Coronavirus weiter auf dem Vormarsch 

Ausgangssperren immer wahrscheinlicher - Bayern legt vor 

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Coronavirus: Ausgangssperre werden in Deutschland immer wahrscheinlicher (Symbolbild). Bayern hat die drastische Maßnahme bereits angekündigt. 

Ausgangssperren werden aufgrund der zunehmenden Ausbreitung des Coronavirus immer wahrscheinlicher. Bayern verschärft bereits seine Maßnahmen.

  • Das Coronavirus (SARS-CoV-2) führt in einigen Ländern bereits zu Ausgangssperren
  • In Bayern wurden am Freitag, 20.03.2020 weitere Maßnahmen verkündet
  • Das sollten Sie zu den möglichen Ausgangssperren wissen 

Coronavirus - Das Coronavirus-SARS-CoV-2 breitet sich immer weiter aus. Europa wird momentan als Epizentrum der Pandemie bezeichnet. Einige Nachbarländer Deutschlands wie etwas Italien oder Österreich haben zur Begrenzung der Ausbreitung bereits Ausgangssperren für ihre Bürger verhängt. Auch Bundeskanzlerin Merkel (CDU) hat drastische Maßnahmen im Kampf gegen das Coronavirus angekündigt. 

In Deutschland müssen bereits einige Bereiche des öffentlichen Lebens Einschränkungen in Kaufen nehmen. So schließen zum Beispiel Kinos, Bars, Clubs, Theater und Einzelhandelsgeschäfte im Zuge der Eindämmungsmaßnahmen. Auch eine flächendeckende  Ausgangssperre wird immer wahrscheinlicher. Doch was bedeutet das in Deutschland?

Coronavirus: Ausgangssperre - das steckt dahinter  

Das Wort Ausgangssperre fällt immer häufiger. Sowohl in politischen als auch privaten Kreisen. Doch was bedeutet eine Ausgangssperre eigentlich?

Tritt eine Ausgangssperre in Kraft, wird den Bundesbürgern und Bundesbürgerinnen untersagt öffentliche Gebäude zu betreten. Das gilt ebenso für den allgemeinen öffentlichen Raum, also beispielsweise für Straßen oder Plätze. Eine Ausgangssperre beinhaltet zumeist auch ein Ausgehverbot. Gerade im Hinblick auf das grassierende Coronavirus (SARS-CoV-2) wirkt ein solches Verbot wahrscheinlich. 

Bei einem Ausgehverbot darf man Haus oder Wohnung entweder gar nicht mehr oder nur zu gewissen Zeiten verlassen. 

Coronavirus: Diesen Zweck soll eine Ausgangssperre erfüllen

Das Coronavirus (SARS-CoV-2), das die Lungenkrankheit Covid-19 nach sich zieht, macht die Anordnung einer solchen Ausgangssperre in Deutschland immer wahrscheinlicher. Das Ziel, das der Ausgangssperre dient, ist eine Unterbrechung der Verbreitung des Coronavirus

Dies wird hierbei durch die Unterbindung sozialer Kontakte erreicht. Viele verbinden mit Ausgangssperren, die Unterdrückung von politischem Protest. Eine Sonderform der Ausgangssperre stellen Quarantäne-Maßnahmen dar.

Coronavirus: Bayern verhängt Ausgangsbeschränkungen

Das Bundesland Bayern hatte bereits am Montag, 16. März den Katastrophenfall ausgerufen. Aufgrund sich weiter verbreitenden Coronavirus (SARS-CoV-2) kündigte die Landesregierung des Freistaates heute (20.03.2020) vorläufige Ausgangsbeschränkungen an. 

Diese treten ab Samstag, 21.03.2020 um 00.00 Uhr in Kraft und sind erstmal für die darauf folgenden zwei Wochen festgelegt. Die Beschränkungen untersagen den Bürgern des Freistaates Bayern unter anderem Besuche in Krankenhäusern und Altenheimen

Außerdem müssen beim Verlassen des eigenen Wohnraums triftige Gründe vorliegen. Laut der Bekanntmachung des Bayrischen Staatsministeriums für Gesundheit und Pflege gelten folgende Gründe als triftig in Zeiten der Ausgangssperre wegen Corona. 

  • Berufliche Tätigkeit
  • Arztbesuche
  • Einkaufen von alltäglichem Bedarf
  • Beerdigungen im engsten Familienkreis
  • Versorgung von Tieren
  • Unterstützung von Hilfsbedürftigen Personen oder Minderjährigen
  • Besuch bei Alten oder Kranken Personen
  • Sport (allerdings nur alleine oder mit Personen aus demselben Haushalt) 

Wer entgegen dieser Anordnungen handelt, begeht nach dem Infektionsschutzgesetz eine Ordnungswidrigkeit. Die Polizei in Bayern wird die Einhaltung der Ausgangsbeschränkungen kontrollieren.

Coronavirus: Ausnahmen für Ausgangssperren möglich

Ähnlich wie bei der Verordnung in Bayern kann es auch im Falle einer bundesweiten Ausgangssperre aufgrund derCoronavirus-Pandemie Ausnahmen geben. Gerade für sogenannte Schlüsselpersonen sind solche Ausnahmen denkbar. Also für Personen die Schlüsselfunktionen innerhalb unserer Gesellschaft wahrnehmen. Wie Beispielsweise Ärzte oder Krankenpfleger.

Coronavirus: Das passiert bei Verstößen

In Deutschland ist bei einem Verstoß gegen eine mögliche Ausgangssperre in erster Linie mit einem Platzverweis zu rechnen. Man wird also von den Sicherheitsbehörden nach Hause geschickt. 

Sollte man diesem nicht nach kommen, haben die Beamten die Möglichkeit mit unmittelbarem Zwang auf die Personen einzuwirken. Als letztes Mittel können diese, die Personen auch in Gewahrsam nehmen. Ob dies auch im Zuge einer Coronavirus (SARS-CoV-2) Eindämmung so beibehalten wird, bleibt abzuwarten. In den sozialen Medien kursieren derzeit Videos, die ein solches Vorgehen von Beamten in Frankreich zeigen. Dort ist bereits eine Ausgangssperre in Kraft. 

Coronavirus: Diese Länder haben bereits Ausgangssperren verhängt

In folgenden Ländern ist bereits eine Ausgangssperre in Kraft getreten:

  • China
  • Italien
  • Frankreich
  • Spanien
  • Belgien

Coronavirus: Kritik an möglichen Ausgangssperren 

An den in Zeiten der Verbreitung des Coronavirus-SARS-CoV-2 immer wahrscheinlicher werdenden Ausgangssperren, gibt es auch Kritik. Gegenüber der Frankfurter Rundschau gab Montgomery, der Weltärzte Präsident, zu verstehen, das Ausgangssperren die Ultima Ration bleiben müssten. Er sieht die Maßnahmen vor allem in 3 Punkten kritisch. 

Unter anderem hinterfragt er die Durchsetzbarkeit der Maßnahme. Auch die Länge einer möglichen Ausgangssperre sieht der Präsident kritisch. Er wirft, die frage auf, was sich in 30 Tagen so fundamental ändern sollte, als das der Lock-Down wieder aufgehoben werden könnte. 

Außerdem stellt er es infrage, das sich die Bürger eine Ausgangssperre so lange gefallen lassen würden. In anderen Ländern kommt es im Zuge der Corona-Krise bereits zu Auseinandersetzungen zwischen der Bevölkerung und Sicherheitsbehörden.

Von Lucas Maier

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