Tag der Deutsche Einheit: So wird gefeiert

+
Bundespräsident Christian Wulff, Bettina Wulff, Bundestagspräsident Norbert Lammert (CDU), Gertrud Lammert, Bundeskanzlerin Angela Merkel (CDU) und die nordrhein-westfälische Ministerpräsidentin Hannelore Kraft (SPD, l-r) sitzen am Montag (03.10.2011) vor einem Gottesdienst im Rahmen der Feierlichkeiten zum "Tag der Deutschen Einheit" in der Kreuzkirche in Bonn.

Bonn - Mit einem ökumenischen Gottesdienst und einem Festakt wird am heutigen Montag in Bonn der 21. Jahrestag der deutschen Wiedervereinigung gefeiert. Es werden zahlreiche hochrangige Gäste erwartet.

Lesen Sie dazu auch:

Wirbel um Festnahme mutmaßlicher Islamisten

Festnahmen überschatten Deutschlandfest

Tausende feiern am Brandenburger Tor

Mit einem ökumenischen Gottesdienst haben am Montag in Bonn die Feierlichkeiten zum Tag der Deutschen Einheit begonnen. An dem Festgottesdienst in der evangelischen Kreuzkirche nahmen bei scharfen Sicherheitsvorkehrungen die Spitzen von Staat, Parteien und Gesellschaft teil. Darunter waren Bundespräsident Christian Wulff und Kanzlerin Angela Merkel (CDU) sowie Bundestagspräsident Norbert Lammert (CDU).

Der Kölner Erzbischof Joachim Meisner hat gemahnt, die Errungenschaft der deutschen Wiedervereinigung wachzuhalten. “Bleiben wir wachsam und wirksam“, sagte der Kardinal am Montag in Bonn. “Helfen wir besonders der jüngeren Generation im Hinblick auf unsere Vergangenheit mit Schlagbäumen und Mauern, die uns nun geschenkte Freiheit zu schützen, zu bewahren, zu vertiefen.“ Meisner sagte weiter: “Wir haben uns schon so sehr daran gewöhnt, dass wir manchmal vergessen: Schlagbäume und Mauern sind in den Köpfen und Herzen mancher Menschen noch nicht ganz verschwunden.“

Bilder von den Feierlichkeiten zum Tag der Deutschen Einheit

Bilder von den Feierlichkeiten zum Tag der Deutschen Einheit

Meisner blickte vor den rund 1000 Ehrengästen auf seine eigenen Jahre in der DDR zurück. In seiner Zeit als Weihbischof in Erfurt und später als Bischof von Berlin habe er die Spaltung Deutschlands und ihre Absurdität “unmittelbar erlebt“, sagte der 77-Jährige. Mit Schlagbäumen, Zäunen und Todeszonen habe das “sozialistische Paradies“ dafür sorgen müssen, “dass ihm die Menschen nicht davonliefen“.

Nach dem Gottesdienst war am Mittag ein Festakt im früheren Plenarsaal des Bundestags geplant. Die Festrede hält in diesem Jahr kein Politiker, sondern der Präsident des Bundesverfassungsgerichts, Andreas Voßkuhle.

Das Fest zum 21. Jahrestag der Wiedervereinigung wird gemeinsam mit dem 65. Gründungstag Nordrhein-Westfalens bereits seit Samstag gefeiert. Hunderttausende Menschen drängten sich bisher auf der Festmeile, wo sich die 16 Bundesländer, Bundesbehörden, das Land Nordrhein-Westfalen und die Stadt selbst präsentieren.

Die vier am Samstag festgenommenen mutmaßliche Islamisten wurden unterdessen wieder auf freien Fuß gesetzt. Es bestehe derzeit keine aktuelle Gefährdung für das Deutschlandfest, hieß es von der Polizei. Die Polizei hatte zunächst erklärt, die Männer hätten eine “schwere staatsgefährdende Straftat“ vorbereitet und sich illegal Schusswaffen verschafft. Bei Wohnungsdurchsuchungen fanden die Ermittler jedoch keine Waffen oder gefährlichen Gegenstände. Drei der Verdächtigen waren im Umkreis von Bonn festgenommen worden, der vierte im hessischen Offenbach.

dpa

Liebe Leserinnen und Leser,

wir bitten um Verständnis, dass es im Unterschied zu vielen anderen Artikeln auf unserem Portal unter diesem Artikel keine Kommentarfunktion gibt. Bei einzelnen Themen behält sich die Redaktion vor, die Kommentarmöglichkeiten einzuschränken, um Missbrauch zu vermeiden.

Die Redaktion

Kommentare

Unsere Kommentarfunktion wird über den Anbieter DISQUS gesteuert. Nutzer, die diesen Dienst nicht verwenden, können sich hier über das alte HNA-Login anmelden.

Hinweise zum Kommentieren:
In der Zeit zwischen 17 und 9 Uhr werden keine neuen Beiträge freigeschaltet.

Auf HNA.de können Sie Ihre Meinung zu einem Artikel äußern. Im Interesse aller Nutzer behält sich die Redaktion vor, Beiträge zu prüfen und gegebenenfalls abzulehnen. Halten Sie sich beim Kommentieren bitte an unsere Richtlinien: Bleiben Sie fair und sachlich - keine Beleidigungen, keine rassistischen, rufschädigenden und gegen die guten Sitten verstoßenden Beiträge. Kommentare, die gegen diese Regeln verstoßen, werden von der Redaktion kommentarlos gelöscht. Bitte halten Sie sich bei Ihren Beiträgen an das Thema des Artikels. Lesen Sie hier unsere kompletten Nutzungsbedingungen.

Die Kommentarfunktion unter einem Artikel wird automatisch nach drei Tagen geschlossen.