Luft-Oldtimer

UN: Deutsche Transalls zu alt für Mali-Mission

Berlin - Die UN-Friedensmission für Mali (Minusma) wird zwei von der Bundeswehr gestellte Flugzeuge ab sofort nicht mehr für den Transport von Truppen und Material in Afrika benutzen.

Ein Sprecher des Bundesverteidigungsministeriums bestätigte am Samstag einen "Spiegel Online"-Bericht, wonach die Flugzeuge samt Besatzung Ende Juni aus Dakar im Senegal nach Deutschland zurückgeholt würden. Die UN-Mission werde aber weiterhin mit deutschem Stabspersonal unterstützt, sagte der Sprecher.

Dem "Spiegel Online"-Bericht zufolge hält die UNO die Transall-Propellermaschinen für ungeeignet, da diese bei Hitze oft am Boden bleiben müssten und bei Dunkelheit wegen fehlender Nachtsichtausrüstung nicht fliegen könnten. Die Entscheidung sei der Bundeswehr vom Sekretariat der Vereinten Nationen mitgeteilt worden. Statt der Transall, einem Propeller-Flugzeug, das für die Bundeswehr schon seit den 1960er Jahren im Einsatz ist, wolle die UNO lieber modernere Mietmaschinen für den Transport von Truppen und Material nutzen, berichtete "Spiegel Online" weiter.

Das bisherige deutsche Minusma-Mandat läuft Ende Juni aus. Das Bundeskabinett hatte im Mai die Verlängerung des Einsatzes um ein Jahr beschlossen. Der Bundestag muss dem noch zustimmen, die Abstimmung ist für die anstehende Sitzungswoche vorgesehen. Laut Mandat unterstützt die Bundeswehr die UN-Friedensmission sowie französische Kräfte mit Flugzeugen und Kapazitäten zur Luftbetankung. Bis zu 150 Soldaten können dort oder im benachbarten Senegal eingesetzt werden, wo auch die deutschen Flugzeuge derzeit noch stationiert sind. Im Einsatz sind derzeit etwa 86 Soldaten.

AFP

Rubriklistenbild: © picture alliance / dpa

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