Corona-Pandemie

Neue Corona-Strategie des RKI: Diese Maßnahmen sollen bis zum Frühjahr gelten

RKI-Experten veröffentlichten kürzlich einige Basismaßnahmen, die bis zum nächsten Frühjahr eingehalten werden sollten.
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RKI-Experten veröffentlichten kürzlich einige Basismaßnahmen, die bis zum nächsten Frühjahr eingehalten werden sollten.

Der Herbst steht vor der Tür und somit auch eine mögliche vierte Corona-Welle. Um diese abzuschwächen hat das RKI nun eine neue Strategie veröffentlicht.

Kassel – Mit steigenden Corona*-Impfquoten und dem Aufbau einer Herdenimmunität in der Bevölkerung befindet sich Deutschland langsam aber sicher in der Übergangsphase vom pandemischen in ein endemisches Geschehen. Damit das auch so bleibt, veröffentlichte das Robert-Koch-Institut (RKI) kürzlich einige Basismaßnahmen, die bis zum nächsten Frühjahr eingehalten werden sollten.

Wann der genannte Übergang abgeschlossen sein wird, hänge laut RKI von vielen Faktoren ab und könne aktuell nicht mit Bestimmtheit vorausgesagt werden. Grundsätzlich empfiehlt das Institut jedoch, dass die bereits bekannten Basismaßnahmen wie die AHA+A+L-Regel (beispielsweise bei Veranstaltungen, ÖPNV und in Innenräumen) bis zum nächsten Frühjahr bestehen bleiben. Das Ziel der infektionspräventiven Maßnahmen sei auch weiterhin die Minimierung schwerer Erkrankungen durch Corona.

Die AHA+A+L-Regel bedeutet:

  • Abstand
  • Hygiene
  • Alltag mit Maske
  • Corona-Warn App
  • Lüften

Neue Corona-Strategie des RKI: Je nach Lage könnten wieder Kontaktbeschränkungen nötig sein

Der Trend bei den Corona-Zahlen in Deutschland ist aktuell rückläufig. Das RKI warnt dennoch vor einem erneuten Anstieg im Herbst.

Kontaktpersonen-Nachverfolgung, Isolation und Quarantäne seien neben der Impfung wichtige Maßnahmen zur Kontrolle von Infektionskrankheiten. Auch bei Corona seien dies die Infektionsschutzmaßnahmen mit einem großen Nutzen, die die geringste gesellschaftliche Veränderung bedeuten, so das RKI.

Je nach Lage im Herbst und Winter könnten also auch wieder Kontaktbeschränkungen – insbesondere für Ungeimpfte – nötig sein. Außerdem soll die Zahl der Kontakte durch organisatorische Maßnahmen weiterhin wie zum Beispiel durch die Möglichkeit des mobilen Arbeitens, die Beschränkung von Teilnehmerzahlen an Veranstaltungen und die sorgfältige Prüfung der räumlichen Voraussetzungen reduziert werden.

Neue Corona-Strategie des RKI: Kinder und Jugendliche werden weiterhin eine große Rolle spielen

Kinder und Jugendliche werden laut RKI in Bezug auf Corona-Infektionen weiterhin eine große Rolle spielen. Der Grund: Wegen einer geringeren Impfquote oder fehlender Impfmöglichkeit der unter 12-Jährigen würden sie eine große für Corona anfällige Gruppe darstellen.

Zur frühen Erkennung und Vermeidung von Übertragungen in Kindertagesstätten und Schulen sollten laut der Empfehlung des RKI bereits zu Zeiten niedriger 7-Tage-Inzidenzen Strukturen zur Umsetzung einer Teststrategie für eine Untersuchung auf das Virus vorbereiten und durchführen.

Auch weiterhin läge die Verantwortung für sich selbst und andere vor allem bei jedem Menschen selbst, erklärt das RKI. Daher wird nicht nur im Hinblick auf Corona grundsätzlich empfohlen, bei Krankheits- und Erkältungssymptomen:

  • Zu Hause zu bleiben, den Kontakt zu Menschen auf ein Minimum zu reduzieren und eine rasche Diagnostik auf Corona erfolgen zu lassen
  • Den Aufenthalt mit Menschen in Innenräumen möglichst zu meiden
  • Aus Verantwortungsbewusstsein anderen Menschen gegenüber in Situationen wie dem ÖPNV einen Mund-Nasen-Schutz zu tragen

Im Herbst und Winter klagen viele Menschen außerdem über Antriebslosigkeit. Grund dafür ist in vielen Fällen ein Vitamin-D-Mangel. Fehlt das Vitamin dem Körper, zeigt sich das Immunsystem geschwächt. Die schützende Wirkung vor Herzerkrankungen, Diabetes, Rheuma und neuerdings auch Covid-19 ist oftmals abgeschwächt. (Luisa Weckesser)

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