Alle wichtigen News im Überblick

Corona-Gipfel: Lockdown-Verlängerung beschlossen – Ermöglicht „Oster-Ruhe“ einen Sommerurlaub?

Beim Bund-Länder-Gipfel wurden härtere Corona-Maßnahmen beschlossen. Kanzleramtsminister Helge Braun (CDU) wagt einen Blick in den Sommer. Der News-Ticker.

  • Am Montag (22.03.2021) fand der Bund-Länder-Gipfel zur Corona-Lage in Deutschland statt.
  • Auf unserer Themenseite gibt es alle Corona-News im Überblick.
  • Sonderregeln zu Ostern wurden beim Corona-Gipfel diskutiert.

+++ 14.30 Uhr: Dieser Text ist beendet. Alle aktuellen Informationen zu Corona in Deutschland finden Sie in unserem neuen News-Ticker.

+++ 14.04 Uhr: Kehrtwende in der Corona-Politik: Hatten Bund und Länder kürzlich erste Lockerungen beschlossen, stehen die Zeichen aktuell wieder deutlich auf Verschärfung der Corona-Regeln. „Wir haben jetzt im Grunde eine neue Pandemie“ begründete Bundeskanzlerin Angela Merkel (CDU) die harten Maßnahmen besonders mit Blick auf die Corona-Mutanten. Am 12. April soll dann erneut darüber beraten werden, wie es weitergeht.

Corona-Gipfel: Helge Braun verteidigt Maßnahmen - Hamstern für Ostern nicht erforderlich

Auch Kanzleramtsminister Helge Braun (CDU) verteidigt die Corona-Beschlüsse von Bund und Ländern. Wenn die Bürger jetzt über die Osterfeiertage weniger reisen, werde ein Sommerurlaub wahrscheinlicher. „Das Virus verbreitet sich mit uns über Reisen. Wir wollen im Sommer möglichst viele Freiheiten wieder zulassen und deshalb ist es jetzt, an Ostern, einfach schwierig, wenn so viele Urlaubsreisen gemacht werden“, sagte der CDU-Politiker in der ntv-Sendung „Frühstart“.

Der Corona-Lockdown in Deutschland wurde bis zum 18. April verlängert - für Ostern wurden die Regeln sogar verschärft. (Symbolbild)

Ebenso verteidigte der Kanzleramtschef den Beschluss zur sogenannten „Oster-Ruhe“. Es sei wichtig, private Kontakte für eine kurze Zeit einzuschränken, um das Corona-Infektionsgeschehen zu reduzieren. Zur Frage, ob es vor Ostern einen Ansturm auf die dann geöffneten Supermärkte geben werde, wies Braun darauf hin, dass die Läden auch weiterhin pro Quadratmeter nur eine bestimmte Zahl von Kunden einlassen dürften. „Wir haben immer gesagt, die Lebensmittelversorgung bleibt offen. Deshalb sind auch Hamsterkäufe nicht erforderlich“, machte Braun deutlich.

Corona-Gipfel: Lockdown-Verlängerung beschlossen – Fast kompletter Shutdown über Ostern

+++ 08.19 Uhr: Markus Söder (CDU), Bayerns Ministerpräsident, bezeichnet das geplante Herunterfahren des öffentlichen Lebens über die Ostertage als guten und notwendigen Schritt im Kampf gegen die Corona-Pandemie bezeichnet. „Wir haben de facto den Oster-Lockdown“, sagte Söder am frühen Dienstagmorgen (23.03.2021) in Berlin, nach rund zwölfstündigen Beratungen von Bund und Ländern. Ziel sei es, damit Geschwindigkeit aus der Pandemie zu nehmen.

„Wir wissen, dass Corona bleischwer über dem Land liegt“, sagte Söder. Man befinde sich jetzt in der schwierigsten Phase der Pandemie. Viele unterschätzten die derzeitige Situation. Man dürfe nun aber keine Fehler machen. Jetzt habe man es in der Hand, die dritte Welle schneller zu beenden als die vorherige. „Ungeduld darf nicht zu unserer Schwäche werden“, so der CSU-Vorsitzende.

