CSU-Vorwürfe zurückgewiesen

Schulz will Kruzifixe nicht verbannen

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Martin Schulz hat sich zur religiösen Neutralität im öffentlichen Raum bekannt.

Berlin - CDU und CSU wollen verhindern, dass der SPD-Politiker Martin Schulz EU-Kommissionspräsident wird. Schulz weist jedoch den CSU-Vorwurf zurück, er wolle den Bayern christliche Symbole verbieten.

SPD-Europaspitzenkandidat Martin Schulz will die Kruzifixe nicht aus dem öffentlichen Raum in Bayern verbannen. Schulz warf der CSU am Montag Verdrehung seiner Aussagen zum Thema Religion vor: „„Kreuze sind ein Teil unseres Erbes, über das ich mich bei jedem Spaziergang freue“, sagte Schulz am Montag nach einer Wahlveranstaltung in München auf Anfrage.

Schulz hatte am Donnerstag in einer Fernsehdebatte gefordert, dass sich öffentliche Einrichtungen in Sachen Religion neutral verhalten sollten - also keine religiösen Symbole dort gezeigt werden. CSU-Chef Horst Seehofer und mehrere Parteifreunde hatten Schulz deswegen scharf kritisiert.

„Ich habe zu Beginn meines Statements gesagt, dass das Sache der Mitgliedstaaten und Regionen ist“, sagte Schulz zu dem CSU-Vorwurf, er wolle Kruzifixe verbieten. „Was Bayern für Bayern entscheidet, ist nicht Sache der Kommission.“ Er sei seit vielen Jahren Anhänger des Prinzips der Subsidiarität.

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CSU-Generalsekretär Andreas Scheuer warf Schulz anschließend vor, er rede in München anders als in Brüssel: „Wenn Herr Schulz zurückrudern will, soll er offen und ehrlich eingestehen, dass er mit seinem Plädoyer für das Verbannen religiöser Symbole aus öffentlichen Einrichtungen einen Fehler gemacht hat.“

Schulz war zu einem „Twitter Townhall Meeting“ nach München gekommen, einer elektronischen Bürgersprechstunde, bei der Wähler aus ganz Europa Fragen über den Kurznachrichtendienst stellen konnten und die dann von der SPD live im Internet übertragen wurde.

Auf Frage der Moderatorin präsentierte Schulz der Internetgemeinde sein „Happy Hippo“ - ein blaues Miniatur-Nilpferd aus dem Schoko-Überraschungsei. Er habe früher Angst vor dem Fliegen gehabt, sagte Schulz. „Dann hat mir meine Tochter das Nilpferd gegeben und gesagt, dann hast Du mich immer bei dir."

dpa

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