Dänemark erhebt Anspruch auf Nordpol

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Dänemark will "die äußeren Grenzen des Königreichs" festlegen. Foto: Federico Gambarini/Archiv

Kopenhagen (dpa) - Dänemark hat offiziell Anspruch auf den Nordpol erhoben. Die Forderung, die das Land am Montag den Vereinten Nationen in New York vorlegte, betreffe ein Gebiet von knapp 900 000 Quadratkilometern, erklärte der dänische Außenminister Martin Lidegaard am Montag in Kopenhagen.

Dieses liege 200 Seemeilen von Grönlands Küste entfernt. "Das Ziel dieses großen Projekts ist es, die äußeren Grenzen unseres Kontinentalsockels - und damit letztlich des Königreichs - festzulegen", schrieb Lidegaard. Die teilautonome Polarinsel Grönland gehört zum dänischen Königreich.

Auch andere Anrainerstaaten wie Russland und Kanada beanspruchen die Arktis wegen der dort vermuteten Bodenschätze für sich. "Wir wussten, dass das dänische Königreich auf einige der selben Gebiete Anspruch erheben würde wie Kanada", sagte der kanadische Botschafter in Kopenhagen, André François Giroux, der Nachrichtenagentur Ritzau. "Manche stellen es so dar, als sei das sehr kontrovers, aber das ist es nicht. Das Vorgehen ist Standard."

Russland hatte seinen Anspruch auf Rohstoffvorkommen am Nordpol im März mit dem bislang größten Militärmanöver in der Arktis unterstrichen. Das Land meint, dass sein Festlandsockel am Meeresboden so weit in die Arktis reicht, dass Moskau den Nordpol beanspruchen dürfe.

Eine UN-Sonderkommission soll untersuchen, welches Land Anspruch auf welche Teile des Gebiets haben könnte. Das kann allerdings viele Jahre dauern.

Mitteilung Regierung, Dänisch

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