Angela Merkel verkündet die Pläne zur Verlängerung des Lockdowns. (Symbolbild)

Corona in Deutschland: Die neuen Beschlüsse im Überblick

+++ 2.38 Uhr: Diese Nacht war eine historische Nacht. Bundeskanzlerin Angela Merkel hat auf Pressekonferenz in den frühen Morgenstunden am Dienstag (23.03.2021) die Ergebnisse des Bund-Länder-Gipfels präsentiert. Was sich bereits im Laufe der Nacht andeutete, bestätigte sich. Der seit Monaten andauernde Lockdown in Deutschland wird angesichts steigender Corona-Infektionszahlen bis zum 18. April verlängert. Das haben Bundeskanzlerin Angela Merkel (CDU) und die Ministerpräsidenten der Länder in der Nacht zum Dienstag entschieden, wie aus ihrem Beschlusspapier hervorgeht.

Über Ostern soll das öffentliche, wirtschaftliche und private Leben in Deutschland so stark heruntergefahren werden wie nie zuvor in der Krise. Der Gründonnerstag und Karsamstag werden zur Bekämpfung der Corona-Pandemie einmalig als Ruhetage definiert und mit weitgehenden Kontaktbeschränkungen verbunden. Nur an Karsamstag soll der Lebensmitteleinzelhandel im engen Sinne geöffnet bleiben, wie aus dem Beschlusspapier nach dem Corona-Gipfel in der Nacht zum Dienstag hervorgeht.

Bundeskanzlerin Angela Merkel (M, CDU), Berlins Regierender Bürgermeister Michael Müller (r, SPD) und Bayerns Ministerpräsident Markus Söder (CSU) auf dem Weg zur Pressekonferenz nach dem Bund-Länder-Gipfel.

Corona-Lockdown: Bund-Länder-Gipfel verschärft Beschränkungen bei Inzidenz über 100

In Landkreisen mit einer 7-Tage-Inzidenz von über 100 sollen die geltenden Corona-Beschränkungen noch einmal verschärft werden. Dazu können nach einem Beschluss von Bundeskanzlerin Angela Merkel (CDU) und der Ministerpräsidenten der Länder aus der Nacht zum Dienstag Ausgangsbeschränkungen, verschärfte Kontaktbeschränkungen und eine Tragepflicht medizinischer Masken von Mitfahrern auch im privaten Pkw zählen.

Zudem ruft die Bundesregierung dazu auf, auch in diesem Jahr keine Präsenzgottesdienste abzuhalten. Für Urlauber im Ausland soll über eine Änderung des Infektionsschutzgesetzes eine generelle Testpflicht vor dem Rückflug eingeführt werden. Sie soll zur laut des Beschlusspapiers Voraussetzung für die Einreise nach Deutschland gemacht werden.

Corona-Gipfel: Harter Lockdown mit geschlossenen Supermärkten über Ostern im Gespräch

+++ 1.25 Uhr: Nach über sechs Stunden Unterbrechung ist der Corona-Gipfel von Bund und Ländern wieder aufgenommen worden. Was bereits zuvor durchgesickert war, soll sich nun bestätigen. Bundeskanzlerin Angela Merkel habe sich mit Markus Söder und den Länderchefs Markus Söder (Bayern) und Michael Müller (Berlin) auf einen harten Lockdown ab 01.04.2021 geeinigt, wie mehrere Medien übereinstimmend berichten.

Demnach könnten ab Gründonnerstag für sechs Tage auch Supermärkte schließen. Dies muss nun in großer Runde mit den restlichen Länderchefs beim Bund-Länder-Gipfel beschlossen werden. In erster Linie gehe es Merkel darum, die Kontakte auf ein Minimum zu beschränken, um die Infektionsdynamik der dritten Welle zu durchbrechen. Zu weiteren Punkten, wie beispielsweise der Frage nach dem Inlands-Urlaub oder Mallorca-Flüge gab es derweil keine neuen Informationen. Bei der Diskussion dieser Frage ist der Corona-Gipfel am Montag (22.02.2021) nicht zu einer Einigung gekommen. Eine mehrstündige Pause war die Folge.

Corona-Gipfel: Harter Lockdown mit geschlossenen Supermärkten über Ostern?

