ende der Corona-Maßnahmen (Archivbild).

Bundesaußenminister Heiko Maas kündigte zuletzt das Ende der Corona-Maßnahmen an. Gesundheitsminister Jens Spahn (CDU) widerspricht ihm allerdings.

Kassel - Bundesgesundheitsminister Jens Spahn (CDU) widerspricht den Ankündigungen von Heiko Maas (SPD), bald die Corona*-Maßnahmen zu beenden. Im Deutschlandfunk sagte er, es sei „natürlich richtig, dass viele Auflagen nach und nach fallen können, wenn alle ein Impfangebot bekommen haben, vor allem, wenn möglichst viele sich haben impfen lassen“.

Zuletzt hat sich Bundesaußenminister Heiko Maas (SPD) für eine Aufhebung aller Corona-Einschränkungen ausgesprochen, sobald alle Menschen in Deutschland ein Impfangebot bekommen haben. „Damit ist im Laufe des August zu rechnen“, sagte Maas der Deutschen Presse-Agentur (dpa). „Wenn alle Menschen in Deutschland ein Impfangebot haben, gibt es rechtlich und politisch keine Rechtfertigung mehr für irgendeine Einschränkung.“ CDU-Generalsekretär Paul Ziemiak zeigte sich demnach ähnlich optimistisch.

Corona in Deutschland: Jens Spahn wundert sich offenbar über Maas Aussage

Mit einem Blick auf die Aussagen von Maas, sagte Spahn, dass er sich manchmal wundere, „wer sich wie zu Wort“ melde. Im August diesen Jahres könnten gar nicht alle eine volle Impfung bekommen haben, weil es einen gewissen Abstand zwischen Erst- und Zweitimpfung brauche. „Wir müssen aufpassen, dass wir nicht verwirren“, fügte er zudem hinzu.

Für alle sei eine erste Corona-Impfung* im Juli möglich. Wenn man dieses Ziel schaffe, gebe es Aussichten auf einen Herbst und Winter mit weniger Auflagen und Regeln. Die AHA-Regeln würden allerdings noch eine Weile länger bestehen bleiben. Weitere Maßnahmen wie das Tragen von Mund- und Nasen-Schutz in Innenräumen könne man zudem auch Geimpften zumuten.

Video: Spahn warnt vor „sehr, sehr vielen Infektionen ab Herbst“ wegen steigender Delta-Zahlen

Corona in Deutschland: Laut Jens Spahn ist das Ziel eine hohe Impfquote

Laut Bundesgesundheitsminister Spahn sollte es das Ziel sein, dass sich möglichst viele Bürgerinnen und Bürger für eine Impfung entscheiden. Wenn dann eine hohe Impfquote erreicht ist, „können wir sehen, wie wir dann weiter damit umgehen“. Er halte es für schwierig, jetzt konkrete Ziel- und Zeitpunkte zu benennen.

Bei den Bürgerinnen und Bürgern über 60 gebe es eine hohe Bereitschaft, sodass eine Impfquote von 90 Prozent bald erreicht werde, sagte Spahn zuvor im „ARD-Morgenmagazin“. Anders ist es bei den Jüngeren: Bei den Zwölf- bis 59-Jährigen müsse dagegen noch geworben werden, um eine Quote von 85 Prozent zu erreichen. Ihnen müssten Impfangebote gemacht werden, die einfach wahrzunehmen seien, beispielsweise in der Schule, dem Marktplatz, dem Sportplatz. „Wenn wir das möglichst gut hinkriegen im Juli, dann haben wir auch eine gute Aussicht auf einen Herbst, auf einen Winter mit weniger Auflagen und deutlich weniger Einschränkungen.“

Zuletzt hat die Stiko eine Corona-Impfung für Kinder und Jugendliche* nur eingeschränkt empfohlen. (Luisa Ebbrecht) *hna.de ist ein Angebot von IPPEN.MEDIA.

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