Decke zu hart: Ausbruchsversuch in JVA gescheitert

Hannover/Stade. Der neue Betonfussboden in der JVA Stade ist für zwei freiheitsliebende Häftlinge zu hart gewesen: Die beiden Untersuchungsgefangenen scheiterten daran bei einem Ausbruchsversuch, teilte das niedersächsische Justizministerium am Mittwoch in Hannover mit.

Die Männer hatten das lange Wochenende genutzt, um ein Loch in die Decke ihrer Zelle zu schlagen. So wollten sie in den darüber liegenden Schwurgerichtssaal des Landgerichts Stade gelangen.

Mit einem abgebrochenen Tischbein, dem Riegel eines Holzschrankes und ihrem Essbesteck gelang es den beiden Männern zwar, einige Steine aus der Decke herauszubrechen. Am neuen Betonfußboden des Gerichtssaales, der mit Eisen verstärkt wurde, scheiterten sie dann aber.

Auch ein zweiter Versuch, durch die Außenwand zu gelangen, misslang. Bedienstete der JVA hörten ungewöhnliche Geräusche aus der Zelle und machten dem Treiben ein Ende. Die 25 und 46 Jahre alten Häftlinge wurden getrennt voneinander in andere Gefängnisse verlegt.

Seit April 2008 ist nach Angaben des Ministeriums keinem Gefangenen mehr ein Ausbruch aus einer Justizvollzugsanstalt in Niedersachsen gelungen. (lni)

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