+++ Update vom Dienstag, 23.03.2021, 0.28 Uhr: Kurz nach Mitternacht sickern weitere Informationen aus dem Kanzleramt in Berlin durch. Demnach soll plötzlich über einen harten Lockdown an den Osterfeiertagen diskutiert werden. Im Gespräch seien auch geschlossene Supermärkte. Das berichten mehrere Medien mit Verweis auf Teilnehmerkreise beim Bund-Länder-Gipfel. Es gehe darum, Kontakte zwischen dem 01.04.2021 und 05.04.2021 auf ein Minimum zu beschränken. In der Beschlussvorlage war von einem harten Lockdown über Ostern zunächst keine Rede.

Einer Studie von Wissenschaftlern der TU Berlin in Zusammenarbeit mit der Charité Berlin und dem Robert-Koch-Institut zufolge soll das Risiko einer Infektion mit dem Coronavirus im Supermarkt doppelt so hoch sein wie ein Besuch beim Frisör, vorausgesetzt alle Beteiligten tragen eine Maske. Grundlage ist ein „situationsbezogener R-Wert“, der angibt, wie viele weitere Personen ein Infizierter in bestimmten Situationen ansteckt. Im Vergleich achtmal höher als im Supermarkt ist das Risiko einer Ansteckung demnach in Großraumbüros bei halbvoller Auslastung und ohne Maske. Untersucht wurde die Ansteckung durch Aerosole in Innenräumen mit der in Deutschland am verbreitesten Variante des Coronavirus.

Corona-Gipfel: Nördlichen Bundesländer fordern Inlands-Urlaube

+++ 22 Uhr: Die Unterbrechung des Bund-Länder-Gipfels dauert noch immer an. Auch nach Berichten der ARD sind die „kontaktfreien Urlaube“ das Problem im Gespräch zwischen Kanzlerin und Ministerpräsidenten. Die nördlichen Bundesländer wollen ihre Forderung im Protokoll festgehalten haben, Angela Merkel ist dagegen. Eine solche Präsentation würde die Uneinigkeit von Bund und Ländern in die Öffentlichkeit tragen.

Nach Informationen der Bild berät sich die Kanzlerin derzeit mit mit Bayerns Ministerpräsident Markus Söder (CSU), Kanzleramtschef Helge Braun (CDU), Finanzminister Olaf Scholz (SPD) und Berlins regierendem Bürgermeister Michael Müller (SPD). Über den Corona-Gipfel von Bund und Ländern berichtet auch merkur.de.

Der Bund-Länder-Gipfel zur Corona-Lage in Deutschland wurde unterbrochen (Archivbild).

Corona in Deutschland: Lockdown bis Mitte April - Steht der Gipfel auf der Kippe?

+++ 20.25 Uhr: Die angedachte 15-Minuten-Pause scheint sich zu ziehen. Berichte aus Teilnehmerkreisen sprechen davon, dass der Corona-Gipfel auf der Kippe steht. „Kontaktfreier Urlaub“ scheint das Hauptkonfliktthema zu sein. Kanzlerin Angela Merkel CDU) schließt diese Form des Urlaubs aus, während die Minister der nördlichen Bundesländer sich vehement dafür einsetzen.

Darüber hinaus hat sich Merkel übereinstimmenden Medienberichten zufolge bei der Verlängerung des Lockdowns durchgesetzt. Die Maßnahmen sollen demnach bis zum 18.04.2021 fortgeführt werden.

Corona in Deutschland: Bund-Länder-Gipfel unterbrochen - erneut Streit um Mallorca-Flüge?

+++ 19 Uhr: Der Bund-Länder-Gipfel wurde von Kanzlerin Angela Merkel (CDU) für voraussichtlich 15 Minuten unterbrochen. Übereinstimmende Medienberichte führen die Unterbrechung auf einen Streit zurück. Bei dem Konflikt soll es um in Aussicht gestellte Mallorca-Urlaubsflüge gegangen sein. Neues zum Corona-Lockdown in Deutschland ist derzeit nicht bekannt.

+++ 17.13 Uhr: Nach neuen Erkenntnissen wird es beim Bund-Länder-Gipfel wohl keine (weiteren) Diskussionen über Ausgangssperren, Osterregeln und Selbsttests an Schulen geben. Das berichten Business Insider und die Bild. Alle drei Aspekte sind bereits vor dem Gespräch zwischen Kanzlerin und Ministerpräsidenten immer wieder Thema gewesen - und scheinen jetzt vom Tisch zu sein.

