Pandemie

Maskenpflicht schon bald vorbei? Spahn mit überraschender Aussage

Seit über einem Jahr gilt die Pflicht zum Tragen eines Mund- und Masenschutzes. Überraschend spricht Jens Spahn nun erstmals vom Ende der Maskenpflicht.

Kassel - Bundesgesundheitsminister Jens Spahn (CDU) hat die weiter sinkende Zahl der Corona-Neuinfektionen in Deutschland als ermutigend bezeichnet. Die Tatsache, dass die bundesweite Sieben-Tage-Inzidenz erstmals seit dem 20. März wieder unter die Schwelle von 100 gesunken sei, gebe Anlass zur Zuversicht, sagte er am Freitag (14.05.2021) beim Besuch der Bundeswehrapotheke im niedersächsischen Quakenbrück.

Die Lage sei aber bundesweit sehr unterschiedlich, denn es gebe Landkreise mit einem Inzidenzwert von 35, aber auch solche mit über 200. Im Bild-Talk Format „Hart aber Weise“ erklärte Spahn, dass auch die Maske dann abgelegt werden könne, wenn jeder sich problemlos impfen lassen könnte, weil genug Impfstoff für alle da ist. Lockerungen ab einer Inzidenz unter 100 sollten aber zunächst nur den Außenbereich betreffen, betonte Spahn.

Jens Spahn besuchte am Freitag das Gelände der Bundeswehrapotheke Quakenbrück. Der Gesundheitsminister äußerte sich erstmals zum Ende der Maskenpflicht.

Maskenpflicht schon bald Geschichte? Spahn vermutet, dass die Maske nach Corona freiwillig getragen wird

Dies gelte für die Außengastronomie oder kleine Konzerte oder ein Fußballspiel mit ausgedünnter Teilnehmerzahl und Abstands- und Hygienekonzept. „Ich kann nur bei den Ländern und Landkreisen dafür werben, dass wir insbesondere bei der Innengastronomie warten, bis wir unter 50er Inzidenzen sind.“ Wenn sich mehrere Menschen länger im Innenraum ohne Maske aufhielten, sei dies die Mischung, die es dem Coronavirus leicht mache, sich zu verbreiten.

Auch ohne Maskenpflicht werden Spahn zufolge viele Deutsche jedoch langfristig ihr Verhalten ändern und freiwillig Masken tragen „Ich bin mir sehr sicher, es werden mehr Menschen in der U-Bahn im Winter Maske tragen“, erklärt Spahn. Wenn man sich und andere schütze, könne er das nur gut finden.

Jens Spahn zu Besuch bei der Bundeswehrapotheke Quakenbrück: Gesundheitsminister hält Lockerungen bei Urlauben für möglich.

Corona: Spahn zeigt sich beim Thema Urlaub verständnisvoll: „Ich verstehe die Sehnsucht“

Mit Blick auf den Sommerurlaub verwies der Gesundheitsminister auf die derzeitige Empfehlung, noch soweit wie möglich auf nicht notwendige Reisen zu verzichten. Das werde man bei einem niedrigen Infektionsgeschehen zum Sommer hin sicher lockern können. „Ich verstehe die Sehnsucht, aber wir sind eben noch in der Corona-Pandemie. Deshalb solle man sich Länder aussuchen, die auch niedrige Inzidenzwerte aufwiesen.“ Im Zweifel sei es aber nicht die weite Reise, sondern „eher Nordsee als die Südsee“.

Die Impfkampagne der Bundesregierung läuft auf Hochtouren. Trotzdem sind die Termine noch immer schwer zu bekommen. Diese Tipps verhelfen zu einem schnellen Corona-Impftermin. (luw/dpa)

Rubriklistenbild: © Sina Schuldt/dpa

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