Deutsche Antifa wollen polnische Rechte stoppen

Warschau - Deutsche Antifaschisten wollen am 11. November zu den polnischen Unabhängigkeitsfeiern nach Warschau reisen. Was sie damit erreichen wollen:

Deutsche Antifaschisten wollen am 11. November zu den polnischen Unabhängigkeitsfeiern nach Warschau reisen, um einen Aufmarsch einheimischer Rechtsextremisten zu blockieren. Das berichtete die Zeitung “Rzeczpospolita“ am Freitag. Berliner Anarchisten und die kommunistische Bewegung “Redskins“ wollen demnach in der polnischen Hauptstadt den traditionellen “Marsch der Unabhängigkeit“ stoppen, den seit einigen Jahren zunehmend neofaschistische Organisationen für ihre Zwecke instrumentalisieren.

Die “Rzeczpospolita“ zitiert einen Aufruf deutscher Antifaschisten im Internet mit den Worten: “Die rechtskonservative Regierung und die katholische Kirche sorgen in Polen seit Jahren für ein Klima des Rassismus, Antisemitismus und der Homophobie.“ Tatsächlich hat sich das gesellschaftliche Klima unter der liberal-konservative Regierung von Premierminister Donald Tusk allerdings deutlich entspannt.

Bereits im vergangenen Jahr waren deutsche Antifaschisten nach Warschau gereist, um gemeinsam mit polnischen Gesinnungsgenossen zu demonstrieren. Damals hatte nur ein Großaufgebot der Polizei ein direktes Aufeinandertreffen zwischen den verfeindeten Gruppen verhindern können. Dennoch kam es zu Krawallen. Am 11. November 1918 hatte Polen nach fast 150-jähriger Teilungszeit seine Unabhängigkeit wiedererlangt.

dapd

Rubriklistenbild: © dpa

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