Merkur.de liegt ein Entwurf (Stand: 22.03.2021, 14.55 Uhr) vor, bei dem diese Punkte noch auf der Tagesordnung stehen - allerdings in eckigen Klammern. Ganz sicher kann man also nicht sein, ob es an Ostern nicht vielleicht doch Ausnahmeregeln geben wird. Die DPA und die Bild berichten darüber hinaus, dass eine Verlängerung des Lockdowns bereits beschlossen sei. Für den Endpunkt der Verlängerung nennt die Zeitung den 18.04.2021.

Diskussionen um Corona-Lage in Deutschland im Bund-Länder-Gipfel: Erneut sorgen die Mallorca-Urlaubsflüge für Zoff zwischen den Anwesenden. (Symbolbild)

Corona in Deutschland: Ausnahmeregel für Ostern? Entscheidung auf Bund-Länder-Gipfel noch offen

+++14.08 Uhr: Vor dem Bund-Länder-Gipfel war ein neuer Beschlussentwurf mit Sonderregeln zu Ostern durchgesickert. Laut dem Papier könnten Verwandtenbesuche an den Feiertagen möglich sein - ein Hausstand plus vier weitere Personen zuzüglich Kindern im Alter bis 14 Jahren. Doch beschlossen ist laut merkur.de noch lange nichts. Einige Ministerpräsidenten wollen diesen Punkt wohl kippen.

Vor Bund-Länder-Gipfel: Wolfgang Schäuble außer sich im Mallorca-Zoff

+++ 12.49 Uhr: Seit Monaten halten sich viele Menschen in Deutschland an die strengen Corona-Regeln und gleichzeitig heben Flüge nach Mallorca ab. Das ist für viele unverständlich - scheinbar auch für Bundestagspräsident Wolfgang Schäuble. Er soll in der CDU-Präsidiumssitzung außer sich gewesen sein, berichtet merkur.de.

„Ich kann den Menschen nicht erklären, warum es Sonderflüge nach Mallorca gibt“, soll der Christdemokrat gesagt haben. Auch Bernd Althusmann (CDU), Wirtschaftsminister in Niedersachsen, sei wütend: „Mallorca zu öffnen, ist nicht nachvollziehbar. Das kann man nicht erklären“. Er kritisierte demnach auch das Auswärtige Amt für die Entscheidung, die Reisewarnung aufgehoben zu haben.

Beim Bund-Länder-Gipfel werden Corona-Sonderregeln zu Ostern diskutiert

Update vom Montag, 22.03.2021, 11.44 Uhr: Bund und Länder beraten am heutigen Montag (22.03.2021) ab 14 Uhr über die weiteren Corona-Regeln. Laut einer neu durchgesickerten Beschlussvorlage könnten laut merkur.de* Sonderregeln für Ostern beschlossen werden.

Selbst wenn in Landkreisen Inzidenzen über 100 liegen und nur Treffen zu Zweit möglich sind, soll es an Ostern Ausnahmen geben. Dann sollen Treffen des eigenen Hausstands mit vier Familienmitgliedern möglich sein - Kinder bis 14 Jahren nicht mitgezählt.

Corona-Gipfel: Weiterer Beschlussentwurf durchgesickert - Lockdown-Termin da! Ausgangssperre möglich

+++ 21:39 Uhr: Ein weiteres Beschlusspapier ist vor dem Corona-Gipfel durchgesickert. Wegen der stark steigenden Corona-Infektionszahlen setzt der Entwurf aus dem Kanzleramt für die Bund-Länder-Besprechung am Montag auf eine Verlängerung des Lockdowns bis zum 18. April. Zudem müsse die Anfang März beschlossene Notbremsregelung „konsequent umgesetzt werden“, heißt es in dem Papier, das der dpa am Sonntagabend aus mehreren Quellen vorlag. Das Papier hatte den Stand 21. März, 17.30 Uhr.

