De Maizière besucht "Bearbeitungsstraße" für Flüchtlinge

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Bunndesinnenminister Thomas de Maizière. Foto: Ralf Hirschberger/Archiv

Deggendorf (dpa) - Seit Monaten stößt die Polizei in Bayern bei der Bewältigung der hohen Anzahl von Flüchtlingen an ihre Grenzen. Bundesinnenminister Thomas de Maizière (CDU) will sich deshalb heute in Deggendorf einen Überblick verschaffen.

Für die rasche Registrierung von Asylbewerbern und kriminellen Schleusern hat die Bundespolizei in Rosenheim und Deggendorf sogenannte Bearbeitungsstraßen eingerichtet.

"Wir haben einen Zustand, mit dem niemand so gerechnet hatte", sagte der Sprecher der Bundespolizeidirektion München, Thomas Borowik. Alleine in ersten Halbjahr 2015 seien von den Beamten des Bundespolizeireviers in Passau 13 000 Flüchtlinge aufgegriffen worden. Im Vorjahreszeitraum waren es gerade einmal 900 Fälle. Der Grenzort Passau gilt als das Einfallstor für Flüchtlinge. Täglich werden bis zu 350 Menschen in Zügen oder auf der Autobahn in Transportern aufgegriffen.

Die Flüchtlinge werden registriert, fotografiert und von Ärzten untersucht. Zudem müssen sie Fingerabdrücke abgeben. Diese Daten durchlaufen die polizeilichen Datenbanken. Ist dieser Abgleich negativ, werden die Menschen in eine Erstaufnahmeeinrichtung gebracht.

"Dieser Ablauf war bei den massenhaften Zahlen bei normalen Ressourcen in den Dienststellen einfach nicht mehr perfekt möglich", erläuterte Borowik. In der "Bearbeitungsstraße" könnten die Flüchtlinge schneller registriert werden. Insgesamt 50 Container hat die Bundespolizei in Deggendorf aufgebaut. Darunter sind auch Ruhezonen für Familien.

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