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„Halte es nicht für klug“: Weil kritisiert Lauterbachs Corona-Pläne

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Von: Nail Akkoyun

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Ministerpräsident Stephan Weil (SPD) hält Karl Lauterbachs Corona-Regeln für „nicht klug“. (Archivfoto)
Ministerpräsident Stephan Weil (SPD) hält Karl Lauterbachs Corona-Regeln für „nicht klug“. (Archivfoto) © Moritz Frankenberg/dpa

Stephan Weil fordert eine Nachbesserung der von Karl Lauterbach geplanten Corona-Regeln. Im Herbst bräuchte es eine „praktikable und sinnvollere Regelung“.

Hannover – Niedersachsens Ministerpräsident Stephan Weil (SPD) hat sich dafür ausgesprochen, dass sich im Herbst und Winter alle Teilnehmerinnen und Teilnehmer von Veranstaltungen auf Corona testen müssen – auch frisch Geimpfte. „Ich halte es nicht für klug, dass eine Impfung drei Monate lang dazu berechtigen soll, Veranstaltungen ohne Maske und ohne aktuellen Test zu besuchen“, sagte Weil den Zeitungen der Funke Mediengruppe am Samstag (20. August).

Die Pläne von Bundesgesundheitsminister Karl Lauterbach (SPD) und Bundesjustizminister Marco Buschmann (FDP) für das neue Infektionsschutzgesetz sehen vor, dass die geplante Maskenpflicht bei Freizeit, Kultur oder Sport sowie in der Gastronomie entfällt, wenn ein negatives Testergebnis vorgelegt wird oder die letzte Impfung nicht länger als drei Monate zurückliegt. Die geplanten Ausnahmen sorgten unter anderem bei den Ländern für viel Kritik.

Corona-Regeln im Herbst: Stephan Weil fordert „praktikable und sinnvollere Regelung“

Auch Weil forderte nun eine „praktikable und sinnvollere Regelung“. „Ich finde, alle sollten sich vor dem Besuch von Veranstaltungen testen – ob geimpft oder nicht“, sagte der niedersächsische Ministerpräsident. Weiter forderte er, dies in den Vorschlägen der Ampel-Koalition für die Corona-Regeln im Herbst zu ändern.

„Das müssen wir frühzeitig ausräumen. Das würde sonst Gegenstand von Gerichtsverfahren“, warnte der SPD-Politiker. „Und eine Verunsicherung der Bürgerinnen und Bürger können wir nicht gebrauchen.“ Zuletzt kritisierte auch der FDP-Politiker Wolfgang Kubicki die geplanten Maßnahmen. Anfang August erklärte der Vizepräsident des Deutschen Bundestages, dass die Corona-Regeln für ihn „nicht zustimmungsfähig“ seien. (nak/afp)

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