Am heutigen Montag (22.03.2021) treffen sich Bund und Länder erneut zum Corona-Gipfel: Von Kontaktbeschränkungen bis Ausgangssperren sind schon einige Infos durchgesickert - jetzt auch eine mögliche Sonderregel für Ostern. (Symbolbild)

Der Entwurf enthält zudem eine Passage, die wegen des exponentiellen Wachstums weitere Verschärfungen der Corona-Regeln für Landkreise mit mehr als 100 Neuinfektionen pro 100.000 Einwohner binnen einer Woche vorsieht. Über die Regelung muss beim Corona-Gipfel verhandelt werden, weil sie als besonders strittig gilt. Unter anderem ist die Rede von einer nächtlichen Ausgangsbeschränkung bis 5.00 Uhr, „sofern dem nicht gewichtige Gründe entgegenstehen“. Zudem wird ins Gespräch gebracht, Schulen und Kitas zu schließen beziehungsweise gar nicht zu öffnen, sofern Erzieher, Lehrer und Schüler oder betreute Kinder nicht zweimal pro Woche getestet werden könnten. Ab einer Inzidenz von 200 könnte es demnach eine Schließung von Schulen und Kitas geben.

Angesichts der bevorstehenden Ostertage heißt es in dem Entwurf: „Bund und Länder appellieren weiterhin eindringlich an alle Bürgerinnen und Bürger, auf nicht zwingend notwendige Reisen im Inland und auch ins Ausland zu verzichten“. Und weiter: „Das Auftreten von verschiedenen Covid-19-Varianten und deren weltweite Verbreitung haben gezeigt, dass der grenzüberschreitende Reiseverkehr auch weiterhin auf das absolut erforderliche Mindestmaß begrenzt werden muss.“ Dies könnte sich auf die derzeit besonders umstrittenen Reisen von Deutschen nach Mallorca beziehen.

Corona in Deutschland: Lockdown-Verlängerung? Entwurf vor Corona-Gipfel durchgesickert

+++ 16.08 Uhr: Eine Verlängerung des Corona-Lockdowns in Deutschland wird immer wahrscheinlicher. Vor dem Corona-Gipfel, der am Montag stattfinden soll, ist ein Beschlusspapier durchgesickert, das eine Verlängerung bis April vorsieht und N-TV sowie der dpa vorliegt. Ein genaues Datum enthält der Entwurf der SPD-geführten Länder jedoch nicht.

Der Entwurf für den Corona-Gipfel stamme nicht aus dem Kanzleramt, betonte Kanzleramtschef Helge Braun (CDU) auf Twitter. In dem Beschlusspapier heißt es, die entsprechenden Landesverordnungen würden bis zum „XX. April 2021“ verlängert. Vorerst gelten die Lockdown-Regelungen bis 28. März.

In dem Papier mit Stand von Samstag, 20.40 Uhr, ist auch von einem Konzept des „kontaktarmen Urlaubs“ die Rede. Dieser könne für „Bürger des jeweils eigenen Landes unter Beachtung der geltenden Kontaktbeschränkungen, strengen Hygieneauflagen und der Umsetzung eines Testregimes ermöglicht werden“, so das Beschlusspapier für den Corona-Gipfel.

Der Lockdown in Deutschland könnte offenbar bis in den April verlängert werden. Das sieht ein Beschlusspapier vor, das vor dem Corona-Gipfel durchgesickert ist.

Corona in Deutschland: Stephan Weil will Reisewarnung für Mallorca

+++ 12.43 Uhr: Lange Zeit waren Urlaubsreisen nach Mallorca nicht möglich - nun hat sich das geändert. Nach Medienberichten stockten einige Fluggesellschaften bereits ihre Flüge auf die Urlaubsinsel auf. Niedersachsens Ministerpräsident Stephan Weil (SPD) fordert hingegen eine erneute Reisewarnung für Mallorca.

Die erfolgte Aufhebung der Reisewarnung hält der Politiker für einen „schweren Fehler.“ Dies erklärte er gegenüber dem RND. Wenn die Bundesregierung ihre Entscheidung nicht überdenkt, müsse man eine verschärfte Testpflicht oder eine Quarantäne nach der Wiedereinreise in Erwägung ziehen. „Noch mag das Infektionsgeschehen auf Mallorca unkritisch sein, aber wenn über Ostern Menschen aus ganz Europa auf der Insel zusammenkommen, haben wir sofort wieder einen neuen Hotspot“, sagte Weil.

Traumurlaub auf Mallorca? Stephan Weil hält die Aufhebung der Corona-Reisewarnung für einen „schweren Fehler“ (Archivbild).

Corona in Deutschland: Diskussionen um Bund-Länder-Gipfel nehmen zu

Erstmeldung vom Sonntag, 21.03.2021, 12 Uhr: Kassel - Am Montag (22.03.2021) treffen sich Bund und Länder zum Corona-Gipfel. Weitere Maßnahmen oder Lockerungen werden im Plenum diskutiert. Themen am kommende Montag könnten eine bundesweite Notbremse und weitere Strategien zu Impfungen und Schnelltests sein.

Am Sonntag stieg die Sieben-Tages-Inzidenz für Deutschland auf 103,9. Die Notbremsen für die Hochinzidenzregionen treten ebenfalls ab einer Inzidenz von 100 an drei aufeinanderfolgenden Tagen auf. Dabei regeln die Bundesländer die Durchführung der Notbremse aber individuell: In Hessen richtet man sich bei der Corona-Notbremse am Inzidenzwert des ganzen Bundeslandes aus. Bei der Corona-Notbremse in Niedersachsen sind nur die Inzidenzen der Hochinzidenzregionen von Belang.

Bereits nach dem Impf-Gipfel sprach Kanzlerin Angela Merkel (CDU) davon, dass Deutschland auf eine bundesweite Notbremse hinsteuere. Auch der Ministerpräsident von Bayern, Markus Söder (CSU), setzte sich zuletzt für diese Möglichkeit ein.

Corona in Deutschland: Inzidenz nicht als „einziger Maßstab“

Der Deutsche Städte- und Gemeindebund forderte vor dem kommenden Gespräch eine ausgefeiltere Strategie für Schnelltests und einen Abbau an bürokratischem Aufwand, um Strategien schneller durchführen zu können. Die Bürger in Deutschland sollen sich zweimal die Woche testen lassen können, so Hauptgeschäftsführer Gerd Landsberg.

Der Deutsche Städte- und Gemeindebund fordert den Ausbau der Schnelltest-Strategie in Deutschland. Außerdem müsse es „verständliche und nachvollziehbare Leitplanken“ für Corona-Maßnahmen geben. (Symbolbild)

Es müsse darüber hinaus „verständliche und nachvollziehbare Leitplanken“ für Einschränkungen geben. Der Inzidenzwert könne nicht als „einziger Maßstab“ für Lockerungen herangezogen werden. Gegenüber der Welt am Sonntag führt Landsberg das Thema weiter aus: „Dabei sollte klargestellt werden, dass der Inzidenzwert nicht der einzige Maßstab ist, sondern auch zusätzliche Aspekte wie etwa die Belastung der Krankenhäuser in der Region oder klar eingrenzbare Hotspots berücksichtigt werden können.“

Corona in Deutschland: Spahn sieht dritte Welle nicht durch Impfungen besiegt

Für eine bessere Strategie im Umgang mit der Corona-Pandemie sprach sich auch Bundesgesundheitsminister Jens Spahn (CDU) aus. Die Impfungen wären nicht des Rätsels Lösung, wenn es um die angekündigte dritte Welle ginge. Selbst wenn die Lieferungen des Impfstoffs zeitgemäß eintreffen würden, könnte man die Bevölkerung nicht schnell genug durchimpfen. Insgesamt gäbe es derzeit noch zu wenig Impfstoff.

Man müsse bei den steigenden Infektionszahlen also eher mit erneuten Schließungen rechnen und nicht mit weiteren Lockerungen. Spahn wies auch darauf hin, dass sich, durch die Entwicklungen der Pandemie, „die Intensivstationen wieder sehr stark füllen“ könnten. (Jennifer Greve)

Rubriklistenbild: © Christian Ohde/imago

Das könnte Sie auch interessieren

Kommentare

Kommentare

Hinweise zum Kommentieren:
Auf HNA.de können Sie Ihre Meinung zu einem Artikel äußern. Im Interesse aller Nutzer behält sich die Redaktion vor, Beiträge zu prüfen und gegebenenfalls abzulehnen. Halten Sie sich beim Kommentieren bitte an unsere Richtlinien: Bleiben Sie fair und sachlich - keine Beleidigungen, keine rassistischen, rufschädigenden und gegen die guten Sitten verstoßenden Beiträge. Kommentare, die gegen diese Regeln verstoßen, werden von der Redaktion kommentarlos gelöscht. Bitte halten Sie sich bei Ihren Beiträgen an das Thema des Artikels. Lesen Sie hier unsere kompletten Nutzungsbedingungen.